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 PfWB herum-trossen (Bd. 3, Sp. 922)   PfWB trossen (Bd. 2, Sp. 548)   PfWB auf-trossen (Bd. 1, Sp. 409) 
  -trossen schw.:
1.
a. 'viel reisen und wandern'. Wu trossen ehr dann rum? [ NW-Haßl, KU-Bedb]; vgl. PfWB herumreisen. —
b. = PfWB herumstrolchen, (e)rumtrosse [mancherorts]. Der troßt immer uf de Gass erum [ FR-Bockh]. Die henn genunk heit rumgetroßt [Hartmann Kinnerspr. 26]. —
c. 'mit müden Schritten gehen', erumtrosse [ ZW-O'hs]; vgl. PfWB herumwatscheln. —
2.
a. 'lange an etwas arbeiten'. Er troßt de ganze Dag dran erum [ ZW-Battw]; vgl. PfWB herummurksen. —
b. 'faulenzen', erumtrosse [ KU-Körbn]. — Zu PfWB trossen. — Südhess. III 417; Rhein. III 536 Z. 45. —

 

[Bd. 2, Sp. 548]
   trossen1 schw.:
1. intrans.
a. 'reisen, wandern, marschieren', trosse (drǫsə) [verbr.]; vgl. PfWB pilgern 2, PfWB posten. Zs. PfWB ane-, PfWB fort-, PfWB heimtrossen. Mer missen uf Landaag (Landau) t. [ LA-Nd'hochstdt]. Un so dun se haamwärts t. [Kühn Hamet 71]. Do kann mer t. 'lang marschieren, bis man das Ziel erreicht' [ BZ-Heuchh]. Aich sin (Ich bin) getroßt un getroßt un sin an kään Enn kumm [ KU-A'glan]. —
b.
α. 'schnell gehen, laufen'. Die sin awwer getroßt! [ PS-Erfw RO-O'mosch Nd'mosch LU-Alsh NW-Wachh LA-Wey Venn Gommh]. Vgl. hierzu die Kniereiterreime bei troß. Syn. s. PfWB laufen. —
β. sich t.
αα. '(schnell) weggehen, sich entfernen'. Troß dich! [ IB-Nd'würzb]. Syn. s. PfWB weggehen. - -
ββ. 'sich bei der Arbeit beeilen'. Du muscht dich trosse, sunscht werscht de net fertich! [ KL-Reichb, KU-Roßb]. —
c. 'herumlaufen, sich herumtreiben', bes. von kleinen Kindern; de ganze Dag t. [ KU-Etschbg]. Zs. PfWB herumtrossen. —
d.
α. 'langsam, gemütlich gehen' [ ZW-Bechhf NW-Haßl BZ-Klingmst]; vgl. PfWB trotteln1 1 a. Syn. s. PfWB gehen. Auch von langsamer, gleichbleibender Beschäftigung: Er troßt so weider un werd net fertich [ ZW-Battw]. —
β. sich t. 'verweilen'. Er hat sich net lang getroßt [ KU-A'glan]. —
2. trans.
a. 'kleine Besorgungen machen', vgl. PfWB Trosse1 1 [Kaislt PS-Schmalbg]. —
b. 'auftreiben, beschaffen' in den Zs. PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB zusammentrossen. — Aus altfrz. trosser '(auf Gepäckvieh) aufladen', das sich im deutschen Sprachraum schon in älterer Zeit in der Bed. 'laufen, traben' findet; vgl. DWB DWb. XI/1, 2 Sp. 900. — Südhess. I 1762; RhWB Rhein. VIII 1397; Saarbr. 212; LothWB Lothr. 106; Bad. I 570.

 

   auf-trossen1:
1. schw. 'auftreiben, ausfindig machen'. Wo hosche dann das (auch: den) ufgetroßt? [KU-Kaulb Schmittw/O RO-Odh LU-Friesh NW-Haßl Spey LA-Venn Wey Kühn Hamet 139]; e ufgetroßt Kind 'uneheliches Kind' u. Uffgetroßter! (Schimpfwort) [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. VIII 1397; Bad. I 87. —
2. schw. u. st. 'aufdunsen, aufschwellen'. Ja, wammer so darch die Käll geht, dut aam 's Gesicht halt uftrosse [ KU-Kaulb]. Das Wort erscheint meist im Part.

[Bd. 1, Sp. 410]
Perf., das bei starker Konjugation verschiedenen Stammsilbenvokal aufweist: e ufgetroßt(es) 'aufgedunsenes' Gesicht [WPf KB-Zell NW-Wachh Elmst], e ufgetrosse(nes) G. [KU-Lohnw ZW-L'wied Stamb RO-Alsbr KL-Fischb KB-Weihf NW-Lambr Frankth], e ufgetroose G. [ NW-Geinsh Mußb Haßl FR-Kindh LU-Neuhf], e ufgetruuse(nes) G. [ NW-Erph LA-Gommh], e ufgetraanse(nes) G. [ LU-Alsh Neuhf SP-Harths], e ufgetrense G. [ NW-Haßl Spey]. Die Formen des starken Partizips können als verschiedene Grade der Kontamination von ufgetroßt und ufgedunse (s. PfWB aufgedunsen) aufgefaßt werden; der Schwund von n bewirkte Längung und Nasalierung des Vokals. — Zu mhd. troʒʒen = stroʒʒen 'angeschwollen sein, strotzen', Lexer Lexer II 1533. — Saarbr. 214 ufgedrus; Bayer. I 568 gedrussen (Aschaffenburg).