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 PfWB hin-fallen (Bd. 3, Sp. 1036)   PfWB plumpsen (Bd. 1, Sp. 1037)   PfWB plotzen (Bd. 1, Sp. 1027) 
   hin-fallen st.: wie schd., hin-, henfalle [verbr., s. K. 202]. Syn.: PfWB anefallen, PfWB -fliegen, PfWB -plotzen, PfWB -plumpsen, PfWB -purzeln, PfWB -rumpeln, PfWB -schlagen 1, PfWB -stürzen, PfWB plumpsen, PfWB purzeln 1 b, PfWB dahinsacken, PfWB fallen I 1 b, PfWB herfallen 2, PfWB -plumpsen, PfWB -purzeln, PfWB hinanfallen, PfWB hinbrausen, PfWB -fliegen 2, PfWB -knacken, PfWB -kollern, PfWB -patschen 1, PfWB -platschen, PfWB -plotzen, PfWB -plumpsen, PfWB -purzeln, PfWB -rumpeln, PfWB -sacken, PfWB -schlagen 2, PfWB -schmeißen 2, PfWB -stürzen 1, PfWB rumpeln, PfWB sacken, PfWB stürzen. Er fallt hin wie e Stick Holz (wie e Balke) [ SP-Heiligst]. Er is hingefall, so lang er war [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Wu die Lieb hifallt, bleibt se halt liche, un wann se uf de Mischt fallt [Heeger Kerwe 16]. Südhess. III 547; Bad. II 714.

 

   plumpsen schw.: 'schwer, ungeschickt hinfallen'. Er is geplumpst [KU-A'glan, verbr., auch Don Gal Buch]; dohin plumpse wie e Sack [NW-Frankeck, verbr.]; 'massenweise mit Geräusch niederfallen', vom Obst, von Gegenständen überhaupt [ KU-Rutsw/G ZW-Lambsbn Schmitshs KL-Mehlb Miesb Spesb PS-Schweix FR-Flomh LU-Muttstdt], plomse [ ZW-A'hornb]; vgl. PfWB plotzen. Er is ins Wasser geplumst 'klatschend ins Wasser gefallen' [ FR-Bockh, KU-Schmittw/O Hundh Bedb RO-Dielkch]. Rätsel: Was fallt ins Wasser un plumpst net? (der Mond) [Gal (Rech Lore)]. KR.: Des is de Hannesmann, der is in de Brunne gfalle, der hot'n g'heerd plumpse, der hot gemäänt, 's wär'n große Mann, war's der kläne Stumpe [ LU-Alsh]; ähnlicher KR in Gal-Dornf, Var. aus BZ-Dernb s. PfWB plumpen. Zs.: PfWB ane-, PfWB auf-, PfWB darauf-, PfWB durch-, PfWB her-, PfWB herein-, PfWB herum-, PfWB herunter-, PfWB hin-, PfWB hineinplumpsen. Syn. s. PfWB hinfallen. — F.: Die Gewährspersonen setzen in der Mehrzahl p bzw. b nach dem m; es wird aber wohl allg. blumsə gesprochen; für HB-Kirrbg und ZW-A'hornb wird blǫmsə angegeben. — Intensiv zu PfWB plumpen. — Südhess. I 961; RhWB Rhein. VI 992; LothWB Lothr. 53; ElsWB Els. II 160; Bad. I 271.

 

   plotzen schw.
1. intrans.
a. 'mit dumpfem Geräusch hart auffallen', bes. von Früchten, plotze (blǫdsə) [hauptsächl. mittl. u. südl. WPf sowie Westteil der südl. VPf, seltener im Nordteil der VPf, vereinzelt auch in anderen Teilen der Pfalz]; vgl. PfWB plumpsen. Die Äppel p. vum Bääm uf de Borre (Boden) [ PS-Erfw]. Zs. PfWB ane-, PfWB herunter-, PfWB hin-, PfWB hinein-, PfWB verplotzen. Syn. s. PfWB kotteln. Er isch geplotzt 'schwer hingefallen' [ ZW-Ixh, KU-Jul], vum Bääm geplotzt [ LA-Venn]. RA.: Dem is es Herz in d' Hosse geplotzt, scherzh. für 'Der hat keinen Mut mehr' [ BZ-Billh Stein]. —
b. 'schwerfällig gehen'. Der plotzt do [ GH-Leimh]. —
c. 'stark (Tabak) rauchen', eigentl. 'stoßweise rauchen', s. unten 2 d. Er plotzt vun morgens bis owends [KU-Schmittw/O, allg. (Wilde 238)]. Du plotzscht jo aus deim Glowe, wie wann e armer Mann backt [NPfGV 1934 Nr. 8]. Ein weiteres Beispiel s. bei PfWB birken. —
2. trans.
a. de Appel plotze 'weich klopfen' [LA-Impfl Don Tscherwk

[Bd. 1, Sp. 1028]
verbr. Gal]; geplotzte Äppel [KU-Schmittw/O KB-Bischh PfId. 23 Kühn Hamet 128]. Hierher gehört auch: sich plotze 'sich beim Fallen verletzen' [Kus]. —
b. de Butter plotze 'die im Butterfaß geschlagene Butter auf einem flachen Teller hochwerfen und auffangen, um die Wasserreste zu entfernen' [verbr. Gal]. —
c. 'prügeln' [Journal 1787, 7.-12. St., 214]. —
d. 'rauchen', vgl. oben 1 c; die Peif plotze [ KU-Kaulb Kreimb ZW-O'hs RO-Messbhf]. Er plotzt sei Glowe, sei Gips, sei Gipsel [Krieger 44]. Der Petter is vornher getäppelt un plotzt sein A B-Reiter-Kraut [Kühn Hamet 12]; vgl. AB1. — Das Wort gehört zum Schallwort plotz, vgl. DWB DWb. VII 1936. — Südhess. I 954; RhWB Rhein. I 814/15; Saarbr. 31; LothWB Lothr. 53; ElsWB Els. II 176; Bad. I 268.