hätscheln schw.: 1.a. 'liebkosen', hätschele (hędələ) [verbr.]. Sie hot ehr Kind alsfort gehätschelt [ KU-Frohnf]. — b. 'verwöhnen' [ BZ-Hofstätt]; vgl. PfWB verhätscheln. — c. 'gute Worte geben' [ NW-Kallstdt]. — 2. 'unter den Flügeln wärmen'; die Hinkelcher h. [ KU-Patb KL-Alsbn KB-Gauh]; vgl. PfWB hutscheln. Syn. s. PfWB haudern. — Südhess. III 155/56; RhWB Rhein. III 302; LothWB Lothr. 232; ElsWB Els. I 393; Bad. II 571. | | NRhWB PfWB haudern Hunsr, Kreuzn haudərə, –ǫu-, -ǫur-; uMos von Wittl an, May, Neuw (nicht kurköln.), Daun, Prüm -oud- schw.: 1.a. ursprüngl. kleine Schiffe durch Pferde (auch durch Menschen), die an lange Taue gespannt waren, vom Strand aus fortbewegen; für Lohn Reisende fahren (ganz veralt.). Neben der Feldarbeit mit dem Gespann für andere Leute um Geld u. Lohn Fuhren unternehmen, bes. Holzfahrten Allg. — b. bei schlechtem Wetter oder schlechtem Gespann fahren; sech ebbes zerecht h.; der haudert sei Perd kapot Allg. — 2. übertr. a. schwer arbeiten müssen; alles auf einmal machen wollen; bei den däht ich mich nit verdinge, bei dem werd nit geschafft, do werd nore gehaudert Simm-Laub, Allg.; mer mussen ält h. von enem Dag op den annern Prüm-Rommersh, Allg. — b. er haudert ist sehr darauf bedacht, etwas zu verdienen, bes. durch Lohnfahrten Kreuzn; der hat vill zosammegehaudert gespart, zusammengeschrappt Koch-Lutzerath. — c. sich rauh u. ungebildet anstellen Zell-Aldegund. — d. umherrennen Koch-Greimersbg. — e. scherzh. stehlen Kobl-Vallendar. — Abl.: die Hauder(er)ei, dat Gehauder(sch). |
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