Haus-teufel m.: 1. 'wer die anderen im Hause ärgert und plagt', Hausdeiwel [verbr.]; oft in der Gegenüberstellung: Gasseengel — H., vgl. PfWB Gassenengel. Auch von Kindern, die in fremden Häusern artig, daheim aber unartig sind. — 2. 'zänkische Ehefrau' [verbr.]. Syn.: PfWB Aas 3, PfWB Aaskaute, PfWB Abbiß, PfWB Auter, PfWB Beißzange 2, PfWB Burgunderhexe, PfWB Teufelsgeiß, -luder, -(weibs)mensch, PfWB Tier 3 a γ, PfWB Drachen 2 a, PfWB Evasrippe, PfWB Fegefeuer 2, PfWB Fell 4 a, PfWB Felleisen 2, PfWB Feuereisen, PfWB Furie 3, PfWB Gästin 1, PfWB Gelbseicherin, PfWB Geschirr 2 b β, PfWB Hauskreuz 1, PfWB -laster, PfWB -tier, PfWB Hexe 2 a, Hoden- [Bd. 3, Sp. 727] kopf, Hund, Hyäne, Kanaille, Kneisel, Krachbüchse, Krappen, Kratzbürste, Laster, Luder, Lumpenmensch, -tier, Massik, Mensch, Motte, Natter, Rabenaas, Rippe, Satan, Schindaas, -luder, -krappen, Schlange, Schnalle, Schnärre, Spitzbübin, Xanthippe, Zange, Zecke. — Südhess. III 190; RhWB Rhein. III 364/65; Lothr. 254; ElsWB Els. II 657; Bad. II 584/85. | | Hex [hèks, Pl. –əⁿ allg.] f. Hexe: das isch e H., vor der muschte dich in Acht neme Fo. Schwarzi H.! rodi H.! Schimpfworte Ri. Man denkt sich die Hexen als häßliche, alte Weiber und sieht neben den Zigeunerweibern auch die Judenfrauen als Hexen an. Es wird von ihnen behauptet: Se konne Kronkheite heile, verlorne Sache usfennich mache, Diebe uskluge, Gehämnisser erusbrenge u. s. w. Lix. Aberglaube: Wonn de Nahglock (Nachtglocke) gelut hat, noh hon de H. Gewalt; wonn's Dachglock lut, noh konne se nix meh mache Lix. Wo mer de H. kenne will, noh muss m'r ufpasse, wel das (weil sie) en der dunkel Naht de Mischthufe sesomme kehre Lix. Wenn eine H. im Haus ist und man legt das Brot verkehrt (innen-owe), dann kann sie nicht hinaus; oder man stellt einen Besen umgekehrt hinter die Stubentür, dann muß sie drin bleiben. — Am 1. Mai besprengen viele Leute ihr Haus mit Weihwasser, um es gegen H. zu schützen Ett. — Nach dem Abendläuten werfen manche Leute geweihtes Salz in die Milch, die bei ihnen geholt wird, sonst könnte jemand das Vieh verhexen. — Hat eine Kuh gekalbt, dann darf aus demselben Grunde in dem Hause eine Zeitlang nichts ausgeliehen werden. — Wenn ein Finger schmerzt, beschwört man das Weh mit den Worten: Hex de Bex, iber mór isch alles weck Lan. — Zss. |