Hand-patsche f.: 1. = PfWB Handschlag 1, Handbatsch [ LU-Alsh]; vgl. PfWB Patsche 1. — 2. 'Stock- oder Rutenschlag auf die Hand des Schülers' [ KU-Hefw RO-Schweisw KB-Kriegsf LU-Friesh NW-Haßl BZ-Dierb Albw]; vgl. PfWB Handplacken, PfWB -tatsche. Er hot Handbatsche kriet [ KB-Kriegsf]. Heit hot's in der Schul H. gewwe [ NW-Haßl]. — | | Hand-streich --, –ē- Wend, Saar, Hunsr, Trier bis Bernk; in Bitb, Prüm mit Wingkoff [handręiχ Simm-Dill, Bernk-Horath; an- Zell-Würrich] m.: 1. Verlobung, et Richtigmachen; am Abend vor der Ziviltrauung, gewöhnlich an einem Freitagabend, übergibt der Freier der Freierschen (früher der Freiersmann) aus geschlossener Hand ein Geldstück so, dass es ungesehen in ihre Hand gleitet; während dieses Händedruckes fordert er die Braut in einem zeremoniellen Spruch zur Treuleistung auf; auch musste der Freier der Freierschen ein Paar Schuhe verehren, diese ihm einen seidenen Schal; hierauf nehmen beide zusammen die Einladungen, die Weisengen, vor; auch öffentliche Verlobung vor dem Pfarrer, Lehrer, Zensor (der Ausdr. ist vielfach veralt.; noch Hochwald, mMos); H. hale, feiere, uf en H. gehn. — 2. der einen Kauf besiegelnde Handschlag; se sin noch nit einig, de H. is noch nit gemach Meis-Meddersh (Bed. 1 fehlt). |
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