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| PfWB Häcksel (Bd. 3, Sp. 557) | PfWB Reben-häsel (Bd. 5, Sp. 421) | |||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 3, Sp. 558] vgl. PfWB Tränke 2. Brauchtum (1925): Mißliebigen oder in Verruf gekommenen Mädchen streuen die Burschen in der Nacht zum 1. Mai H. vor die Haustür [verbr. NPf mancherorts übrige Pfalz, verbr. Gal]. a. 1590: 66 mlt. hechsel [HornbSchR]. Südhess. III 32; RhWB Rhein. III 46; Bad. II 524.
| 1. 'Bündel geschnittener Reben', Rewehäsel [verbr. mittl. u. südl. VPf, PfId. 114 Schmitt Billh. 181], Dim. Pl. -häselcher [Wilde 200], -häslich [ LA-Queichh]; vgl. PfWB Rebenigel, PfWB -welle. RA.: e R. abkoche 'Wein holen', scherzh., wegen des Gleichklangs mit dem Dim. von Hase [ BZ-Dernb]. Durch dem sein Bään kammer e R. schmeiße, von einem O-Beinigen [ LA-Maik]. Der Vater zu seinen Kindern, denen das Essen nicht schmeckt: Eich dät ich noch Räwehäselcher fresse lerne. Die Zung g'heert eich g'schabt mit [Bd. 5, Sp. 422] me Zichlstick [ NW-Gimmdg]. Der Mann im Mond hat ein R. auf dem Rücken [Becker Vk. 126]. — 2. Neckname der Bewohner von NW-Mußb, Pl. Rewehäsel, Dim. -häselcher [Feierowend 17/1954 1]. — Das Wort, volksetymologisch häufig zu PfWB Hase gestellt (vgl. Runck Gucke 47), gehört zu mhd. hegesal (bereits mhd. > heisel) 'was zur Einfriedigung dient' (s. Lexer Lexer I 1206); zum Grundw. s. PfWB Hecke, PfWB Hege 3 b 'Leseholz'; das Ableitungssuffix -sel wie in PfWB Füllsel, PfWB Häcksel; vgl. dazu E. Christmann, Namen von Winzergeräten, in: Mitteilungsblatt der Rheinischen Vereinigung für Volkskunde, Bonn 1950, S. 54 ff.
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