Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Haube (Bd. 3, Sp. 695)   PfWB Bätz-haube (Bd. 1, Sp. 610)   PfWB Haube (Bd. 3, Sp. 695) 
   Haube f.:
1.
a. 'Frauenhaube', Bestandteil früherer Frauentracht, Haub (haub), Pl. Hauwe [(1925) verbr., auch Don Gal Buch Rußl], Dim. Haibche (haibχə) [verbr. WPf NPf vereinzelt nördl. VPf], Haibel (haibəl) [verbr. VPf Ost-PS]; über Trachten s. Becker Volkstr. 108 ff. Zs.: PfWB Bätzel-, PfWB Bind-, PfWB Taffet-, PfWB Flättcher-, PfWB Flatter-, PfWB Großmutter-, Haar-, PfWB Saumagen-, PfWB Schlaf-, PfWB Spitzen-, PfWB Weiber-, PfWB Ziehhaube. RA.: Sie kummt unner d' H. 'Sie heiratet' [LA-Maik, verbr.]. Er schafft sich unner die H., dass. [ HB-Nd'bexb]. Sie geht unner die H., dass. [ ZW-Bottb LU-Limbghf BZ-Dernb]. Die mißt mer unner die H. bringe [ KL-Reichb KU-Schmittw/O BZ-Dernb]. Die g'heeren unner d' H. [ LA-Venn]. Die is aach schun unner der H. [ KB-Weihf KL-Ottbg FR-Carlsbg LU-Limbghf]. a. 1792: Einem auf der Haube sein 'genau beobachten' [Klein Prov. 187]. Brauchtum: Zu vorgerückter Stunde der Hochzeitsfeier wird der Kranz vom Haar der Braut abgenommen; an seine Stelle kommt die H. als Zeichen der Hausfrauenwürde [PfMHk. 1925, S. 169]. —
b. 'Häubchen des Kleinkindes', vorn. 'Taufhäubchen', Haibche, Haibel [verbr.]. —
c. s. PfWB Pickel-, PfWB Bienen-, PfWB Sturmhaube. —
2.
a. 'Federschopf bei Tauben und Hühnern', Haibche [ KL-Lind], Haiwel [ Rußl-Katharinenth Sulz]; vgl. PfWB Haubenhünkel. Einen VR. s. PfWB Bohne (I 1076, Z. 32). —
b. 'Netzmagen beim Rindvieh', Haub [ WD-Niedkch RO-Bistschd KB-Kerzh GH-Schwegh]. —
3. s. PfWB Floh-, PfWB Glücks-, PfWB Nebelhaube. — Südhess. III 158/59; RhWB Rhein. III 306/07; LothWB Lothr. 233 Hauf; Bad. II 572/73.

 

  Bätz-haube f.: = PfWB Bätze. Die Brill un Betzhaub uf em Kopp [Croissant 41]; vgl. PfWB Bätzelhaube.

 

   Haube f.:
1.
a. 'Frauenhaube', Bestandteil früherer Frauentracht, Haub (haub), Pl. Hauwe [(1925) verbr., auch Don Gal Buch Rußl], Dim. Haibche (haibχə) [verbr. WPf NPf vereinzelt nördl. VPf], Haibel (haibəl) [verbr. VPf Ost-PS]; über Trachten s. Becker Volkstr. 108 ff. Zs.: PfWB Bätzel-, PfWB Bind-, PfWB Taffet-, PfWB Flättcher-, PfWB Flatter-, PfWB Großmutter-, Haar-, PfWB Saumagen-, PfWB Schlaf-, PfWB Spitzen-, PfWB Weiber-, PfWB Ziehhaube. RA.: Sie kummt unner d' H. 'Sie heiratet' [LA-Maik, verbr.]. Er schafft sich unner die H., dass. [ HB-Nd'bexb]. Sie geht unner die H., dass. [ ZW-Bottb LU-Limbghf BZ-Dernb]. Die mißt mer unner die H. bringe [ KL-Reichb KU-Schmittw/O BZ-Dernb]. Die g'heeren unner d' H. [ LA-Venn]. Die is aach schun unner der H. [ KB-Weihf KL-Ottbg FR-Carlsbg LU-Limbghf]. a. 1792: Einem auf der Haube sein 'genau beobachten' [Klein Prov. 187]. Brauchtum: Zu vorgerückter Stunde der Hochzeitsfeier wird der Kranz vom Haar der Braut abgenommen; an seine Stelle kommt die H. als Zeichen der Hausfrauenwürde [PfMHk. 1925, S. 169]. —
b. 'Häubchen des Kleinkindes', vorn. 'Taufhäubchen', Haibche, Haibel [verbr.]. —
c. s. PfWB Pickel-, PfWB Bienen-, PfWB Sturmhaube. —
2.
a. 'Federschopf bei Tauben und Hühnern', Haibche [ KL-Lind], Haiwel [ Rußl-Katharinenth Sulz]; vgl. PfWB Haubenhünkel. Einen VR. s. PfWB Bohne (I 1076, Z. 32). —
b. 'Netzmagen beim Rindvieh', Haub [ WD-Niedkch RO-Bistschd KB-Kerzh GH-Schwegh]. —
3. s. PfWB Floh-, PfWB Glücks-, PfWB Nebelhaube. — Südhess. III 158/59; RhWB Rhein. III 306/07; LothWB Lothr. 233 Hauf; Bad. II 572/73.