-garbe f.: wie schd., -garb, Pl. -garwe [verbr.]; vgl. PfWB Haferbuschel. Brauchtum: In der letzten H. wird das Vesperbrot eingebunden [Schandein Bav. IV/2, 380]. a. 1540: sein etlich Haber garbenn von Munchweiler vnnd kolbenthal darunter komen [SSp., Gräfensteiner Amtsgefälle]. Südhess. III 38; RhWB Rhein. III 66. — | | Garbe1 f.: 'Getreidegarbe' (in LU-Schauh auf Hafer und Gerste beschränkt), Gaarb (-ā- und --) [WPf NPf verbr. Don], Garb (-a-, -ḁ-) [verbr. VPf Don Gal Buch], Gorb [KU-Schmittw/O O'alb Jettb Nd'staufb RO-Als PS-Nothw L'mühl Ruppw Erfw Haust BZ-Dörrb], Gorw [ KU-Eßw], Gärb [ WD-Niedkch KL-Ottbg LA-Knöring], Gareb [Penns (PSA K. 76)], vgl. K. 146. Pl. -we [allg.]; Dim. Gärbche [WPf NPf nördl. VPf], Gärwel [mittl. u. südl. VPf Ost-PS]; Garwe binne, zammetraa, ufstelle, ausdresche [allg.]; e dicki (dinni) G. [allg.]; vgl. PfWB Puppe [Bd. 3, Sp. 41] 6a, PfWB Buschel 2a, PfWB Wisch. Zs. Boden-, PfWB Geleg-, PfWB Gersten-, PfWB Hafer-, PfWB Korn-, PfWB Land-, PfWB Weizengarbe. Brauchtum: Die letzte eingebrachte G. wurde früher mit Bändern geschmückt und für alle sichtbar auf dem letzten Wagen gefahren [ KU-Reichsth]. 16. Jh.: je von dem morgen, so frucht trägt, ein garb korns [PfWeist. II 669 (LA-Gleisw)]. Südhess. II 1089/ 90; RhWB Rhein. II 1025 ff.; LothWB Lothr. 183; ElsWB Els. I 230; Bad. II 292/93. | | -garbe f.: 'die Pflanze Achillea millefolium', Schofgarb [KU-Roßb Schmittw/O FR-N'lein NW-Kallstdt, VPf (Wilde 221)], -gärb [WPf NPf (Wilde 221)], Schofsgarb [ KB-Kriegsf]; Syn.: PfWB Teeblume, PfWB Garbe, PfWB Garbenkraut, PfWB Gärbquecke, PfWB Grindkopf 3dα, PfWB Hemderknopf 2 f, Kühpeterle, PfWB Lämmerschwanz 2 c, PfWB Sauquecke, Schaf(s)rippe 2, PfWB Silbermännchen. Noch riecht's noh Schofgarb un Kamill [Kraus Pädcher 43]. In der Tierheilkunde findet die Sch. u. a. bei Durchfall und Kolik Verwendung [Wilde 221]. Südhess. V 155; Rhein. VII 847/48. |
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