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| PfWB Güter-pacht (Bd. 3, Sp. 520) | PfWB Pacht (Bd. 1, Sp. 507) | |||||||||||||||||||
1. 'Zins für ein gepachtetes Grundstück'. De Bauer muß die Paacht bezahle [westl. WPf, allg.]; vgl. PfWB Pachtzins. Ich hab's ah nor in Poocht, des Pläckel [Räder 17]. a. 1522: pocht [LandsbgKellR]; a. 1532: pfocht von dem gut [SpeyGgHospR]; a. 1601 u. 1629: zue Pfocht [DirmstA Weist. (KB-Zell)]. — 2. 'Pachtzins'. Wieviel Paacht muscht du zahle? [ BZ-Dernb, allg.]. — 3. 'Pachtjahr'; vier Pächt (pxd) [ KB-Rüssing]. — Zs.: PfWB Acker-, PfWB Pfarr-, PfWB Frucht-, PfWB Güter-, PfWB Temporalpacht. — F.: paxd [vorn. nördl. NPf mittl. u. südl. WPf], pāxd [vorn. westl. WPf von RO-Odh bis Bliesgegend mittl. VPf], pōxd [östl. NPf nördl. VPf u. LA]. m. (der, de): vorn. im nördl. pōxd-Gebiet u. mittl. WPf seltener südl. KU westl. KL; f. (die, d'): vorn. westl. NPf westl. WPf südl. VPf. — Aus vulgärlat. pacta 'Vertrag, Steuer'. Der behauchte Anlaut beruht auf der Schulaussprache; zu erwarten wäre b (wie in Bech 'Pech' (< lat. pix)). Das in mehreren älteren Belegen auftauchende pf ist oberdeutscher Herkunft (vgl. Schwäb. I 997 Pfacht). Die Längung des Vokals erklärt sich aus seiner Stellung vor cht (wie z. B. in Aacht 'Acht', Naacht 'Nacht'). Wie pf deutet auch o (< ā) (s. die historischen Belege) auf sehr frühe Entlehnung des Wortes hin. Das Überwiegen von ā (statt ō) in den jüngeren Belegen scheint auf partieller Angleichung an die Schulaussprache zu beruhen. — RhWB Rhein. VI 446; Bad. I 105.
Aus den Nachträgen
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