händel-süchtig Adj.: = PfWB streitsüchtig, hännelsichdich [ BZ-Klingmst]. Bad. II 548. | | süchtig Adj.: 1. 'krank', sichdich [Land]; Zs.: PfWB bleich-, PfWB tob-, PfWB fall-, PfWB gelb-, PfWB lungen-, PfWB mond-, PfWB scheel-, PfWB schwind-, PfWB wassersüchtig. — 2. 'gierig verlangend' [mancherorts]; Zs.: PfWB eier-, PfWB eifer-, PfWB händel-, PfWB lieb-, PfWB männer-, PfWB sehn-, PfWB streitsüchtig'. Der is schun ganz s. uf sein Zigarett [Kaislt]. | | mond-süchtig Adj.: wie schd., mondsichdich, muund-, maand-, mound-; -sichdisch [verbr., Lambert Penns 107]; auch subst.: e Mondsichdischer usw. [mancherorts]; vgl. PfWB mondkrank, PfWB nachtfährtig, mit den Hollen gehen, PfWB Mondgucker, -narr, PfWB Nachtwandler. Der esch m. [LA-Wollmh, verbr.]. Volksgl.: Wenn einem beim Schlaf der Mond auf das Gesicht scheint, wird man m. [verbr.]. Man wird m., wenn man längere Zeit in den M. schaut [ KL-Siegb]. Mondsüchtige sollen auf dem Dach, dem Dachkandel und auf hohen Mauern wandeln [verbr.]. Auch sollen sie senkrechte Wände hinaufgehen können [vereinzelt]. Wenn man sie beim Nachtwandeln laut (mit ihrem Namen) anruft, erwachen sie und stürzen ab [verbr.]. Man stellt Mondsüchtigen Bütten mit kaltem Wasser vor das Bett, so daß sie beim Verlassen des Betts hineintreten und erwachen [ KL-Stelzbg KB-Kriegsf LA-Essing]. Südhess. IV 744/45; RhWB Rhein. V 1270. |
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