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 PfWB Hag(en)+-driesch (Bd. 3, Sp. 577)   PfWB Driesch (Bd. 2, Sp. 505) 
  Hag(en)+-driesch n.: 'von einem Hag 1 umgebener Weideplatz', vgl. PfWB Driesch 2. a. 1577: Willerung am Hahetrisch [Zweibr. I 1363/2 (HB-Walsh)]. —

 

   Driesch f., m., n., Driescht f., m.:
1. 'unbebautes Land; Ödland, das bestenfalls als Viehweide dient', Driesch (drī) [WPf, ohne nördl. Grenzstreifen, vereinzelt übrige Pfalz, vgl. K. 98]; die D. vorn. in der nördl., der D. vorn. in der südl. Hälfte dieses Gebietes; das D. meist in West-IB, seltener in anderen Teilen der Pfalz; Dräisch (dręi), Gen.? [ HB-Webh]; die Driescht [ PS-Lu'wink RO-W'grehw Steinb KB-Boland FR-Carlsbg Höning]; der Driescht [ KU-Dietschw RO-Falkst KL-Obernh/Kircharnb]; die Driesch [ KU-Heinzhs]. Zahlreiche FlN haben das Wort als Grundw.: Brimmen-, Hagen-, Haus-, Heiligen-, Hof-, Maus-, Mühl-, Renn-, Schul-, Weißdriesch. Syn.: PfWB Brimmenfeld, PfWB Drieschfeld, PfWB -land, PfWB Trift 1 c, PfWB Heide, PfWB Öde, PfWB Ödland, PfWB Ödung, PfWB Rasenplatz, PfWB Rassel, PfWB Wasen, PfWB Weide, Wilderich, PfWB Wilderung, PfWB Wildnis, PfWB Wust, PfWB Wüstenei, Wüstland; als Bez. für 'vorübergehend unbebautes Land' nur bedingt hierher gehörend: Brachacker, Brache 2, PfWB Brachfeld, PfWB -land, -stück (s. u.). a. 1504: eyn bierbaum uff der hart uff dem driesch [PfWeist. I 423 (IB-Erfw)]. a. 1504: denn walt vß biß vff den driesche [ebd., I 488 (IB-Bebh)].

[Bd. 2, Sp. 506]
a. 1547: ein stein so vff dem weissenn drisch liegt [ZweibrOABannb. 20]. a. 1556: Böschen, Hekken und Treuschen [WerschwReg. Nr. 1150 (BZ-Klingmst)]. a. 1586: 1 stück Drisch vf der Bühelwiesen [StArch. KL-Landstl, Gerichtsbuch 191]. a. 1689: Ein ... Triesch vff der Awen [ebd., Weist.]. —
2.
a. 'schlechte Wiese', Driesch [ HB-Brenschb RO-Alsbr]; 'feuchtes Wiesenland' [ ZW-O'aub]. —
b. 'gute, trockene Wiese, Bergwiese', Driesch [ KU-Herschw/Petth W'-mohr HB-Höch ZW-Nd'aub Walsh KL-Erfb PS-W'fischb Rodalb LU-Friesh]. —
c. 'Wiese mitten im Ackerland', Driesch [ ZW-L'wied]; 'Einzelwiese' [ ZW-Schmitshs Lambsbn]; 'kleiner Grasplatz' [ PS-Glashtt]; 'abgemähte Wiese', Driescht [ PS-Windsbg]. — Das Wort stammt nach Kluge-Mitzka19 aus »westgermanischer Gemeinschaft«; Dittmaier Rhein. FlN 54 führt es auf germ. þreu(t) 'ermüden, mangeln, untauglich werden' zurück. — Das westpfälzische Verbreitungsgebiet von Driesch, selbst Teil des großen mosel- und rheinfränkischen Bereiches dieses Wortes, setzt sich nach S im Lothringischen fort. Der fruchtbaren Vorderpfalz ist es meistenorts unbekannt. Da Ödland hier nur an verhältnismäßig wenigen Stellen vorhanden ist, fehlt es dem Gebiet (vgl. K. 98) an einer herrschenden Bezeichnung für diesen Begriff. Die von manchen Gewährspersonen angegebenen Benennungen Öd, Ödung u. ä. sind der Schriftsprache entlehnt und gehören mehr dem passiven als dem aktiven Wortschatz der Mundartsprecher an. (Die Wörter Brooch, 'Brache', Broochacker, -feld, -land, -stick, die bei Fgb. 29, 11 vieler Gewährspersonen der Vorderpfalz erscheinen, bezeichnen 'vorübergehend unbebautes Land', genauer 'gepflügtes, unbebautes Land' (Wahrig 739), nicht 'Ödland'.) — Südhess. I 1728; RhWB Rhein. I 1490; Saarbr. 51; LothWB Lothr. 103; ElsWB Els. II 766.