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| PfWB Hand-geld (Bd. 3, Sp. 632) | PfWB Trink-geld (Bd. 2, Sp. 522) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'Anzahlung bei Kaufverträgen', -geld [vereinzelt]; vgl. PfWB Daraufgeld 1. — b. 'Geldbetrag, den man dem in Dienst genommenen Dienstboten anzahlt' [ FR-Bockh]; vgl. PfWB Daraufgeld 2. — c. α. 'Goldmünze, die der Braut bei der Verlobung [Bd. 3, Sp. 633] gegeben wird' [ KU-Krottb]. Die Braut verwahrt das H. in einem seidenen Tuch. — β. 'Geld, das der Bräutigam den Freunden der Braut gibt' [Schandein Bav. IV/2, 367]. — 2. 'Trinkgeld' [ KU-Schmittw/O WD-Niedkch RO-Semb]. Syn. s. PfWB Trinkgeld 1. — Südhess. III 94; RhWB Rhein. III 199; Lothr. 228. —
| 1. wie schd., Trinkgeld (driŋgęld) [fast allg.], Trenk- (dreŋ-) [ KU-Albess Wahnwg Schellw Langb Herchw Etschbg WD-Niedkch Hoof HB-Kirrbg Ingb], Trinkgald (driŋgald) [ RO-Rehborn PS-Schönau Busbg]. Syn.: PfWB Patschhand 3, PfWB Puppe 8, PfWB Daraufgeld 3, PfWB Trankgeld, PfWB Dusör, Glücks-, PfWB Handgeld, PfWB Larschan, PfWB Mummes, Sack-, PfWB Schmusgeld, PfWB Schores, Servis, PfWB Sputz, PfWB Weinkauf, Zasseras, PfWB Zehrgeld. Un kummt e Baureborsch an de Kaut (s. PfWB Brechkaute 1) vorbei, ... dann kriet'r middere Handvoll One (s. PfWB Agen 3) die Stiwwelabsätz abgerebb. Des muß'r mid'me Trinkgeld lohne [Kühn Schnitze II 38]. SprW.: Trinkgeld —Glücksgeld [ RO-Dielkch]. Beim Viehverkauf erhielten Knecht und Magd ein T. vom Käufer [(1925) verbr.] Brauchtum: In HB-Bexb entrichteten die Hochzeitsgäste ein T. als Lösegeld an die jungen Burschen, die den Hochzeitszug mit einer über den Weg gespannten Schnur aufhielten. In LU-Böhl erhält die Amme von den Paten und Verwandten des Kindes ein T. In KU-Schmittw/O halfen die Dorfbewohner beim Bau eines Hauses mit sogen. Bittfuhren: wer de erscht Woon (Wagen) voll Stäin bringt, kriet e Strauß un e Trinkgeld. a. 1515: Item 4 Pf. den knechten ... zu drink gelt [SpeyGgHospR]. a. 1521: Item 2 Sch. Pf. den kerchern (s. PfWB Kärcher) zu drinkgelt [ebd.]. a. 1522: 1 alb. den knechten geschenkt in drynckgelt den kalk zu ladenn [LandsbgKellR]. a. 1566-87: 4 schilling 4 Pf. zu drinkgelt [SSp. Kirchenrechn. Nr. 63]. — 2. a. 'Handgeld beim Dingen des Dienstboten' [(1925) verbr.]; vgl. PfWB Daraufgeld 2. Wenn der Dienstbote vor Antritt des Dienstes das T. zurückgibt, dann gilt das Dienstverhältnis als widerrufen: Er hat 's T. zurickgeschickt [ ZW-Battw]. — b. α. 'Anzahlung beim Abschluß eines Kaufes' [ PS-Schmalbg FR-Tiefth LU-Limbghf BZ-Stein GH-Minf]; vgl. PfWB Daraufgeld 1. — β. 'Zugabe zum Kaufpreis beim Viehhandel'. Es soll den noch zögernden Verkäufer zum Handelsabschluß bereit machen: Du kriescht noch e T. [ KU-Roßb]. — Südhess. I 1736; RhWB Rhein. VIII 1370; Bad. I 561.
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