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| PfWB herein-schmecken (Bd. 3, Sp. 857) | PfWB schmecken (Bd. 5, Sp. 1152) | PfWB mehnzeln (Bd. 4, Sp. 1272) | |||||||||||||||||||||||||||||
| 1. a. 'auf den Geschmackssinn wirken, eine bestimmte Geschmacksempfindung hervorrufen', schmecke (megə, męgə) [verbr. ges. Pf, Schneckenburger 54 Henn Mda.-Int. 99 u. 102, Lambert Penns 136 Don [Bd. 5, Sp. 1153] Gal]; gegenüber schmacken offensichtlich jünger; vgl. PfWB hereinschmecken, PfWB schlecken, PfWB schmacken. Des schmeckt wie eingeschlofene Fieß 'schmeckt fade' [Land, Krieger 20]. Er schmeckt leer 'An dem Geschmack fehlt etwas' [ KB-Zell]. De Woin schmeckt grotzisch 'schimmelig' (grauzig) [ NW-Friedh], schmeckt no em Faß [ KU-Wolfst, KB-Otth FR-N'lein NW-Bobh BZ-O'ottb]. Die Milch schmeckt seierlich (säuerlich) [ LU-Oggh]. Wenn om was gut schmeckt, sagt mr »des mehnzelt« 'das verlangt nach mehr' (vgl. PfWB mehnzeln) [ Don-Neufutok]. RA.: Wammer wisse will, wie die Kersche schmecke, muß mer die Kinner froge [Trifels 1928 Nr. 20]. Kimmel un Korianner, schmeckt ans so gut wies anner [RO-Sippf]. Ehr Leit, ässen Grumbeere, die schmäggen wie Keschde! [Bernhard 211]. SprW.: Wenn die Maus satt is, schmeckt's Mehl bitter [ LU-Muttstdt]. Das hosche der an deine Beere abgenumm, wie annere eere schmecke 'Du weißt aus eigener Erfahrung, wie anderen zu Mute ist' [Kaislt]. — b. 'gut schmecken, munden'. Gruß- und Anredeformel beim Eintritt während des Essens: Schmeckt's? [verbr. Pf]. Grußformel beim Vorübergehen an arbeitenden Leuten, die gerade in der Eßpause sind: Na, schmeckts? [ LA-Gommh]. Aufforderung zum Essen: Loss der's schmecke! [ NW-Freinsh, KU-W'mohr]. Es schmeckt mer nit 'Ich fühle mich nicht wohl' [ LU-Rh'gönh, mancherorts]. 's schmeckt em wirrer 'Er hat wieder Appetit, es geht ihm besser' [ LU-Opp]. Des Quellflääsch hot mr awwer emol geschmeckt! [ NW-Freinsh]. Geschtern noch frisch un munder un heit schmeckt's schun wirrer [ RO-Dielkch]. Der loßt sich's schmecke 'Der greift beim Essen ordentlich zu' [ RO-Obd]. Du schmeckscht mer, sagt der Weintrinker zu einem Glas guten Weins, [ LA-Gommh]. RA.: Wann der's nät schmäckt, picksche grad Dräck mit de Hing-gl [Bernhard 211]. SprW.: Wann's am beschte schmeckt, soll mer ufheere se esse [ Don-Gert Gottlob Gal-Augustdorf Buch-Illisch Tereblestie]. Wanns em am beschte schmeckt, soll mer uffheere, später schmeckts nimmeh so gud [Krieger 45]. Wu 's net stinkt, do schmeckts a net [ Rußl-Worms]. 's schmeckt nix unversucht 'Auch an Unbekanntes soll man sich heranwagen' [ KB-Bischh, Don-Bulkes Gert Buch-Illisch]. — c. 'verdorben, schlecht schmecken'. Es schmeckt 'Es hat einen üblen Beigeschmack' [ RO-Obd]. Das schmeckt, wie wann am de Mond uf die Zung scheint, nämlich fade [Land]. — 2. 'riechen, mit dem Geruchssinn wahrnehmen' [KU-Bedb NW-Freinsh LA-Ilbh BZ-Albw, PfId. 126]; schmeckt raacherzig 'riecht nach Rauch' [ KU-Bedb]. Des heb ich net schmecke kenne [ BZ-Albw]. — 3. übertr. 'angenehm, sympathisch sein, an etwas Gefallen finden'. Du schmeckscht mir [ LU-Maud Oggh]. Den kann ich net schmecke [ BZ-Albw [Bd. 5, Sp. 1154] LU-Limbghf]. Der hot Blut geschmeckt [ BZ-Dernb]. Des schmeckt besser wie en Tritt vumme Ochs [Kamm 85]. — RhWB Rhein. VII 1449 1422ff; LothWB Lothr. 454, ALLG I 52; ElsWB Els. II 481, ALA II 148; DWB DWb. IX 961 ff.
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