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 PfWB herunter-kollern (Bd. 3, Sp. 932)   LothWB Srohstul (Bd. 1, Sp. 507b)   PfWB Stroh-sack (Bd. 6, Sp. 719) 
  -kollern schw.: 'in Massen polternd herabfallen', -kollere [mancherorts SWPf u. NOPf]; vgl. PfWB herunterfallen 1, PfWB hinunterkollern. Südhess. III 433. = -kommen st.:
1. = PfWB herabkommen, -komme, -kumme, s. PfWB kommen [verbr.]; vgl. PfWB heruntergehen 1 a, PfWB hinunterkommen 1. Kumm runner! [GH-Kuhdt, verbr.]. Der Newwel kummt runner 'Der Nebel fällt' [ NW-Bobh]. Es räänt, was vom Himmel erunnerkummt [ KU-Hinzw]. In Ausrufen der Verzweiflung s. PfWB Baßgeige, PfWB Strohsack. Kindersprüche: Mondche, komm erunner! [ ZW-Gr'bundb]. Sunn, kumm erunner, Rää (Regen), bleib drowwe! [ KB-Biedh]; dass. auch umgekehrt: Rää, kumm erunner, Sunnche, bleib drowwe [ KB-Bennhs]. Schnee, Schnee, kumm runner, Rää, Rää, bleib drowwe [Kaislt]. SprW.: Wann de Himmel erunerkummt, sin alle Spatze gefang [ KU-Wolfst]. Ein Rätsel s. bei PfWB Geige 1 a. —
2. 'gesundheitlich, wirtschaftlich,

[Bd. 3, Sp. 933]
moralisch absmken', vgl. PfWB hinunterkommen 2. Er esch arig runnerkumme [BZ-Dierb, verbr.]. Sie kummen als weirer erunner [ KB-Kriegsf]. — Südhess. III 433/34; Rhein. IV 1156 Z. 31; Bad. II 660. —

 

  ElsWB  ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Srohstul Häckselmaschine Berl.

 

  -sack m.:
1. 'mit Bettstroh gefüllter Sack als Unterlage im Bett', um 1930 selten, häufiger noch in Kinderbetten, -sack [verbr., Lambert Penns 145 Krämer Gal 210]; über dem St. war der Spreusack 2; Zs.: Kindsstrohsack; de St. stoppe 'neu füllen' [ NW-Kallstdt]; de St. ufschiddele [ Gal-Dornf]. RA. (Ausrufe der Verwunderung, der Verärgerung): Heilicher St.! [Land, verbr.]. Du liewer St.! [LU-Muttstdt, Kühn Kumödi 59]. Ach, du mein St.! [ HB-Jägbg]. VR.: Himmelche, du dich uf, / St. fall runner, / ich lee mich druf! Ausruf der Verzweiflung [ Gal-Dornf, mancherorts Gal]. a. 1525: Item ein bethlad mit einem bedt, strosack, ein pulwen [Spey-DomKl.]. a. 1787: ein wörkenen strohsack sambt einem stro Kisen [WernbgVormR]. a. 1788: Bett ... mit der Bettlad, bestehend in einem strohe Sack, Ein werken Leintuch, ein Oberbett mit federn und Züge (Zieche), dann ein Kopfen Pilwen mit Überzüge [Kurpf. A. 1631/37 (KL-Steinwd)]. —
2. kosend für ein Kind: mein herzgeboppelder Strohsack! [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB Strohsacktrudler, PfWB Strohschisser. —
3. 'Seiberlätzchen' [ IB-Blieskst]. —
4. Pl. Neckname für die Bewohner von SP-W'see, Strohsäck [Seebach Neckn. 83]. — RhWB Rhein. VIII 860; Lothr. 507; ElsWB Els. II 344.