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[Bd. 3, Sp. 1043] genanten Hinkelstein, welches eine schwartze rauhe wackigte Felß [GGA. Akte 102 m]. Der über einer Sandgrube bei NW-Deidh stehende H. ist kaum von Menschenhand aufgerichtet worden, sondern ein gewachsener Fels mit einem Umfang von über 8. m. Das gleiche läßt sich von dem H. bei NW-Greth sagen. Von der Gefahr des Ablösens bedroht war um 1830 der H. bei FR-N'lein [M. Frey, Bayrischer Rheinkreis III 375]. Auch unterhalb des Weinbiets bei NW-Haardt gab es einen H. Wahrscheinlich aus einem einstigen Grenzstein umgeformt wurde der 1,20 m hohe Quaderstein bei LA-Burrw am Eingang zum Modenbachtal. Der H. bei BZ-Dierb zeigt im oberen Teil Spuren eines Bildwerks. — Nach Becker Vk. 13 dienten die Hinkelsteine ursprünglich religiösen Zwecken. Christmann (Menhire und Hinkelsteine in der Pfalz, Speyer 1947) sieht in dem Wort eine volksetymol. Umdeutung aus nicht erhaltenem Hünenstein; als Zwischenstufe könnten ältere Belege aus Lorsch (Südhess. III 554) herangezogen werden, ebenso ein Beleg von 1656 aus Handschuhsheim bei Heidelberg (acker am hünerstein). In KL-Mölschb und in KB-Dannfs läßt man ahnungslose Kinder das Ohr auf den H. legen, damit sie das Piepen von Küken hören können; dabei wird der Kopf mehr oder weniger sanft auf den Stein gestoßen. In KU-Hundh ist der H. ein einfacher Feldstein mit einer Vertiefung, aus der die Hühner Wasser trinken können. — Südhess. III 553/54.
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