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 PfWB Hannes (Bd. 3, Sp. 658)   PfWB Pfad (Bd. 1, Sp. 780)   PfWB Wald-pfad (Bd. 6, Sp. 1023) 
   Hannes m.:
1.
a. Kurzform für PfWB Johannes, Hannes (hḁnəs, seltener hanəs) [verbr.], Dim. Hännes'che [Schandein Ged. 238], Hannessi [ KU-Schmittw/O Roth]; vgl. PfWB Hans 1 a. Das Wort wird meist scherzh.-spött. und in festen Prägungen gebraucht: Wann unser H. morje frih noch so redt, es er e Narr [ KB-Marnh]. Wann der sich net widder verschloft, will ich H. haaße [ KU-Kaulb Kreimb]. Er hot e Batsch kriecht, die hot H. gehääße [ GH-Zeisk]. Sie hat'm vum hooriche H. seine Knepp gebb 'Sie hat ihn verhauen' [ IB-Hass]. De H. is e Ehremann, wammer'n in e Kornacker stellt (Wortspiel Ehrenmann - Ährenmann) [ KU-Schmittw/O]. H., stei uf, mer dreschen, das Ganze s. PfWB aufsteigen 2 a. H., was schaffscht dann?Ei nix, Mutter.Un du, Peder?Ei, ich helf 'm H. [ Gal-Bagbg, KL-Fischb]. VR. mit H., Trawannes s. PfWB tapfer 1, PfWB Trawannes; andere VR. s. PfWB Pfad 2, PfWB Bohnenschisser.
b. Tiername in der Kinderspr.
α. für das Kalb, Hännes'che [ KU-Ehw]. —
β. für den Hund, Hannes [ LU-Alsh]; vgl. PfWB Hans 1 c β. —
2.
a. e feschder H., e guder H., von einem kräftigen, bzw. gutmütigen Mädchen [ LA-Wollmh]. —
b.
α. H. owwenuf 'eingebildeter Mensch' [KU-Trahw Hebel 17]. —
β. 'leichtgläubiger Mensch'. Er es e H. [ RO-Dielkch]. —
c. s. die Zs. PfWB Bampel-, PfWB Blech-, PfWB Polter-, PfWB Puppen-, PfWB Tapp-, PfWB Disputier-, PfWB Dreck-, PfWB Frier-, PfWB Geißen-, PfWB Gift-, PfWB Hohl-, PfWB Klabaster-, PfWB Kütter-, PfWB Luft-, PfWB Lügen-, PfWB Sau-, PfWB Schinder-, PfWB Schlapp-, PfWB Schnapp-, PfWB Schnudel-, PfWB Stolper-, PfWB Storger-, PfWB Stotter-, PfWB Strampel-, PfWB Wochen-, PfWB Wurst-, PfWB Zunderhannes. — Südhess. III 116 ff.; RhWB Rhein. III 231 ff.; LothWB Lothr. 229.

 

  Pfad m.:
1. 'Pfad zwischen zwei Beeten im Garten', Pad, Padd, s. F. [allg.]; oft im Dim. Pädche, Pädelche, Päddel; Pädcher trede 'durch Fußtapfen das Gartenland in Beete einteilen' [nördl. VPf]. RA.: Der hot Fieß (Schuh) for Pädcher se trede, von großen, breiten Füßen (Schuhen) [Kaislt, allg.]; vgl. PfWB Pfädeltreter. Sie guckt sich e Pädche noo'm aus 'hält lange vergeblich nach ihm Ausschau' [Kus]. In KU-Liebsth nennt man auch die beim Bohnenlegen mit der Hand gezogenen Furchen Pädcher (Angaben für 1930); vgl. PfWB Bohnenfurche. — Zs. PfWB Gartenpfad. —
2. 'unbefestigter Fußgängerweg durch Feld, Wiese, Wald' [allg.]; de Pad (Padd) gehe 'einen bestimmten Pfad entlang gehen' [allg.]. Zs.: PfWB Wald-, PfWB Wiesenpfad. Vgl. auch PfWB Sau-, PfWB Lauspfad. a. 1329: den pat hinvz (hinaus) [Niedhammer 51]. a. 1448: die phade sollen han drittehalben fusz in der breiden [Grimm Weist. V 601 (Rechte der Abtei Limburg)]. a. (nach 1485): ein pfadt für vnd für [PfWeist. I 226 (NW-Dackh)]. — VR.: Dort unne, dort owwe, wo de Linnebaam steht, dort wo der des Pädche an Hannarems annegeht, dort steht der das Gretche in frohem Mut, un steckt der dem Hannes e Sträußche an de Hut. Ach Gretche, ach Gretche, des dät ich doch net, er roppt dich un zoppt dich un maan dich doch net [F. Heeger in Feierowend 1950 Nr. 8]; Var. s. bei PfWB Bellenbaum. —
3. 'der für die Fußgänger bestimmte Seitenteil der Straße' verbr., s. K. 34 bei Perme. Zs.: PfWB Nebenpfad. —
4. FlN einer sehr fruchtbaren Gewanne in LA-Nd'hochstdt; mit Anspielung darauf die RA.: Er esch gut 'zahlungsfähig', er esch vun Hauscht, er hot e Äckerle am Pad. a. 1612: wingart ... geforrcht oben der Padt [DisibSchR (RO-Odh)]. — Das Wort erscheint in vielen zusammengesetzten und zweigliedrigen FlN: Allmend-, Bangerts-, Berg-, Bernel-, Born-, Brot-, Buben-, Ebers-, Eberts-, Enten-, Esels-, Faul-, Finken-, First-, Franzosen-, Fuß-, Gäßchens-, Geißels-, Gerichts-, Gerings-, Geroldis-, Gerolds-, Gippen-, Golden-, Grund-, Hagen-, Hälden-, Hart-, Hasen-, Häuser-, Hecken-, Heer-, Herren-, Hohlbaum-, Hunds-, Hünkels-, Hut-, Hütten-, Jakobs-, Juden-, Karle-, Katzen-, Kiesel-, Kirchen-, Klausen-,

[Bd. 1, Sp. 781]
Kloster-, Kreuz-, Kuckucks-, Lechen-, Lein-, Letten-, Liß-, Loch-, Lohe-, Lucies-, Mandel-, Mark-, Mühl-, Nacker-, Nonnen-, Not-, Olig-, Pilger-, Reit-, Reiter-, Renn-, Rinds-, Roß-, Scheid-, Schild-, Schlee-, Schmalen-, Schmidten-Schnecken-, Schweins-, Stecken-, Steigel-, Stickel(s)-, Stiegel-, Tretschen-, Trompeters-, Warten-, Wein-, Wiesen-, Wingerts-, Zwerchpfad; Gottesacker-, Kloster-, Kriegs-, Woogpfädlein; Bänninger, Berschweiler, Bexbacher, Bierbacher, Bolander, Bornheimer, Freinsheimer, Freundisch, Glashütter, Häsler, Heuchelheimer, Kirkeler, Kleiner, Pfriemer, Reformierter, Reinharder, Römischer, Roter, Seebacher, Simter, Sprenger, Steigener, Sulzhofer Pfad. — F.: WPf, nördl. u. mittl. VPf haben gedehnten Vokal; in der südl. VPf einschl. Ostteil von PS ist die alte Kürze erhalten; nördl. Außenorte der Kürze für 1937 sind nach Bertram 21: GH-Lingf Weingt LA-Kl'fischl Gr'fischl Venn Maik Mart. Die Dehnung ist im Vordringen, vgl. Bertram a. a. O. Im größten Teil der WPf und in der nördl. u. mittl. VPf (ebenso fast durchweg bei den Auslandspfälzern) gilt pd, in Kaislt u. Umg. pād, in der südl. VPf pad. Pl.: pd bzw. pęd. Dim. Sing.: pdχə, pędl (pęðl, pęrl), Pl.: pędχər, pędəlχər, pędliχ, pędlə, Verbr. wie bei Bäumchen, s. K. 27. — RhWB Rhein. VI 643 ff.; ElsWB Els. II 132; Bad. I 182; Hess.-Nass. II 573/74.

 

  -pfad m.: 'schmaler Pfad im Wald', -pad

[Bd. 6, Sp. 1024]
[ KU-Schmittw/O RO-Dielkch LU-Altr]. —