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| PfWB Haus-teufel (Bd. 3, Sp. 726) | PfWB Ge-schirr (Bd. 3, Sp. 246) | PfWB Gauls- (Bd. 3, Sp. 69) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'wer die anderen im Hause ärgert und plagt', Hausdeiwel [verbr.]; oft in der Gegenüberstellung: Gasseengel — H., vgl. PfWB Gassenengel. Auch von Kindern, die in fremden Häusern artig, daheim aber unartig sind. — 2. 'zänkische Ehefrau' [verbr.]. Syn.: PfWB Aas 3, PfWB Aaskaute, PfWB Abbiß, PfWB Auter, PfWB Beißzange 2, PfWB Burgunderhexe, PfWB Teufelsgeiß, -luder, -(weibs)mensch, PfWB Tier 3 a γ, PfWB Drachen 2 a, PfWB Evasrippe, PfWB Fegefeuer 2, PfWB Fell 4 a, PfWB Felleisen 2, PfWB Feuereisen, PfWB Furie 3, PfWB Gästin 1, PfWB Gelbseicherin, PfWB Geschirr 2 b β, PfWB Hauskreuz 1, PfWB -laster, PfWB -tier, PfWB Hexe 2 a, Hoden- [Bd. 3, Sp. 727] ![]()
| 1. 'Koch- und Eßgeräte', G(e)schärr (gəär, gär, zu -(ə)- s. PfWB Geschichte) [fast allg.], (gäÄr) [verbr. NWPf Pirmas mittl. VPf (Bertram § 247)], (gäÄ) [ KL-Lind Kaislt], G(e)scharr (-ar) [RO-Rehborn verbr. Grenzorte zum Elsaß BZ-Dierb Beam Penns 46]; 's G. sammestelle, abraame, spiele 'spülen', abtrickele 'abtrocknen' [verbr.]; erde(nes) G., borzelline(nes) G. 'Porzellangeschirr', bleche(nes) G. [verbr.], stäine G. 'Steingutgeschirr' [ KU-Schmittw/O]; G. for die Buppekich [ PS-Erfw]; Eckschrank mit dem geblimelte G. [Hartmann Unkel 65]. Zs.: Blech-, Email-, Essen-, Koch-, PfWB Küchen-, PfWB Milchgeschirr. Volksgl.: Wann uf ener Hochzet G. verbrecht, bedeit's Glick [ KU-Herchw]. — 2. a. 'Seil- und Riemenwerk zum Anspannen der Zugtiere' [verbr.]. Zs.: After-, Pferds-, Brust-, Vorder-, PfWB Gauls-, Hinter-, Hunds-, Kopf-, PfWB Kuh-, Raffel-, PfWB Rück(en)-, Seiten-, PfWB Sielen-, PfWB Silbergeschirr. Der Gaul leet sich ins G. 'zieht gut' [verbr.]. 's G. hot de Gaul wund gerebb [ KU-Schmittw/O]. RA.: ins G. gehe 'tüchtig arbeiten' [ ZW-Battw LU-Altr]; sich ins G. lee, dass. [verbr.]; immer im G. hänge 'dauernd arbeiten' [vereinzelt]; immer im G. leie, dass. [verbr. NWPf]; immer im G. sein, dass. [verbr.]; immer im G. stecke, dass. [KU-Kaulb SOPf]; sich for äne ins G. leche 'sich für jemand nachdrücklich einsetzen' [ LU-Böhl]. 's G. mißt bei'm annerscht rapple 'Er müßte sich mehr anstrengen' [ LA-Nußd]. — b. 'landwirtschaftliches Gerät (Wagen, Pflug, Arbeitsgeräte)' [verbr.]; 's G. rischde (für die Weinlese) [Keiler 117]. Zs.: Pflug-, Dengel-, Trag-, Fuhr-, Lumpen-, Schäsen-, Wagen-, Wingertgeschirr. In der Verb. Schiff un G. 'landwirtschaftliche Geräte' [ LA-Venn], 'Gegenstände des haus- und landwirtschaftlichen Gebrauchs' [ PS-Th'eischw]. SprW.: Wie de Herr, sou 's G. [NW-Geinsh, verbr., auch Don Gal Buch]. Die Eh (Homonym: 'Ehe' und 'Egge') is e Stick G., wo en Mann dran zu trage un en Gaul dran zu ziehe hot [ NW-Bobh]. a. 1529: von den pferden auch schiff vnd geschirr zu beschlagen in der Eern (Ernte) [GgHospR]. a. 1599: welcher mit Zweyen oder Dreyen geschirren in walt führe vnd aynung 'Satzung' breche, der soll gestrafft werden, so manch geschirre so manch aynung desselben orths [DirmstAWeist. (Dackenheim)]. a. 1683: mit geladenem geschir durchfahren [PfWeist. II 692 (KB-Göllh)]; vgl. auch das Beispiel bei einzelingen. — c. 'handwerkliches Gerät'. SprW.: In jedem Handwarrick schafft mer immer besser mit seim eegene G. [PennsDeitschEck 27.2.1954]. Mein Kihhorn un [Bd. 3, Sp. 247] mein Geschelstock das is mein ganz G. (sagt der Hirtenjunge von sich) [Schandein Ged. 17]. — Im besonderen: α. 'Werkzeug des Maurers' [ RO-Bistschd KB-Kriegsf]. Zs. Maurergeschirr. — β. 'Werkzeug des Schusters' [Zahn Pläsier 284]. — γ. 'am Webstuhl der Teil, der die Kettenfäden so emporhebt, daß sie mit den nicht angehobenen Kettenfäden eine Öffnung bilden, durch die das Schiffchen den Schußfaden zieht' [(1900) KU-Kaulb]. — δ. Zs.: Arbeits-, Dreh-, Heb-, Metzger-, Schaff-, Schlacht-, Schmiede-, PfWB Zimmergeschirr. — d. 'sonstiges Gerät'; vgl. PfWB Zeug. α. 'Fischfanggerät'. a. 1495: ein abganckh 14 schuh breit durch die Mülausser bach biß in die Agams lach vnuerspert (unversperrt) oder vnuerleit (unverlegt) mit reußen oder anderem geschier [PfWeist. I 357 (LU-Edigh)]. Zs.: PfWB Angelgeschirr. — β. 'Weingefäß'. a. 1465-70: So mage er Ime das geschyrre, do er den wine Intreit, nemen [SpeyHochst., Bl. 24]. — γ. 'Gerät zum Prügeln'. a. 1314: Wer einen sleht mit stecken, kolben, wafen, steinen eder anderm geschirre [SpeyUrk. 216]. — δ. Zs.: Brumm-, Brunz-, Tauf-, Faß-, PfWB Futter-, Kau-, Keller-, Mühl-, Nacht-, Spielgeschirr. — 3. a. 'weibliche Person', abfällig, Schimpfw. [verbr.]; e lang G. [RO-Münstapp]; e tappich G. [ ZW-Battw]; e ingebildt G. [ RO-Hochst]; e faul(es) G. [mancherorts]; e alt(es) G. [verbr.]; vgl. PfWB Gesteck 2. Das faul G. moon (mag) käin Strimp stoppe [ KU-Schmittw/O]. — b. 'Liebste; Ehefrau', scherzh. Er hot sein alt G. wirrer 'verkehrt wieder mit dem Mädchen, von dem er sich getrennt hatte' [ FR-Albsh]. Bischt du mei Gretche? Alt G.... [Siebenlist 33]. — 4. 'Scheide der Frau', abfällig [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB Bunz. — Südhess. II 1286/87; RhWB Rhein. VII 1152/53; LothWB Lothr. 199; ElsWB Els. II 429; Bad. II 384.
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