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| PfWB Herrgott-donnerkeil (Bd. 3, Sp. 873) | PfWB Donner-keidel (Bd. 2, Sp. 330) | |||||||||||||||||||||||
| 1. a. 'der Blitzstrahl', -keil (-kail) [ KU-Schmittw/O FR-Bockh BZ-Dernb]; vgl. PfWB Donnerwetterkeil. — b. 'Stein- oder Eisenkeil, der dem Volksglauben nach mit dem Blitz auf die Erde niederfährt'. Insbesondere sieht man die vorgeschichtlichen Steinkeile, wie man sie an verschiedenen Stellen gefunden hat, als Donnerkeile an; vgl. Schandein Bav. IV/2, 329, PfId. 38, Dochnahl 2. Volksgl.: Zur Verhütung von Blitzschlägen mauert man über der Haustür einen D. ein [Vogelsgesang 25]. Um 1925 bewahrte eine Familie in LU-Opp einen D. [Bd. 2, Sp. 331] als Mittel zur Abwehr des Blitzes auf. Das geschwollene Euter heilte man früher durch Auflegen eines erwärmten D. [PfMus. 1884, S. 7]; vgl. PfWB Donneraxt. In LA-Mart strich man das erkrankte Euter tüchtig mit dem D. und sprach dabei die Beschwörungsformel: Wacken, Wakken, du sollst dich zum Stall nauspacken! [Franz 230]. Vgl. auch Becker Vk. 116. — 2. a. Fluchwort. Zum Dunnerkeidel! [verbr. VPf, Lambert Penns 46], -keil [fast allg.]. D. noch emol! [KB-Kriegsf, verbr., auch Don Gal Buch]. Dich sell e D. verschlache [LA-Birkw, verbr.]. Do sell e D. neifahre! [LA-Gommh, verbr.]. Heilig D.! [ KU-Bedb Gal-Falkst]. Wann den nor e D. hätt! [ FR-Bockh]. D. un zugenäht! [ Buch-Illisch]. Herrgott D.! [HB-Einöd, verbr.]. Mit D. erweiterte Fluchworte s. Gewitter-, Gewitterblitz-, Gewitterfeuer-, Gewitterherrgott-, Gewitterherrschaft-, Gewitterschlag-, Gewitterstern-, Himmel-, Himmelheilig-, Himmelheiligkreuzsternmillionen-, Himmelsakrament-, Himmeltürken-, Kreuz-, Schlagfeuer-, PfWB Sterngranatendonnerkeil. Fluch eines Vaters: E D., wu hot der Bu nore des Fluche her! [verbr. Gal Buch-Illisch Don-Gertianosch]. Die D. flien nor so in der Luft rum, wo viel geflucht wird [Kaislt, KU-Schmittw/O]. — b. Ausdruck der Überraschung und der Bekräftigung. Uf emol sa't er: Dunnerkeil! Mir kummt e Infall alleweil! [Münch Weltgesch. 42]. Wääß de D., wie alleweil unser Brunnewasser schmackt! [JKurpf. 1934, S. 87]. Bekräftigung: Des is so, D. noch emol! [Feierowend Nr. 31/1955]. — 3. a. Schimpfw. für 'schlechter Mensch'. Das esch en D. [ BZ-Stein GH-Nd'lustdt]. So e schlawohricher D., wer Schlappohren hat [ FR-Bockh]. Weck se net uf, sunscht is de Deiwel los, du D.! [Feierowend Nr. 26/1956]. — b. Pl. blooe (blaue) D. 'Kartoffelklöße' [ RO-Dörnb Teschmosch]. Syn. s. Grundbirnenknöpfe. — Südhess. I 1572/73; Rhein. I 1397, Z. 41 u. 1398/99; ElsWB Els. I 430 u. II 688; Bad. I 500/01.
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