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| PfWB heraus-laufen (Bd. 3, Sp. 830) | RhWB auslaufen (Bd. 5, Sp. 195) | PfWB aus-laufen (Bd. 1, Sp. 456) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'einen Raum eilig verlassen'; aus'm Haus rauslaafe [KB-Bischh, verbr.]; vgl. PfWB herauseilen, PfWB -galoppieren, PfWB -rennen 1, PfWB -springen 1 a, PfWB -stürmen, PfWB -stürzen 1, PfWB hinauslaufen 1. — 2. 'herausfließen', vgl. PfWB herausquellen, PfWB -schaumen, PfWB -schießen, -schwappen, PfWB -spritzen, PfWB -suttchern, PfWB auslaufen 2 b. 's ganze Wasser is rausgeloffe (aus dem undichten Behälter) [ LU-Alsh]. De Rotz lääft 're zur Nas raus [ LA-Herxh]. RA.: 's Wasser laaft ääm zum Maul eraus (beim Anblick des guten Essens) [ KL-Fischb]. Ich werr mich doch net for fuffzich Penning bicke, damit mer for zwää Mark Woin owwe rauslaaft [Heimatkalender für Kaislt 1973, S. 31]. Dem laaft de Wein zu de Aage raus [Hebel 27]. De Schwääß laaft'm zu alle Knopplecher raus [PS-Geisbg, verbr.]; vgl. PfWB Brühe 5 a. 's laaft mer zum Hals eraus 'Ich bin der Sache überdrüssig' [ KB-Bubh]. — Südhess. III 286/87; Rhein. III 529 Z. 29; Bad. II 626. —
| [Bd. 5, Sp. 196]
| 1. 'hinauslaufen', von Hühnern, Vogeljungen, von der Bienenbrut, auslaafe, -lääfe [allg.]. Die Junge sein ausgeläif 'haben das Nest verlassen' [ KU-Schmittw/O]; ähnl. Die Brut 'Bienenbrut' lääft aus [ KU-Bedb], e Raupenescht is ausgeloffe [ LU-Friesh]. — 2. a. 'ausfließen', von Flüssigkeiten [allg.]. — b. 'durch Fließen leer werden', bes. vom Faß [allg.]. Ebenso vom verletzten Auge, vom Ohr bei eitriger Mittelohrentzündung, vom eiternden Geschwür, vom angebrochenen Ei [verbr.]. Loß de Käs noch e bissel a. 'Laß die Molken ablaufen', davon ausgelaafener Käs [verbr.]. RA.: Dodevun [Bd. 1, Sp. 457] laafen die Werscht a net aus 'Das kann nun auch nicht mehr viel schaden' [ FR-Bockh]. Wammer den umschmeißt, laaft er aus, von einem Trinker [ ZW-Gr'bundb]. — 3. 'ausschlagen, aufbrechen', von Knospen. Die Aa (an Reisern) laafen aus (und sind dann für die Veredelung nicht mehr zu verwenden) [ KB-Bubh]. — 4. 'sich auflösen', von der Farbe [ KU-Diedk]. Vom Toten, der bereits in Verwesung übergeht, sagt man: Er esch ausgloffe [ BZ-Stein]. — 5. 'zu Ende laufen', räumlich und zeitlich. De Acker laaft (lääft) spitz aus [allg.]; die Uhr (Pendeluhr) a. losse [allg.]. Do is ausgelaaf, wenn man den Weg nicht kennt [ ZW-Battw, allg.]. — 6. sich a. 'sich die gehörige Bewegung verschaffen' [allg.]. — RhWB Rhein. V 195/96; ElsWB Els. I 566; Bad. I 96.
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