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| PfWB Herr-gott (Bd. 3, Sp. 871) | PfWB Herr (Bd. 3, Sp. 866) | PfWB Meister (Bd. 4, Sp. 1285) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'Gott', Herrgott (ˈhärgod) [fast allg.], (hargod) [ PS-Erfw BZ-Dierb]; vgl. PfWB Gott 1. Du kannscht unserm H. danke, daß er deer des Glick erspart hot [Feierowend Nr. 28/ 1965, S. 4]. In Beteuerungen und Ausrufen: Unser H. im Himmel sell's wisse, daß ich recht hab [ PS-Erfw]. Unser H. soll mer helfe (soll mer gnädig sein) [ LU-Oggh]. Ei du mein liewer H.! [NW-Frankeck, verbr.]. Ei du mein liewes Herrgottche! [ ZW-Battw, RO-Dielkch]. O du liewer H.! [ NW-Elmst]. H., was macht eem der Wein zu [Bd. 3, Sp. 872] schaffe! [Hartmann Unkel 59]. Wenn es donnert und blitzt, droht man den Kindern: Unser H. schlagt der sein Klippel uf de Kopp [ BZ-Dernb]; der H. schlaat der e Naal (Nagel) in de Kopp [Don-Bulkes, verbr. Don Gal Buch]. Verwünschungen und Flüche: H. noch emol! [NW-Frankeck, verbr.]. H. noch enen! [ WD-Niedkch]. H., Sack uf am Bännel! [ PS-Saalstdt]. H., Dunnerkeil noch emol! [ NW-Freinsh]; vgl. PfWB Herrgottdonnerkeil. H., Gewidder noch emol! [ KL-Matzb]; vgl. PfWB Herrgottgewitter. H., Sakrament! [RO-Sippf, verbr.]; vgl. PfWB Herrgottsakrament. H., Sapperment! [verbr.]. H., Sapperlott noch emol! [ LA-Nd'hochstdt]. Ausruf der Ungeduld: H., mach emol voran! [ LU-Oggh]. H., Galoot, mach daß de loskimmscht! [ KU-Kaulb Kreimb]. Unser H. im Himmel muß doch emol e Einsehe hawwe! [ LU-Opp]. RA.: An dem hot unser H. 's Mooß verlor [Gal-Reichb, verbr. Don Gal Buch]. Denne hot unser H. gezäichelt, von einem Menschen mit einem auffallenden Gebrechen [ KU-Schmittw/O]. Er macht e Gesicht, als ob er unserm H. de Dindekrug umgeschott hätt (de Essich ausgesoff hätt), von einem Griesgram [ PS-Geisbg, Gal-Sap]. Wer nichts kann und nichts leistet, ist unserm H. sein Garnix [ NW-Haßl, mancherorts]. Wer sich um nichts sorgt, ist 'm H. sein Allerliebschder [ ZW-Battw]. Die lossen unsern H. e gude Mann sein, dass. [FR-Kirchh, verbr.]. Der Faulenzer stiehlt unserm H. de Dag ab (die Daa, die Zeit ab) [LA-Impfl, verbr., Hebel 21 Don-Schowe]. Er lebt wie de H. in Frankreich [ LU-Opp]. Dem kann unser H. aa nix recht mache, von einem Nörgler [ NW-Freinsh]. Wann denne unser H. net besser kennt, is er verlor [verbr. Gal]. Unser H. hot allerhandfor Koschtgänger, von einem Sonderling [ LU-Limbghf, KU-Schmittw/O]. Do war unser H. net deheem, darum ist es passiert [vereinzelt WPf]. Er kehrt immer dort ein, wu unser H. de Arm rausstreckt, vom Wirtshausbesucher [ GH-Kand, mancherorts]. SprW.: Unser H. kann's net jedem (net alle Leit) recht mache [RO-Dielkch, verbr.]. Unser H. läßt kän Bääm in de Himmel wachse [ BZ-Hermbghf GH-Kuhdt]. Unser H. loßt de Gääß de Schwanz nit zu lang wachse, sunscht wedelt se sich die Aage raus [ BZ-Schweighf BZ-Wind]. Was der H. will erhalle, werd weder verfriere noch verkalle (kalt werden) [ Don-Gottlob]. Die Kinn, wo mer zu lieb hot, hot unser H. noch liewer (und läßt sie sterben) [Kaislt]. Wann unser H. e Narr han will, loßt er 'me alde Mann sein Fraa sterwe [PS-Th'eischw, verbr., auch Don Gal Buch]. Unser H. strooft aach Spetter, die Totteler 'Stotterer' hat er schun (gestrooft) [Kaislt, KB-Bischh]. Unser H. strooft net streng, awwer mit de Läng [ebd.]. Wo de H. e Kapell hinbaut, baut de Deiwel e Wertshaus denewe [Land, PS-Erfw]. Wammer de H. zum Unkel hot, braucht mer net zu [Bd. 3, Sp. 873] bede [Neustdt]. Mer soll unserm H. net vorgreife (mit dem Sterben) [ KU-Schmittw/O]. Wem der H. Segen gebbt, der soll 'ne behalle, Warnung vor dem Abtreiben der Leibesfrucht [ Don-Gert, mancherorts Don Gal Buch]. Bei unserm H. isch alles meeglich [ PS-Erfw]. Mer muß unserm H. for alles danke [NW-Hardbg, verbr.]; dass. mit dem Zusatz: wann's aach e bißche mehner is [ Gal-Josbg]. Eine Ortsneckerei s. PfWB Alsenborn. KR.: Sunne, Sunne, scheine, fahr iwwer Rheine, fahr iwwer's Glockehaus, gucken drei Madame raus; die ään spinnt Seire, die ään wickelt Weire, die dritt spinnt en goldne Rock for unsern liewe H. [ NW-Geinsh LU-Opp LA-Altd]; Var. s. PfWB Puppe 2 b, PfWB Herrenhaus. Aus einem Kindergebet: Liewer H., brech mein Köppel, sunscht werr ich 'n armes Tröppel! [Schandein Bav. IV/2, S. 352]. — b. 'Christus; die gekreuzigte Christusgestalt'; das Herrgeddel [ LU-Opp]; unsern H. kisse [ NW-Geinsh]. Sie sieht aus wie unser H. am Kreiz [ KL-Weilb]. Ein Herrgottsschnitzer aus Gal-Ebenau pries seine Erzeugnisse wie folgt an: Ehr Leit, kaafen Herrgettle aus Beerebaameholz, stark wie der Deiwel! a. 1525: Item ein hültze vergült Creutz mit einem kupferin vbergulten hergott [SpeyDomKl.]. — c. 'die Abendmahlshostie'; der H. [ GH-Rh'zab]; unser H. [ IB-Heckdh]. — 2. a. 'Gegenstand übermäßiger Wertschätzung, Idol', Harrgettel [Beam Penns 50]. 's Geld is sein H. [ KU-Schmittw/O]. Ehr Mann is ehr H. [ NW-Hardbg]. — b. Neckname für die Bewohner von RO-Stahlbg (der Ort liegt hoch): die Herrgotte. — c. Schwarzer H. heißt die berühmte Weinberglage in KB-Zell. — 3. im Pflanzennamen 'm H. sein Geldbeidel 'Hirtentäschelkraut' [Wilde 105 (um Zweibr)]; vgl. PfWB Herrgottsherz. — Südhess. III 335 ff.; RhWB Rhein. III 557 ff.; Lothr. 239/40; ElsWB Els. I 246; Bad. II 642/43.
| 1. 'Gott; Christus'. Schun seit der Herr die Welt gebaut, is uns die Weltachs anvertraut [Münch Weltgesch. 12]. Zumeist in Ausrufen: Herr Gott, sag's keem Mensch!, wohl eine scherzh. Umbildung aus Sackerment [Kühn Schnitze I]. Herr Jeres! [Schandein Sprachsch. 24]. Herr un Heiland! [ KU-Schmittw/O]. O Herr un Heilann! [Schandein Sprachsch. 81]. Sonst in den Kompos. PfWB Herrgott, PfWB herrje, PfWB herrjerum, PfWB herrjesses. Eine BR. s. PfWB Flöte 1 a. — 2. 'Gebieter', Herr, Pl. Herre (här, härə) [verbr.], Har (-ā-), Pl. Harre [(1930) WD-Bub LA-Roschb GH-Hagb], Harr (har) [mancherorts SPf]. a. α. 'der Dienstherr' [verbr.]. Das Gesinde grüßt seinen Arbeitgeber: Gumorje, H.! [KB-Kriegsf, verbr., vgl. K. 126]. Syn. s. PfWB Vetter 2 b γ. Uf mein H. loß ich heit noch nix kumme [KU-Schmittw/O, verbr.]. SprW.: Wie de H., so 's G'scherr [LU-Friesh NW-Hardbg Haßl Spey, Hebel 44, verbr. Don Gal Buch]. Wann die Katz net derhem is, sin die Mais H. im Haus [ Don-Heuf, vereinzelt Don Gal Buch]. Sein eijner Knecht, sein eijner H. [Don-Tsherwk, verbr. Don Gal Buch]. VR.: Ich bin meim H. sein liewer Knecht; was ich dun, is alles recht; is net recht, so macht mer's recht, bin ich doch sein liewer Knecht [ HB-Böckw]. AR.: Eens, zwee, drei, hicke, hacke, hei! Maad, hol Wein, Knecht, schenk ein, H., sauf aus! Wer muß naus? Ich oder du? Oder 's Beckers alte Kuh? Un sell bischt du! [Horne Penns 120]. — β. 'Hausherr, Oberhaupt der Familie' [verbr.]. Solang ich H. im Haus ben, loß ich m'r nix neinredde [LA-Maik, verbr.]. Du hascht nix se saan, aweil sin ich noch H. im Haus [ KL-Reichb]. Dort is sie (die Ehefrau) H. im Haus [Bd. 3, Sp. 867] [FR-Bissh, verbr.]. RA.: Ich will emol sehe, wer H. im Haus is! saat dersell Mann; do is er unner'm Tisch gehockt [Hebel 50, Don-Gert Gal-Brig]. Ich bin de H. im Haus, bringt mer de Hut raus, weil ich nicht hinein darf [ Gal-Dornf Buch-Illisch]. — b. 'Vertreter der Behörde (bes. der Gemeindeobrigkeit)'. Die Herre owwe machen's [PS-Erfw, verbr.]. Die hohe Herre verstehn unser Bauresproch nimmeh [PfId. 165]. Die Herre komme heit zamme (zur Gemeinderatssitzung) [Pirmas]. Zs.: PfWB Brunnen-, PfWB Feuer-, Forst-, PfWB Rats-, PfWB Stadtherr. — c. 'Vertreter des geistlichen Standes', bes. 'der katholische Pfarrer'. Dort geht unser H. [verbr. SWPf KL-Reichb Alsbn, PfId. 64]. Des is e geischtlicher H. [ LU-Opp]. Zs.: PfWB Pfarr-, PfWB Domherr. — d. 'der Feudalherr'. Zs.: PfWB Vogt-, PfWB Guts-, Schloßherr. a. 1291: Ich Philippes, der herre von Bolanden vnde des riches trossheisze [OttbgUrkb. 193]. a. 1488: Wir weysen zu rechten hewt (heute) vnd alle tag, das die von Landaw oberster fawt vnd herren seyen zu Damheym [PfWeist. I 228 (LA-Dammh)]. a. 1519: die hieren [Kurpf. 884, Kirchengefälle zu Duchr]. — 3. a. 'der sozial (und kulturell) Höherstehende'. Er es e großer H. [KB-Bischh, verbr.]; de H. Parre (Lehre, Dokder, Abedeker) [verbr.]. Er schafft ins H. Paffe 'im Pfaff-Werk' [Kaislt]. RA.: Er hot mer'm H. Parre Speckgriebcher gess, wer einen Mundausschlag hat [KL-Olsbr, verbr.]. SprW.: Wann de Beddelmann sein Schulde bezahlt, is er e H. [ Gal-Brotschk]. Rätsel von der Nuß: Vier Herre in eem Haus, kener findt die Dier raus [ Don-Gottlob]. VR.: Lichtmeß, Spinne vergess, Herre bei Dag se Nacht gess [Kus]; hierzu der Zusatz: die Arme, wann se's hän [Kaislt]. Begleitender Vers bei einem Fingerspiel: Zwää Määdcher wolle Wasser hole, zwää Biebcher wolle bumbe; do guckt de H. zum Fenschder eraus un saat: Gun Dach, ehr Lumbe! [ KU-Diedk]; eine Var. s. PfWB pumpen. — b. 'höfliche Anrede für eine männliche Person', bes. in Verb. mit dem Namen oder dem Titel. Gun Dach, ehr Herre! [ NW-Frankeck, mancherorts]. Gemorje, H. Parre! Gemorje, Herr Lehre!, in jüngerer Zeit auch Gemorje, H. Miller! [GH-Minf, verbr.]. Scherzh. Anrede für den Gastwirt: H. Gaschthof! [ NW-Frankeck]. Nore langsam, H. Nochber! [Krieger 41]. Einen Kinderspruch s. PfWB Dienstag. — c. α. Uzname für die Bewohner von KL-Reichb: die Herre. — β. Verspottung der Bewohner von HB-Webh: Loweis (Luise), mach die Stalldier zu, die Kasteler Hääre kumme. — d. α. 'Tierbesitzer'; 'm Hund sein H. [verbr.]. Zs. Schafherr. In NW-Lambr wurde der Tod des Imkers von einem Verwandten den Bienen gemeldet: Der H. is dot; das sollte die Bienen vor dem Wegfliegen bewahren. — β. 'Feldbesitzer' in SprW.: De Gaarde will jeden Dag sein H. sehe [Wilde 289]. De Weingarte braucht e Knecht, [Bd. 3, Sp. 868] ke H. [Don (Steinmetz)]. — e. Bez. für einen kleinen alten Mann: de alt Häärche [ LA-Venn]. — f. 'das Entscheidende, Ausschlaggebende' in SprW.: Jung is H., denn im Alter hat man es nicht mehr so gut [KU-Schmittw/O, Hebel 46 Kühn Schnitze II 46]. Mischt es d'r H. 'ist der beste Dünger' [ WD-Niedkch]. — 4. sonstiger Gebrauch. a. H. un Bauer 'Pferd, das sowohl vor die leichte Kutsche als auch vor den schweren Erntewagen gespannt wird' [ KU-Schmittw/O NW-Geinsh]. — b. H. un Dame 'ein Gericht aus Kartoffelstücken und Mehlklößen' [ ZW-Battw]; vgl. PfWB halbleinen 2 a. — c. s. PfWB Kostherr. — Südhess. III 331 ff.; RhWB Rhein. III 550 ff.; LothWB Lothr. 239; ElsWB Els. I 367/68; Bad. II 638/39.
| 1. a. 'Handwerksmeister', Määschder (mdər, -Är, -Ä) [verbr. VPf SWPf mancherorts WPf NPf, Otterstetter 68], Meeschder [Lambert Penns 103 Krämer Gal 148], Määnschder (mndər) [verbr. nördl. WPf mancherorts mittl. u. westl. WPf vereinzelt VPf, Bertram § 170, 261 Heeger Südostpf. 12/13 Henn Mda.-Int. 268 Müller Dietschw 50 Schneckenburger 49 PfId. 94], Määnschder (mndər) [KU-Hachb Reiffb HB-Brenschb ZW-A'hornb Gr'bundb RO-Gaugrw Höring KL-Erzhs Katzw Mehlb Neukch Schrollb Weilb PS-Bobth Bundth Erfw Erlb Fehrb Geisbg V'weidth KB-Gauh Göllh Rams NW-Bobh Deidh LU-Limbghf LA-Walsh BZ-Rechtb Schweig GH-Schaidt], Maaschder (mādər, mdər) [mancherorts NPf KU-Breitb PS-Hirschth Schönau BZ-Dimb], Maanschder (māndər, mndər) [mancherorts NPf LU-Altr Christmann Kaulb 24, 88 Mang 132 PfId. 92], Maanschder (māndər, mndər) [KU-Kreimb WD-Hoof RO-Obd PS-Bruchw KB-Boland Göllh Standbl BZ-Dörrb], Meischder (maidər) [vereinzelt (nach dem Schd.)], Maaischder [ GH-Neubg]; Pl. wie Sg., mancherorts auch -schd(e)re; zur Nasalierung s. F; Zs.: PfWB Büchsen-, PfWB Lehr-, Maurer-, PfWB Schmiede-, PfWB Schneider-, PfWB Zunftmeister. Gun Dach (Gut Morge), M.! Anrede und Gruß der Lehrlinge und Gesellen an den Meister [ BZ-Annw, mancherorts]. [Bd. 4, Sp. 1286] Frau M.! Anrede der Frau des Meisters [ KU-Hinzw, mancherorts]; vgl. PfWB Meisterin. Gruß des wandernden Schmiedegesellen beim Betreten der Werkstatt: Zum Gunscht fir M. un Gesell! Ein fremder Schmied spricht um Arbeit zu [ GH-Kand]. SprW.: 's esch noch keen M. vum Himmel g'falle [LA-Roschb, verbr., auch Don Gal Buch]. Wer on de Weg baut, hot veel Määnschter [ KU-Schmittw/O]. 14. Jh.?: do soll der meinster gut for sin, ob der knecht das gelt abdete oder hinwecklieffe [PfWeist. 236 (NW-Deidh)]. a. 1425: meinster decker [LeinArch. (Löhne)]. a. 1425: eyme meinster ein dag 1 β den [ebd.]. a. 1514: geritten zu meinster Sonnenschyn [GgHospR]. a. 1514: Item 1 βδ hans zwick vor blattißgen (s. Blatteise) hat man by im geholt do der meinster gefangen warde [ebd.]. a. 1515: meinster Hans gryff ... meinster lorentzen von Danstatt [ebd.]. a. 1534: sol niemants des Nachts noch dem Nachtessen yn kheins Würtzhaus ... vnd die dienstknecht yn yr Meynsters heüser bleiben [MHVPf VII 53 (Weistum LU-Neuhf)]. a. 1539: Mainster Jorgen steinmetzen [GgHospR]. — b. 'Mensch, der in seinem Fach hervorragendes leistet; Könner' [mancherorts]; Zs.: PfWB Hexenmeister. Wer 's bescht gekennt hot, war M. [Rockhs]. — c. 'Herr, Vorgesetzter, Aufseher, Leiter' [verbr.]; Zs.: PfWB Bach-, PfWB Bau-, PfWB Post-, PfWB Brand-, PfWB Pritschen-, PfWB Bürger-, PfWB Drill-, PfWB Eich-, Flöz-, PfWB Forst-, PfWB Fron-, PfWB Gerichts-, PfWB Haus-, PfWB Hof-, PfWB Kirchen-, PfWB Kupier-, PfWB Markt-, PfWB Rent-, PfWB Ritt-, PfWB Rott-, PfWB Schacht-, PfWB Schul-, PfWB Sprach-, PfWB Spreng-, PfWB Stuben-, Stuter-, Waage-, PfWB Wacht-, PfWB Wald-, Wiegmeister. a. 1314: und mogent die mestere und die nachgebure dar zu gen mit wafene oder ane wafen [SpeyUrk. 223]. a. 1341: vmme vir schillinge penninge zur winachten zu geben deme meister in irme hove zu Obernheimbach [OttbgUrkb. 419]. Im Bes. α. 'Aufseher der Arbeitsleute' [verbr.]; vgl. PfWB Kommandiermeister. — β. Anrede des Herrn durch das Gesinde [mancherorts]; vgl. PfWB Pfetter 4, PfWB Vater 1 d, PfWB Vetter 2 b γ, PfWB Herr 2 a α, Schef. — d. 'Scharfrichter'. a. 1661: wurde er vor den Meister gestellt [Knapp 57 (KL-Ottbg Samb)]. — e. 'Schinder' in den Zs. PfWB Klee-, Wasenmeister. — 2. a. Meinschter Lambe 'Hase' [ KU-Schmittw/O]; Meischter Lambel [ KL-Schneckhs]. — b. vgl. die Zs. PfWB Waldmeister. — F.: Nasaleinschub findet sich schon in den hist. Belegen des Pfälzischen (s. o.) und im Mhd.: meinster ( Lexer Lexer I 2085). In den heutigen pfälzischen Mundarten ist Nasaleinschub oder Nasalierung (sekundäre Nasalierung) besonders vor -s und -f (vgl. PfWB Deichsel, PfWB Esel, PfWB Husten, PfWB Haufen, PfWB Meise, PfWB Meißel, PfWB Maulvoll u. a.) in der Nord- und mittleren Westpfalz zu beobachten, während in der VPf nur noch in einzelnen Fällen kleinere Inseln [Bd. 4, Sp. 1287] mit sekundärer Nasalierung bestehen geblieben sind (vgl. Bertram § 170). — Südhess. IV 619/20; RhWB Rhein. V 1056 ff.; Lothr. 355/56; ElsWB Els. I 732.
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