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 PfWB Herz-bändel (Bd. 3, Sp. 947)   PfWB Bändel (Bd. 1, Sp. 549) 
   Herz-bändel m.: 'Muskelband, das angeblich das Herz festhält', Herzbänn(e)l, -benn(e)l [verbr.], -binnel [ BZ-Dierb]; vgl. PfWB Bändel 1 c. Do kammer sich de H. abrenne 'zu Tode rennen' [KU-Trahw, verbr.], de H. ablaafe [ LU-Limbghf BZ-Dernb], de H. abspringe [ LA-Gommh GH-Leimh], de H. rausrenne [ KB-Kriegsf NW-Hardbg]. De H. reißt mer ball ab (vor Anstrengung) [ NW-Gimmdg]. Do kännscht d'r jo de H. erausreiße [ NW-Freinsh]. Do geht aam fascht de H. ab [ KU-Kaulb]. Der ärjert eem de H. ab [ NW-Kallstdt]. Do kännt mer sich grad de H. rausblaurere, wenn das Kind nicht auf die Rufe hört [ PS-Erfw]. Er hot sich de H. abg'soffe, von einem Alkoholiker [ LU-Opp, KU-Schmittw/O BZ-Albw]. Ich meen als, mein H. isch lapplig 'locker' worre [Zahn Einkehr 42]. Südhess. III 449; RhWB Rhein. III 578; Bad. II 662. —

 

   Bändel m.:
1. gegenst.
a. 'schmales Band an der Kleidung, das zum Befestigen dient', genauer: Haar-, Hosen-, Schurz-, Strumpf-, Zopfbändel, Bännl [allg.]. —
b. 'Band zum Zuschnüren', genauer: Sack-, Schuh-, Strumpf-, Wurstbändel [allg.]. RA.: Des isch de Sack de B. nit wert [BZ-Apphf, verbr.]; Fluch: Herrgott, Sack uf am Bännl [ PS-Saalstdt], wohl entstellt aus Sakrament, vgl. Schwäb. I 603. —
c. 'Band u. dgl. zum Ziehen und Festhalten', bes. in Zs. Waalenbändel 'Wiegenband', Herzbändel; vgl. PfWB Strick. RA.: am Bännl fehre 'am Gängelband führen' [WPf, allg.]. Er hot äni am B. 'ein Liebchen' [Schandein Sprachsch. 4]. VR.: Edeward vun Schifferstadt hot die Gääß am Bändel ghatt [Umg. von SP-Schiffstdt]. Hex am B. 'zänkische Person' [ KU-Schmittw/O]. Er hot die Krott am B., wenn einer betrunken ist [SPf]. Die hot de Sunndag un Werkdag an ääm B. 'Sie zieht sonn- und werktags dieselben Kleider an' [ KL-Hirschhn]. KR.: Schlof, Kindche, schlof, der Vatter hiet die Schof, die Mutter hiet die Lämmel-

[Bd. 1, Sp. 550]
cher mit de rode Bännelcher [ Gal-Dornf]. Volksgl.: Wann en Kind zahnt, henkt mer drei Meis ame Bändel, bis sie dod sin, no henkt merm Kind seller Bändel ḁn [Fogel Beliefs Penns Nr. 1645]. En wollner Bendel um der Finger Iss en guter Blutbezwinger [Birmelin Penns Gezw. 67]. —
2. übertr.
a. 'eine überaus große männliche Person', scherzh.; e langer Bännl [Kus RO-Schweisw]. —
b. 'langer, schmaler Acker', scherzh. [allg.]; auch FlN [ KU-Welchw]; Hügelzug bei ZW-O'hs. —
c. Heit rechet's an äm Binnel 'ununter brochen' [ GH-Leimh KB-Kriegsf]. — Zs. wie oben, außerdem: Dreh-, Salbandbändel. F.: bęnl [fast allg.], binl [ KU-Dietschw KL-Lind Stelzbg Neustdt BZ-Dierb GH-Leimh]. — RhWB Rhein. I 433; LothWB Lothr. 35 Bennel; ElsWB Els. II 57 Bendel; Bad. I 145/16 Bendel.