Heide-äcker Pl.: FlN in NW-Iggb: Häärenäcker, amtl. Heidenäcker. Südhess. III 218; ElsWB Els. I 302 Z. 38. — | | PfWB PfWB PfWB Heid I [Hait Pfetterhsn. NBreis. Dü. Str. W.; Hèit M.; Hæìt K. Z. Betschd. Wörth Gundersho.; Hǽt Wh. Bühl Ndrröd. Schleit.; Pl. –ə] m. Heide, f. Heidin; einer, der wenig in die Kirche geht (Kinderspr.); Zigeuner, herumziehende Bettler: s sin Heideⁿ im Dorf Pfetterhsn. D Heideⁿfraueⁿ könneⁿ Karteⁿ schlaujeⁿ Karten schlagen (zum Wahrsagen) Brum. Rda. Iⁿ hundert Joʰr(eⁿ) kummeⁿ d Heideⁿ um die Zukunft wollen wir uns nicht bekümmern Bf. U. ‘auffs ander Jar kommen die Heyden’ Fisch. Garg. 30. Im Jahr 1418 erschienen die ersten H. in der Umgegend von Str. Erw. 1839, 176. ‘Es gieng uf ein mal ein tütscher Walch und ein zigeiner oder ein heid, wie man sie dann nent, uber felt’ Pauli 232. Zss. Heideⁿmann, –frau Wh. Heideⁿ vielfach auch vorgesetzt zur Verstärkung: e Heideⁿgëld, e Heidenarweⁱt, e Heideⁿspektakel, e Heideⁿpläsier, e Heideⁿlärm; oder um etwas Uraltes zu bezeichnen: Heidenacker im Gemeindebann von Heiligenberg; ein andrer heisst hier Götzenacker; Heideⁿbad Wasserfall im St. Amarinthal hinter Wildenstein; Heideⁿbërg bei Bad Sulzmatt; Heideⁿbrünnel bei Buchsw.; Heideⁿbuckl zwischen Winzenh. und Wettolsh.; Heidenbühl bei Ndrmorschw.; Heideⁿfëld bei Felleringen; Heidenflühe im Jura südl. von Pfirt; Heidenkirche Trümmer einer gotischen Kirche bei Ratzw.; Heidenkirchlein Trümmer einer Kapelle mit zierlichen gotischen Türmchen in der ehemaligen Abtei Neuenburg; Heideⁿkopf Berg zwischen Girbaden und Klingenthal, auf dem Gipfel Trümmer, welche Heidenschloss heissen; Heideⁿloch unterirdische Kammern in einem Hügel bei Hangenbieten, Heideⁿlöcher solche bei Hohatzenheim; [Bd. 1, Sp. 303a]
Heidenmauer celtische Lagermauer auf dem Odilienberg; Heidenrücken Berg in der Wolmse, im Münsterthal (Grossthal); Heidenschanz Mauerüberreste, wahrscheinlich aus der Römerzeit bei Ndrottrott; Heidenweg oder Römerweg, eine mit breiten Quadern gepflasterte Strasse auf den Odilienberg. Vgl. auch G. Stoffel, Topogr. Wörterbuch des Ober - Elsasses, 2. Aufl. Mü. 1876. — Schweiz. 2, 985. Schwäb. 269. Bayer. 1, 1052. † | | PfWB Zigeuner-sche -ərə, –ə(r) Mosfrk, Rip f.: 1. Zigeunerin Allg. RA.: Wenn en Z.sche kömmt en et Hus, do geht Gott möm Segen rus MGladb-Rheind. — 2. übertr. a. Frau, Mädchen mit dunkler Hautfarbe Sieg-Ägid. — b. verächtl. α. wildes, ausgelassenes Mädchen Rheinb-Kirchh Queckenbg. — β. schmutziges, unordentl. Weib May-Kottenh, Schleid-Hostel. |
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