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 PfWB herbsten (Bd. 3, Sp. 846)   PfWB ernten (Bd. 2, Sp. 952) 
   herbsten schw.:
1. 'die Traubenlese durchführen', herbschde [verbr., PfId. 64]; vgl. PfWB ernten. In der nächscht Woch fange mer an se h. [ RO-Odh]. Beim Herbschde kriet mer genung Hilf, weil die Leser bei der Arbeit gerne von den Früchten naschen [ KU-Schmittw/O]. In dem verregneten Jahr 1628 hat man erst nach dem 3. November zu herbsten angefangen [Niedhammer 84]. —
2. = PfWB herbsteln; 's herbscht [ LU-Oggh PS-Dahn]. — Südhess. III 309; RhWB Rhein. III 544; LothWB Lothr. 239; ElsWB Els. I 371; Bad. II 630.

 

   ernten, ernenschw.: wie schd., ernde (ärndə) [verbr.], ernə (ärne) [Danner Penns 93]. Dem Landvolk ist das Wort zu allgemein, es verwendet

[Bd. 2, Sp. 953]
lieber Ausdrücke, die auf Art und Zeit der Erntearbeit oder auf die Art der zu erntenden Pflanzen hindeuten: abmachen 1 b, c, brechen 2 b, PfWB mähen, PfWB schneiden, PfWB ausmachen I 1 a, PfWB herbsten, PfWB lesen, PfWB rupfen, PfWB fechsen, PfWB heuen. Desjohr werren mer viel Obs ernde [ LU-Opp]. RA.: Mer ernde doch ke Dank [ PS-Fehrb]. Er hot desjohr uf dem Äckerche e Deiwel voll geernt [ LU-Opp]. Des war kee Zustand, große Lorbeere se ernte [Feierowend Nr. 30/1965, S. 5]. SprW.: Was mer sät, des ernt mer [Krieger 35]. Wer Wind sät, werd Sturm ernde [ GH-Vollmw]. a. 1553: ein tag zu habern, erren und sähen helfen, item einen tag brachen, die andere zween rühren und sehen [ABlieskst 40]. Südhess. I 343, II 259; Rhein. I 257 Z. 45; ElsWB Els. I 68; Bad. I 707.