Hand-zwehle f.: = PfWB Handtuch 1 a, Handzwehl (handdswēl) [ WD-Niedkch HB-Höch Einöd IB-Bierb PS-Herschbg Fehrb Pirmas RO-Obd Bistschd FR-Heßh LU-Opp Muttstdt Gal-Dornf Josbg Hohenb Münchenth], (-dswl) [RO-Odh Sippf PS-Schmalbg KB-Gauh], (-dswęil) [verbr. SWPf u. NOPf mancherorts mittl. WPf u. NPf sowie mittl. u. südl. VPf], -zwell [verbr. PS mittl. VPf Gal-Brig], -zwall [ RO-W'grehw Gonb], -zwechel (-dswęχəl) [verbr. mittl. u. südl. VPf], -zwachel [ GH-Hagb Kand Neubg], -zweckel [mancherorts mittl. u. südl. VPf Gal-Obersd], -zweddel [ SP-Harths], -zwennel [ IB-Nd'würzb], -zwäwwel [ZW-Stamb], Hanzwehl, Hanszwechel [PfId. 61], Hannzwinnel [ KU-Adb]. Zs. PfWB Küchenhandzwehle. Mit're große Hannswell schlöbbt er drei Männer anenand [Kühn Schnitze II 30]. a. 1429: Der Käse soll sin in eyner wißen hantzwellen [NPfGV 1906, S. [Bd. 3, Sp. 647] 22]. a. 1495: die reinst Hantzweill [NUrkKG Nr. 366]. a. 1509: hantzweln oder anders [SSp., Zwist im Kloster Hornbach]. a. 1525: 25 Handzwehlen [SSp., Inventar Werschweiler]. a. 1538: 8 neue Handzweheln [ebd.]. a. 1587: 2 handtzweglen, darunder ein gebildte [Westpf.Gesch.Bl. 1903, S. 48]. a. 1757: 4 Handsquelle [SSp., v.d.Leyen, Invent. Wernersberg]. a. 1761: 4 Handquehlen [Kurpf., Invent. Einöllen]. a. 1775: 3 werckene handswellen [Kurpf. 1375, Versteigerung Mackenbach]. a. 1784: 2 Handzwellen [NPfGV 1932, S. 77]. a. 1784: ein alt würken Handwedel [SSp., v.d.Leyen Fasz. 102 (BZ-Wernbg)]. — Das Wort, schon 1930 als veraltet angegeben, wird mehr und mehr durch Handtuch abgelöst; vgl. Bertram § 284. — Das Grundw. zu mhd. twehel(e); vgl. auch Kluge-Mitzka20 Zwehle. — Südhess. III 103/04; RhWB Rhein. III 205; LothWB Lothr. 228; ElsWB Els. II 925; Bad. II 552/53. | | Handzwëʰl(e) [Hàntswalə S.; Hàntswal Ensish. Isenh. Su. Osenb. Hlkr. Logelnh. Bf. K. Z.; Hàntswál Geberschw. Dü. Rapp. Kerzf. Ingersh. Brum. Hf. Bühl; Hântswal Ndhsn.; Hntswal Geud.; Hàntstswǽl Lützelstn. Tieffenb.; Hòntswæl Wh.; Hįtswatl Hindish. Bisch. Geisp.; Hàntstswál jüd. Hf.; Pl. –ə] f. ( n. Heidw.) Handtuch. Rda. Er is keⁱⁿ Fründ voⁿ dr H. ist ein schmutziger Mensch Rapp. Spw. Jeder rëcht Bur het d H. hinder dr Tür Rapp. s. Türlumpeⁿ. E Bureⁿtochter söll e par Dotzeⁿd Handzwëʰleⁿ mit bekummeⁿ Bf. s halt (hält) voⁿ der Stubtür bis aⁿ d H. kurze Zeit Bf. ‘Dofor geh i nitt von der Stubdüer an d’ Handzwehl’ es ist mir höchst gleichgiltig Str. JB. XI 116. ‘Er sol ouch han wiss tischlachen vnd wiss hantzwelen’ 1354, Als. 1854, 88. ‘zwo hantqweheln’ Str. 15. Jh. Brucker 32. ‘Man soll ouch den estrichern ... dehein nuwe tischelachen, hantzweheln, fleschen, krusen ... koufen noch bezaln’ Str. 15. Jh. Brucker 412. Vgl. ebd. 594. ‘fünfzehen handzwehelnn’ St. Pilt 1530, Als. 1858, 311. ‘ein handzwehlen’ Wickram Roll. 74. ‘wer dem andern zu erst die Hand unter dz Hänlin stoss, die Handzwehl halt’ Fisch. Garg. 63. ‘Dischdücher, Servieten, Handzwehel’ Bock Kräut. JB. XIX 306. ‘mit der Handzwelen avec un touaille’ Martin Coll. 50. ‘Handzwell’ Klein. — Basel 161. Schwäb. 555. Hess. 474.[Bd. 2, Sp. 925b]
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