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| PfWB hängen (Bd. 3, Sp. 651) | PfWB hinein-hängen (Bd. 3, Sp. 1023) | |||||||||||||||||||||||
I. intrans. 1. 'schwebend herabhängen', hänge (hęŋə, hęŋgə, heŋə, heŋgə) [weithin herrschend], hinge (hiŋə, hiŋgə) [RO-Rehborn Sippf mancherorts südl. VPf]; Part. Perf.: gəhang (gəhḁŋg) [ KL-Morlt Kaislt KB-Niefh], gehong (gəhǫŋg) [verbr. Gal], gehung (gəhuŋg) [verbr. WPf NPf], g(e)hange (gəhaŋgə, kaŋgə) [verbr. mittl. u. südl. VPf], g'honge (kǫŋgə) [verbr. mittl. u. südl. VPf Lambert Penns 80]. 's Bild hängt an der Wand [ NW-Kallstdt, allg.]. Do hinne hinkt e Butze 'eine schwarze Regenwolke' [KL-Stelzbg, verbr.]. Die Wolke hängen hunne [LU-Alsh, verbr.]. Die Wiss hängt am Berg, von einer Hangwiese [ KU-Kaulb Kus]. De Korb henkt em Arem [ KB-Biedh]. Dem Mann hinkt der Schnorres iwwer's Maul [ RO-Rehborn]. Iwwer de Hausdheer (war) e Schild mit Girlande ghanke [Hartmann Unkel 52]. Sein Anzug is zu groß, er hängt nor so [ KB-Weihf, KU-A'glan Diedk KL-Hütschhs FR-Albsh BZ-Albw]. Do waren manchmol die Wingert voll Trauwe gehange, un bis de Herbscht war, war alles rappelderr [ NW-Gimmdg]. RA.: Er määnt, de Himmel hängt voll Baßgeije [ZW-Hornb, verbr.]. Er glaabt, do hänge die Stange voll Wärscht [ KL-Reichb]. Denewe henkt am Zappe miehlich groß e Kumpe Schmalz [Kühn Schnitze I 205]. 's hängt mer hinne wie e Pund Woll, vom starken Stuhldrang [KL-Landstl]. Dem hängt die Hand gar locker, von einem, der gern zuschlägt [ RO-Semb]. Die hen- [Bd. 3, Sp. 652] ken an'm wie e Klett [NW-Hardbg, verbr.]. Das Mammekindl hängt seiner Mutter de ganze Dag am Rock [Frankth, verbr.]. Ich han am erschde Gleich gehunk 'Ich war bei meinem Vorgesetzten gut angeschrieben' [ KL-Weilb]. Wann er die Hand ausstreckt, hängt an jedem Finger e Mäde [ KU-Bedb]. Dem hängt de Mache (Magen) nor noch ame Nähtsfädel, von einem Hungrigen [SOPf]. Mein Herz hängt numme noch am e Nähtsfädel [Zahn Pläsier 48]. Dem Verliebten hänken siwwe Sunne am Himmel [ Gal-Bagbg, mancherorts Don Gal Buch]. Das hängt do wie de Schelm am Galje, was nicht ordentlich aufgehängt wurde [ KU-Kaulb]. Alde Freind un gude Speezel hänke mer schun lang am Buckel 'bedrängen mich' [Keiler 1]. Antwort auf die lästige Frage, wo ein bestimmtes Ding sei: Uf meim Buckel hängt's [KU-Bedb, verbr. Don Gal Buch]. Sein Geldbeidel hängt uf de Trickel 'Sein Geld ist alle' [ ZW-A'hornb KU-Heinzhs]. Die Zung henkt'm uf de Borrem, vor Anstrengung [ ZW-Battw]. Er henkt aus de Hasele, wer zerlumpt daherkommt [ GH-Hördt]. Hinner'm Owe henke Strimp, Mahnung zur Vorsicht beim Gespräch, weil Kinder mithören könnten [Kaislt]. Die zwää henken im Käschdel, vom Aufgebot im Kasten des Standesamtes [ BZ-Steinf]. Er hängt en seine Klaarer (Kleider), weil sie ihm zu groß geworden sind [KB-Mauchh, verbr.]. Er hängt wie in Droht (Draht), von einem beweglichen Menschen [ ZW-L'wied]. Er hingt de ganze Daa im G'scherr 'ist den ganzen Tag tätig' [ BZ-Dierb Dernb]. Er hängt im Tee 'ist betrunken' [ PS-L'mühl LA-Kl'fischl]. Das hängt kääm Bauer ins Kraut 'stört keinen Menschen' [ GH-Kand]. Immerzu haben die Kinder e Stick Kuche zwische de Zähn henke [Zahn Pläsier 165]. Rätsel vom Handtuch: 's hängt an de Wand, dem geww ich alle Daach die Hand [ LU-Opp]. 's hängt an de Wand un glitzert wie e Silwerband (der Nasenschleim an der Oberlippe) [ KU-Bedb Kaulb.] VR.: Kathrinelies, Kathrinelies, geh mit mer in die Hasselniß; sie hänge so voll, mer weeß nit, wu mer breche soll [Wilde 94]. Vgl. auch den KR. bei bilam. a. 1582: (neun gemarcksteine), derren einer zum theill steht zum theill hengt [PfWeist. II 518 (FR-Flomh)]. a. 1619: derselbe (stein ist) vf ein seit gehunckhen, ist er wieder vfgerichtet worden [GdArch. von KL-H'spey]. — 2. a. '(jemand, etwas) zugetan sein, (in jemand) verliebt sein'. Was der Bu an dem Mädel hinkt! [ BZ-Dernb]. Die hängen an ehrem Gerschtl 'an ihrem Besitz' [Zahn Pläsier 105]. Sie henkt'm in de Aage 'Er ist verliebt in sie' [ NW-Geinsh]. — b. '(bei jemand) verschuldet sein'. Er henkt bei Gott un de Welt [ NW-Hardbg]. — II. trans. 1. 'etwas anhängen'. 's Bild an die Wand hänge [ NW-Kallstdt, allg.]; die Kläärer an die Luft henke [NW-Wachh, verbr.]; die Sau uf die Lääder [Bd. 3, Sp. 653] henke un ausnemme [ WD-Niedkch]; de Korb in de Areme henke [KU-Bedb, verbr. WPf]. Henk dich in mein Arem! [ FR-Tiefth]. Komm, mer henke enanner in de Arem! [ KL-Reichb]. RA.: Er henkt de Kopp (de Schwanz) 'ist niedergeschlagen' [ NW-Geinsh LA-Herxh GH-Max'au]. 's Kind hängt die Lapp 'schmollt' [ PS-Burgalb]. Er hat sich e Streck an de Hals gehenkt 'hat sich erhängt' [ WD-Niedkch]. Sie wollen'm e Zech ans Baan henke 'große Kosten verursachen' [ KU-Kaulb]. Ich henk Ihne die Prozeßkeschte noch ans Bän [Kühn Schnitze I 115]. Er dut alles ans Maul henke 'gibt viel Geld aus für Essen und Trinken' [ NW-Geinsh]. Die hängen alles an die groß Glock [SP-Heiligst, verbr., auch Don Gal Buch Rußl PennsDeitschEck 27. 2. 1954]. Sie henken 's Haus an de Naal 'schließen das Haus ab und gehen allesamt fort' [verbr. Don Gal Buch]. Er hängt die Arwet an de Nachel 'hört auf zu arbeiten' [ KU-Trahw]. Do kannsche 's Maul an de Nachel henke, wenn es nichts mehr zu essen gibt [Kaislt Don-Kernei Tscherwk]. Dem därf mer net alles uf die Nas hänge 'alles erzählen' [NW-Hardbg, verbr. Don Gal Buch]. Sie henkt ehr Maul in alles 'mischt sich in alles ein' [RO-Semb, verbr.]. Er henkt sein Mäntelche noh'm Wind [KL-Mehlb, verbr., auch Gal]. Du kriescht e Dreckelche mi'me Lechelche, das hängsch der um dein Häls'che [ Gal-Dornf]. Wie de Wind geht, so henk ich mein Sack [ FR-Bockh]. Er man (mag) de Sack hinke, wie er will, dann hinkt er schepp, von einem Erfolglosen [ KU-Kollw]. Dem han ich gesaat, wie mer de Sack henkt 'Den habe ich verhauen' [ KL-Wörsb]. Sie loßt alles henke un bambele 'vernachlässigt alles' [ KB-Biedh]. SprW.: Wammer nix in de Schank hängt, kammer aach nix raushole [verbr. Don Gal Buch]. a. 1341: Und des zu eyner rechten orkunde so han wir unser ingesigel gehencket an diesen brieff [Veld-Kopb.]. a. 1504: (der malterstein soll) halten 1½ centner vndt sechs pfundt, daran soll mann henkken vor multer vnd staub XIII pfundt [PfWeist. II 674 (LA-Godrst)]. a. 1541: Denen geben, alß das Thor gehenkt worden ist, dann der schlosser hats nit allein kennen gewelttigen [GgHospR]. — 2. a. einen h., wie schd. Der g'heert gehenkt [ KU-Schmittw/O]. RA.: Do geht er wie wann er gehunk werre soll, von einem schlampig Gekleideten [ KU-Kollw]. Die Woch fangt gut an, hot der Spitzbu g'saat, do is er g'henkt worr [ KB-Biedh]. Antwort auf die Frage, wohin man geht: De Hund hinke [ KU-Trahw]. SprW.: Fer 's Denke kann'm niemand henke [Horne Penns 98]. Die kläine Spitzbuwe hängt mer, die große loßt mer läife [ KU-Schmittw/O]. Ein Beispiel für Volksgl. s. PfWB verrenken 2. — b. α. sich h. 'erhängen'; sich henke [KU-Bedb, verbr.]. RA.: Bei starkem Wind sagt man: 's hot sich widder aaner gehunk [ KU-Kaulb Bedb]. Sie hot sich an e [Bd. 3, Sp. 654] gildene Galche g'hinkt 'einen reichen Mann geheiratet, jedoch ohne Liebe' [ BZ-Dierb]. Wann de net alt werre willsch, kannsch dich jo frih henke [Kaislt]. a. 1571: Jung hanns ... hat die serg 'Bettdecke' sampt 2 Leylach 'Bettlaken' zerrissen, daran er sich hencken wollen [WerschwSchR]. — β. 'sich anhängen'. Der Been 'Bienenschwarm' henkt sich [KU-Adb, verbr.]. Der Schwarm hot sich an de Kerschebaam gehenkt [ RO-Rehborn]. Er hot sich an sein Hals gehenkt un g'heilt wie en kleener Bu [Hartmann Unkel 37]. En Rääfe 'Rauhreif' iwwer Nacht hänkt kalt sich an die Bliede [Keiler 11]. RA.: Er hängt sich an eem wie e Wanz [ NW-Kallstdt]. — Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB be-, PfWB daran-, PfWB darauf-, darüber-, PfWB darum-, davon-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB voll-, PfWB vor-, herab-, PfWB heraus-, PfWB herüber-, PfWB herum-, PfWB herunter-, hinab-, PfWB hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hin-, PfWB hinunter-, hinweg-, PfWB ineinander-, PfWB los-, PfWB nach-, PfWB über-, PfWB um-, PfWB weg-, PfWB zu-, PfWB zurück-, PfWB zusammenhängen (-henken). — Die Formen mit -ŋ- (hęŋə, heŋə, hiŋə) sind jung. Starke u. schwache Konjug. lassen sich landschaftlich nicht trennen. — Südhess. III 108 ff.; RhWB Rhein. III 210 ff.; LothWB Lothr. 229; ElsWB Els. I 353; Bad. II 555, 617/18.
| 1. intrans., wie schd., -hänge, -henke [mancherorts]. Die Hoor henken'm bis in die Aage nein [ NW-Erpolzh]. — 2. trans., wie schd.; die Kläärer in de Schank neinhenke [NW-Kallstdt, verbr.]; vgl. PfWB hineinschaffen. RA.: In alles muß er sein Maul ninhenke 'sich einmischen' [ PS-Burgalb, mancherorts]; dass. mit sein Schnawwel [ LU-Opp], sein Nas [ LA-Herxh]. Dem muß mer e paar enenhenke 'Hiebe versetzen' [ KU-Bedb], neinhänge [ PS-Fehrb]. — Südhess. III 528; Bad. II 711. —
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