Häcksel n.: 'klein geschnittenes Stroh', Häcksel (hęgsəl, hęgsl) [verbr., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB Häckerling. Heit muß mer noch H. schneide (auf der Häckselmaschine) [verbr.]. Zs.: PfWB Klee-, PfWB Strohhäcksel. Dem Vieh wird H. an Stelle von Spreu entweder mit zerkleinerten Rüben als Trockenfutter gereicht oder mit Kleie und Getreideschrot in heißem Wasser aufgebrüht; [Bd. 3, Sp. 558] vgl. PfWB Tränke 2. Brauchtum (1925): Mißliebigen oder in Verruf gekommenen Mädchen streuen die Burschen in der Nacht zum 1. Mai H. vor die Haustür [verbr. NPf mancherorts übrige Pfalz, verbr. Gal]. a. 1590: 66 mlt. hechsel [HornbSchR]. Südhess. III 32; RhWB Rhein. III 46; Bad. II 524. | | PfWB Walburgis-nacht walbərnāκ{??A}t Nahe, Hunsr f.: die Nacht vom 30. April zum 1. Mai; noch heute zünden in Birkf die Kinder auf den Höhen grosse Feuer an u. schwingen brennende Besen; die Mädchen pflückten Blumen u. warfen sie den Leuten ins Fenster. An der Nahe, im Hunsr, an der uMos macht die schulentlassene Jugend auf den Höhen mit Giesskannen, [Bd. 9, Sp. 207]
Blasinstrumenten Lärm u. stimmt dort den Hexengesang an; de Hexen danzen; man verübt manchen Unfug, verschleppt z. B. Wagen u. Pflug, Gartentüren. — In der W. sollen Geldfeuer brennen; wer solches Feuer holte, hatte am anderen Morgen Goldstücke Wippf-Bechen. Das Mädchen, das den Mut hatte, in der W. um die Hexenstunde in seinem Schlafzimmer ganz allein mit zwei brennenden Kerzen in der Hand vor den Spiegel zu treten, sich dreimal gegen sein Spiegelbild zu verneigen u. dreimal zu rufen: Bräutigam, zeige dich!, sah den Zukünftigen im Spiegel neben seinem eigenen Bild Grevbr-Korschenbr. |
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