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 PfWB hinauf-gehen (Bd. 3, Sp. 1003)   PfWB an-zupfeln (Bd. 1, Sp. 303)   PfWB klopfen (Bd. 4, Sp. 314) 
  -gehen st.:
1.
a. 'nach oben gehen', -gehe, gehn, s. PfWB gehen [allg.]; vgl. PfWB hinaufergehen, PfWB hinaufbuckeln, PfWB -laufen, PfWB -rennen, PfWB -schleichen, PfWB -schlupfen, PfWB -springen 2, PfWB -stürmen, PfWB -stürzen, PfWB -torkeln, PfWB -trappen, PfWB -turmeln, PfWB -watscheln. Grad aweil is er die Gass nufgange [ NW-Ellstdt]. Ich geh mol 's Dorf nuf [ LU-Alsh]. RA.: Do kennt mer an der glatte Wand nofgeh (vor Schmerzen, vor Zorn) [ GH-Leimh]. Rätsel: Es geht die Stää (Stiege) enuf un hat vier Ohre (ein Mann mit der Backmulde) [ KU-Erdb]; Var. s. PfWB Treppe 1 b. Ein Spiel mit dem Kleinkind s. PfWB anzupfeln. Einen AR. s. PfWB Berg 1. a. 1627: wen man den Eberzpfadt ein wenig hinnaufgeht, trifft man auf ein Markierungskreuz [PfWeist. II 745 (FR-Gr'karlb)]. —
b. 'Platz finden in einem Raum'. Scherzrede: Wann die Leit, wo nuf wolle, all nufgehe, gehe se net all nuf; wann se net all nufgehe, dann gehe se all nuf 'Wenn auf dem Sportplatz Buchenloch in Kaislt nicht genug Platz ist, dann wollen noch mehr Besucher hin; wenn Platz genug wäre, dann gehen zuwenig Besucher hin' [Kaislt]; Ähnliches s. PfWB hineingehen 1 b. —
2.
a. 'steigen'.
α. Der Newwel geht nuf [GH-Vollmw, verbr.]; vgl. PfWB heraufgehen. —
β. Es geht gehlinge 'steil' de Berg enuf [ KL-Gimsb]. Es geht verlore 'allmählich' die Gass enuf [ KU-Schmittw/O]. Do geht's noch e Stich enuf 'Die Straße hat da eine Steigung' [ KU-Schmittw/O]. —
b. von der zunehmenden Tageslänge. Es geht wirrer enuf [ ZW-Ernstw]. —
c. von Preissteigerungen. Die Eier gehn widder nuf [ LU-Alsh]; vgl. PfWB aufschlagen II 2, PfWB hinauftreiben 2. — Südhess. III 498/ 99; Bad. II 704. —

 

   an-zupfeln schw.: Spiel mit Kindern: Mit dem Finger tupft man von der Hand bis zum Ellenbogen, hier wird angeklopft, u. weiter bis zum Ohr, hier wird gezupft; dabei wird gesprochen: 's Maisl geht die Steech 'Stiege' enuff, do kloppt's aan, geht's e bissel weider enuff, do zoppelt's aan [ NW-Frankeck].

 

   klopfen, klöpfenschw.:
1.
a. 'mehrmals leicht an, auf etwas schlagen', kloppe (globə) [fast allg.], kleppe (glębə) [ WD-Niedkch], klopfe (globfə) [Südostecke der Pf (vgl. Linie Appel/ Apfel K. 1)]; vgl. daran-, PfWB daraufklopfen; ans Fenschder (Finschder) k., uf de Disch k. [allg.]. RA.: sich an die Bruscht k. [ NW-Hardbg]; einem uf die Pode, die Finger k. 'einen zurechtweisen' [KU-Kaulb, verbr.]; e bißje uf de Busch, die Heck k. '(einen) aushorchen' [ KL-Katzw, vereinzelt]; einem uf die Schiller (Schulter) k. [ KU-Bedb, mancherorts]. Er kloppt uf sein Geldsack 'pocht auf sein Geld' [ KU-Schmittw/O]. Brauchtum: de Wein k. 'durch Klopfen an das Weinfaß dem Wein den Tod des Winzers anzeigen' [ SP-Heiligst]. Vgl. den bei Biene 1 a erwähnten ähnlichen Brauch. —
b. durch Klopfen
α. 'etwas andeuten, ausdrücken'; mit 'm Fuß de Takt k. [KL-Mackb, verbr.]. —
β. 'sich durch Klopfen bemerkbar machen'. 's kloppt an de Deer (Tür) u. ä. [verbr.]; vgl. PfWB anklopfen. Er hot mich aus 'm Schloof gekloppt [verbr.]. Er hot 'm Kattche (abends am Fenster) gekloppt [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB herausklopfen 1 b. —
γ. 'durch Klopfen etwas reinigen'; Staab aus de Klaarer k. [KB-Bennhs, verbr.]; de Deppich k. [verbr.]; vgl. PfWB ab-, PfWB ausklopfen. RA.: einem de Frack, die Hosse k. 'einen verhauen' [PS-Schmalbg, verbr.]. Ich du der de Schneirer aus 'm Anzuch k., von den ersten Schlägen in einem neuen Anzug [ KU-Schmittw/O KL-Hütschhs]. —
δ. 'etwas zerkleinern'; Stään k. [ KU-Rammb]; uf 'm Acker Scholle k. [ZW-Battw, verbr.]. SprW. (scherzh.): Scholle k. un Märe (Mägde) wecke es unnerich 'unnötig'. Begründung: Bei Regen zerfallen die Schollen sowieso und Mägde stehen von selber auf, wenn sie ausgeschlafen haben [ BZ-Albw]. Var. s. PfWB Tütze 1 b. —
ε. 'etwas weich und mürbe machen'; Flääsch k. [LA-Nd'hochstdt, verbr.]; Äppel, was noch net zeidich 'reif' sin, (weech) k. [ Gal-Dornf]. De Schuhmacher kloppt 's Ledder [ LA-Edk]. a. 1721: 24 kr von Rößge Jüdin, die uff Pfingsten Garn geklobt [Niedhammer 246]. —
ζ. 'etwas in etwas treiben'; de Nachel in die Wand k. [PS-Dahn, verbr.]; vgl. PfWB hineinklopfen. —
2.
a. einen k. 'verhauen' [verbr.]; vgl. PfWB verklopfen. Syn. s.

[Bd. 4, Sp. 315]
PfWB verhauen 1. Er hot 'n dichdich gekloppt [Spey], hot 'm de Hinnere gekloppt [ NW-Kallstdt], hinner die Ohre gekloppt [Spey]. Ich klopp dich, daß die Schwaat kracht [Land]. Hun die zwaa sich gekloppt! [KB-Bischh, verbr.]. KR. s. PfWB Bube 1, PfWB Vater 1 a, Kaffebohne 1. —
b. kloppe geh(e)
α. 'auf die Wanderschaft gehen', vom Handwerksburschen [ BZ-Stein, veraltet]. —
β. 'betteln gehen' [ BZ-Annw, mancherorts]; vgl. PfWB abklopfen. —
c. eens k. 'ein Spiel machen' [vereinzelt]. Gruß- und Anredeformel beim Eintritt ins Wirtshaus: Was is, klopp mer eens? [ RO-Hallgt]. —
d. Sprich k. 'dummes Zeug schwätzen, auf schneiden' [KU-Eschau, verbr.]. Syn. s. PfWB prahlen. —
e. Griff k. 'Gewehrgriffe üben', Soldatenspr. [verbr.]. —
f. die Flämm k. 'faul, träge sein' [Kus Spey]; vgl. PfWB Flame 4 b α. —
3. intrans.
a. von pulsierender Bewegung. 's Herz kloppt [allg.]. 's Herz kloppt mer bis an de Hals [SOPf (Heeger Nachl.)]. —
b. von zuckendem Schmerz. Das kleppt mer em Zahnt (Zahn)! [ WD-Niedkch]. —
c. 'ein schlagendes Geräusch von sich geben'. De Modor kloppt [verbr.]. — Südhess. III 1428 ff.; RhWB Rhein. IV 757 ff.; LothWB Lothr. 294; ElsWB Els. I 496.