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 PfWB hinab-werfen (Bd. 3, Sp. 999)   PfWB werfen (Bd. 6, Sp. 1260)   PfWB weg-werfen (Bd. 6, Sp. 1146) 
  -werfen st.: wie schd., nabwarfe [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB hinabschmeißen, PfWB hinunterwerfen. Südhess. III 495; Bad. II 699. —

 

   werfen st.:
1.
a. 'etwas mit Schwung an eine andere Stelle befördern', werfe (węrfə) [verbr., Christmann Kaulb 13, 65 Henn Mda.-Int. 101, 200 Mang 96 Müller Dietschw 71 Otterstetter 51 Krämer Gal 241], warfe (warfə) [ BZ-Dernb], worfe (wǫrfə, wḁrfə) [ KU-Kreimb Kus]; Part. Perf. geworf (gəworf) [WPf, Schneckenburger 25, 41], gewarf (gəwarf, gəwḁrf) [KU-Bedb Christmann Kaulb 18 Mang 104, 195], g'worfe (gwǫrfə) [VPf]; mda. geläufiger ist schmeißen; vgl. PfWB schicken1 1 b; Zs.: PfWB ab-, PfWB ane-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB be-, PfWB tot-, PfWB Tüpfen-, PfWB durch-, PfWB Eier-, PfWB ein-, PfWB ent-, PfWB ver-, PfWB vor-, PfWB Geißen-, PfWB heraus-, PfWB herum-, PfWB herunter-, PfWB her-, PfWB hinab-, PfWB hinauf-, PfWB hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hinüber-, PfWB hinunter-, PfWB hin-, PfWB nach-, PfWB Schneeballen-, PfWB über-, PfWB um-, PfWB wegwerfen; eem ebbes ins Kreiz w. [ KU-Bedb]. Des werft e (hocher) Schnee! 'Es schneit viel' [ KU-Bedb

[Bd. 6, Sp. 1261]
FR-Bockh]. RA.: die Flint ins Korn w. 'resignieren, Selbstmord begehen' [vereinzelt]; aus'm Sarrel w. 'aus dem Sattel w., besiegen' [ KU-Schmittw/O]; sich in Buschduur (Postur) w. 'sich aufrichten' [Kaislt]; in Staat w. 'elegant kleiden' [ KU-Herschw/Petth]; sich in die Bruscht w. 'stolz auf sich und die eigenen Taten' [ KU-A'glan LU-Opp]; ebbes in die Woochschal w. 'Argumente liefern' [ LU-Opp]; sich jemand an de Hals w. [vereinzelt]; eem ebbes in die Ribbe (Seit) w. 'jemanden bestechen' [vereinzelt]; mit de Worscht (Brot, Brotworscht) noom Schinke w. 'Gutes für Besseres hergeben' [vereinzelt]; Sprenkel (Sprenkel1) w. 'Hindernisse bereiten' [ KU-Kaulb LU-Limbghf NW-Lach/Speyd]; vun de Kanzel w. 'Aufgebot durch den Pfarrer' [ KU-Bedb Don-Schowe]. Er hat e Aa uf's geworf un wann es das hinnerscht es [ KB-Kriegsf]. Ich werf der aa emol widder 'n Stään in deine Garde 'Ich werde mich für diese Gefälligkeit revanchieren' [mancherorts]. Sie rafft die Steen un er werft se [ Don-Gottlob, KU-Schmittw/O]. 's werft 'n 'Er ist betrunken (und stürzt)' [ KU-Bedb]. Er hot sunscht nix in die Woogschal ze w. g'hat 'keine Argumente' [ BZ-Dernb]. Mer werft rechter em beese Hund e Brocke hie wie em gude [vereinzelt]. De Petrus kechelt, er werft alle nein (neune), sagt man, wenn es donnert [ KB-Kriegsf]. Er ißt die Kersche un werft der d'Steen ins G'sicht [ BZ-Dierb]. Werf'm e Stäin on de Kopp, do gehrer aach net lohm [ KU-Schmittw/O]. Der is wie e Katz, denne kannschte w., wie de willt, er fallt immer uf die Fieß [vereinzelt, auch Don Gal]. Eine weitere RA. s. PfWB Bettelbube. Einen AR. s. PfWB Bohnenblatt 1. KR.: Nikolaus, fang die Maus / Und werf die Maus zum Fenschder naus [Der Trifels 24. 12. 1933]. Heit Owend kummt de Belznickel / Was will dann der bei mer? / Ich nemmen an de Zippelkapp / Un werfen vor die Deer! [Donnersberg Jahrbuch 1981 167]. —
b. in verschiedenen Spielen: 'einen Gegenstand wegschnellen' [vereinzelt]; Eier w. 'im Spiel Eier auf der Wiese kugeln' [ KU-Bedb]. Beim Klickerspiel w. [ RO-Ruppeck KB-Bennhs]; vgl. Hinaus-, PfWB Nachwerfchens; Syn. s. PfWB schnellern 2 und K. 243 knäupeln. Beim Kegelspiel: in die Volle w. 'der erste Wurf, bei dem noch alle Kegel stehen' [ RO-Dielkch]; e Loch w. 'nur einige der Kegel treffen' [ LA-Wollmh]; Sand w. 'die Kugel neben das vorgesehene Brett auf den Boden werfen' [ LA-Wollmh GH-Kand]. —
2. 'Junge zur Welt bringen' [mancherorts, Lambert Penns 172]; vgl. PfWB Gewerf, PfWB Werfe. Die Kuh (Katz, Loos) werft [ NW-Frankeck]. Die Sau hot zehn Junge geworf [ PS-Geisbg]. —
3. 'sich (auf)wölben', sich w. [vereinzelt]. Das Kleid werft sich [ KL-Neukch]. 's Breed (Brett) (Holz) hot sich geworf [ KU-Schmittw/O]. —
4. 'mit losen Stichen anheften, reihen' [ KU-A'glan]. De Schneirer worft die Ärmel mit Reihfärem in de Rock [ KU-A'glan]. — RhWB Rhein. IX 435 ff.; LothWB Lothr. 538; ElsWB Els. II 848.

 

   weg-werfen st.: 'fortwerfen, zum Abfall geben', (e)wegwerfe [mancherorts]; vgl. PfWB wegschmeißen. Die faule Grumbeere muß mer w. [Krämer Gal 240]. RA.: Der wirft sein War ewek 'Er verschleudert seine Ware' [ RO-Dielkch]. Das is weggeworfenes Geld

[Bd. 6, Sp. 1147]
[vereinzelt Krämer Gal 240]. Er hot de Leffel (sein Lewe) eweggeworf 'ist gestorben, hat Selbstmord begangen' [mancherorts]. Die hot's gar net so weit eweggeworf 'Sie hat es zugegeben' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Was mer weit wegwerft, muß mer vun weit holle [Don-Gert, Thielen So rerre mer 123]. Rhein. IX 346. —