hagen schw.: 'einhegen, einzäunen', vgl. PfWB Hag 1. a. 1504: inn bann vnd bezirck Erffwiler zu hagen vnd zu jagen [PfWeist. I 435 (IB-Erfw)]. a. 1565: Den wiltbant, hagen vnd jagen alles wiltprets, hab die churfurstlichen Pfaltz in Belheimer gemarken [ebd., I 94 (GH-Bellh)]. Lexer Lexer I 1143 hagen 'mit Wildzaun umgeben'. | | NRhWB Hag(en) abgesehen von allg. verbr. FlN (Hag, Hagen, Han, Hog, Hon) nur noch in best. Geb. als Appellativ: 1. hā:x, Pl. -γən Trier-Schleidw, Prüm, Malm, Monsch-Rötgen, Eup, Schleid-Baasem Kronenbg Marmag Hellenth, Ahrw-Burgsahr, Rheinb-MüEif, Aach-Stdt (nur in einer RA.) [h:χ Daun-Strohn, Prüm-Hallschlag, Monsch-Mützenich Rohren (n.) Ruhrbg, Schleid-Einruhr Udenbreth, Aden-Herschb Kempenich, Sinzig, Dür-Froitzh (n.); h:χə (Demin. n.) Aach-Breinig]; h:x, Pl. -γən Daun-Gerolst, Prüm, Bitb, Wittl, Trier-Ld, Saarbg [h:, Pl. -ən Bitb-Ernzen Roth Mettend, Trier-Braunshsn Conz Heidenbg Geisf, Saarbg-Castel Onsd Saarbg, Merz-Losh; h: Saarl-Hüttersd; h:l, Pl. -lən Bitb-Bollend, Merz-Weisk; h:l Saarbg-Winchering, Merz-Conf; h:k, Pl. -gən Bitb-Hamm]; h, hē, Pl. -ə Merz-Stdt Morscholz Nunk Wahlen (-:), Saarbr-Stdt Wehrden, Wend-Aulenb Freisen Haupersw Nahbollemb Schwarzerden Weiersb, Meis-Bärenb, Birkf [hē: Höhe], Simm-Dickenschd Schlierschd, Goar-Weiler; h Zell-Bärenb, Bernk-Bruchw Hunolst Wirschw [s. dazu h:χ Bernk, Zell, Koch, Kobl, Neuw, Altk, Siegld, Berg, Klevld bei Hecke] f. [m. in Prüm, Saarbg hier u. da; n. s. o.] a. lebende Hecke um Garten oder Wiese, Gardenh., lewendig, deren (dörnen) H.; aber auch Reiserzaun (toter Z.); de H. nonen (nacheinander) mache in Ordnung bringen Allg; de H. schere beschneiden Schleid-Hellenth, — schnöə Eup; de H.ə tünen (zäunen) flicken Eup. RA.: Et es necks finder (feiner) öm ene Garde äs we en Hägelske (h:γəlskə) Eup. Op gen H. schlone (kloppe) auf den Busch klopfen, etwas erfahren wollen Eup. Över H.ən en Tün (Zäune) Reißaus nehmen Eup. A jen H.ən en Züng (Zäunen) kallen Eup-Raeren. Kimmt et Gewider iwer en H., kannste worden Johr un Dog dann entläd es sich nicht Bernk-Mülh. [Bd. 3, Sp. 73]
— Örtlich nur in RA., die sich auf den Hag in Holland beziehen, so in Aach-Stdt: Sei es de Juffer van den H. en dreəgt et Beiste alle Dag ein Weib, das nur ein Kleid hat oder aus Üppigkeit sich täglich putzt. De Graf van de H. dröj et Bes (beste Kleid) alle Dag! schone deine neuen Kleider Kemp-Stdt, Kref-Fischeln. Den verspöllt den H. on den Boss (Hertogenboss), — den H. on den B. on den Galläj (Allee) Geld-Schravelen. Dat hät den H. in die Sache ist schwierig auszuführen Geld-Nieukerk. — Em Hag Bezeichnung der Gärten, welche am Abhange des Hügels sich befanden MGladb. — Ein kleines Gebüsch MGladb-Giesenk; Gesträuch, Strauch, Hecke (ausnahmsweise) Bitb-Rittersd. — b. h:x, Pl. -γən ein mit einem H.a umgebener, eingefriedigter Weideplatz oder größerer Acker Prüm-Ihren. RA.: Om (im) H. sen im Gehege sein, in Gunst stehen, nach Willen sein, guter Laune sein; der Schwiegersohn os (bei) dem Vader net om (im) H. nicht wohl gelitten; et os him net om H. er ist nicht gut aufgelegt. — c. h:x, Pl. -γən Abschlusslinie bei gewissen Klickersp. Wittl-Sehlem. — d. h:x Sg. t. f. ausgespannte Seile zum Trocknen der Wäsche; et Gescher hänkt op der H. Bitb-Fließem. — e. h:x, Pl. -γə Bucht an der Mosel, de draien (untiefen), dewen (tiefen) H. Zell-Pünderich. — 2. hā:n, –:- Pl. -:- Altk; h, Pl. h Siegld-Salchend; h, hę, Pl. -jə Siegld m. der jeweilige einem Mitgliede der sog. Haubergsgenossenschaft (Feldwaldwirtschaft) nach 16 — 18 Jahren zufallende Anteil, eine Unterabteilung des sog. Jans; die einzelnen H. werden abgetrennt durch Moler (Male), die am Anfang u. Ende nebeneinander stehen; ist der H. lang, so hat er noch 1—4 Unterabteilungen, Gemässer; das Ziehen der Grenze zwischen den einzelnen Hänen geschieht durch zwei Männer, welche von der oberen u. unteren Begrenzung ausgehend u. einander entgegengehend durch Zuruf: H. her! (im Terzenfall), der andere: Her H.! (in aufsteigender Terz) oder Haw her, haw her (hau her)! sich orientierend eine Linie durch Zeichen an dem Strauchwerk bezeichnen. S. Hauberg. — Die ON auf -hagen lauten im Berg -hā:n. — 3. hāx, Pl. -γən m. die Reihe der zum Trocknen nebeneinandergelegten Ziegelsteine; die Sten in de H.ə sette; die Stein stont in de H.ən Geld-Straelen, Mörs-Neuk, Klev-Calcar. — Verbreiteter ist H. in Zs. |
| | | Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | Hag(en) NRhWB | | Automatisch erzeugte Rückverweise | | | Hag PfWB | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | Hack PfWB ·Hag ElsWB ·Hagen PfWB ·hagen PfWB |
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