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| PfWB Groß-vater (Bd. 3, Sp. 461) | PfWB Dade (Bd. 2, Sp. 27) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'Vater eines Elternteils', Großvatter (gros-, grǫsfadər, seltener grōs, s. F.) und Grouß-, Grauß- (zum Diphthong ou/au s. PfWB groß) [fast allg.], Grovatter [ PS-Erfw], Grou-[ NW-Deidh LA-Gommh BZ-Wilgws Dierb GH-Zeisk], Gruß- [ RO-Rehborn]. Syn.: PfWB Altpapa, PfWB -vater, PfWB Dade 2 a, PfWB Vater 1 b, PfWB Groß(chen), Großdade, PfWB -papa, PfWB Opa, PfWB Opapa. Er kummt doher wie e alder G. [ KL-Stelzbg]. RA.: Ehr Groußmutter un ehr G. sin zwää alde Leit gewest, von einer weitläufigen Verwandtschaft [ GH-Zeisk]. Ein Kind das sich verletzt hat, tröstet man: 's werd hoffentlich [Bd. 3, Sp. 462] wegsein, bis de Graußvatter bescht [ BZ-Albw]. Größere Buben nehmen die kleineren am Kopf und heben sie in die Höhe; dabei sagen sie: Kumm mol her, ich weis 'zeige' dir de G. [LU-Alsh, KU-Schmittw/O Land GH-Zeisk Don-Schowe Gal-Dornf]. SprW.: E gurer G. is mihn wert wie de bescht Knecht [ KU-Schmittw/O]. Den VR. Hinner meim G. seim Ofeloch s. PfWB gackern 1. Einen VR. zum Fingerspiel s. PfWB Daumen 1. a. 1658: hat einen aker Von seinem großvatter [StArch. KL-Ottbg, Gewannenbuch S. 4]. — b. 'Urgroßvater' [ KU-Adb KB-Kriegsf SP-Harths]. — 2. = PfWB Stiefmütterchen, Groußväderle [Wilde 235]; vgl. PfWB Großmutter 2 b. — F.: Die Schreibung der Gewährspersonen läßt im ersten Wortteil die Quantität des Vokals nur selten erkennen. In den meisten Fällen dürfte kurzer Vokal vorliegen. Langer Vokal (grōs-) ist belegt für [KU-Schmittw/O Adb Bedb ZW-Bechhf PS-Hintwdth FR-Bockh LU-Alsh Land]. — Südhess. II 1484; RhWB Rhein. II 1439/40; Lothr. 218; ElsWB Els. I 155; Bad. II 481.
| 1. 'Vater', vorn. Kinderspr., vielerorts nur noch scherzh. gebraucht, Dade (s. F.) [verbr. NWPf VPf selten WPf NPf. Kühn Hamet 102 verbr. Don (Batschka) Gal Buch], Dare (dārə) [ KU-Rothsbg], Dadi (dḁ ‧ di.) [Penns (Wood in: ZfdPh. 1959, S. 235)], Däde (dǟdə) [KU-Albess Breitb Ehw Kus Konk WD-Nd'kch ZW-Knopp KL-Gimsb u. Umg. PS-Erfw (PfId. 30) Hintwdth NW-Dürkh BZ-Dörrb GH-Bellh Rußl-Spey], Dadda [ KB-Kriegsf], Dadde (dadə) [ NW-Haßl Spey Rußl-Worms], Dädde (dędə) [ PS-Erfw]; vgl. PfWB Daiten, PfWB Datter, PfWB Atte, PfWB Atter. Seit etwa 1900 ist das Wort mehr und mehr durch Papa abgelöst worden. Gu'Morche, Dade! [ LU-Altr, KU-Obw/T]. KR.: Bei-o Bobbeli, schloof! Der Daadi holt die Schoof. Die Mammi melkt Millichkih, sie kummt net heem bis marje frih [PennsDeitschEck 23. 11. 1946]. Frei dich, Susselche, frei dich, Susselche, morje kummt dei Daade, bringt e Sack voll Lewwerwerscht un e Sack voll Schwaarde [ Gal-Dornf]. — 2. a. 'Großvater', Dade [ ZW-Krähbg KL-Erlb]. Zs. Großdade. — b. 'alter Mann', gew. in Verb. mit FN, z. B. Schmittedaade [ ZW-Krähbg], Rotsdaade [ Gal-Dornf]. — 3. Uzname. a. für einen alten, einfältigen Mann, Daade [ KU-Etschbg Haschb Gangl], Dääde [ NW-Dürkh]. — b. für ein bestimmtes Mädchen, das seinen Vater Daade nannte [LA-Fischl (1930)]. — F.: dādə westl. NPf u. übrige WPf, ddə östl. NPf u. VPf. — Ein Lallwort wie mamə, s. PfWB Mama. — Südhess. I 1414/15; RhWB Rhein. I 1221 dada 2 u. 1277 Dätte; Saarbr. 42 Däde; Bad. I 433 u. 400 Tade 3; PfWB Wolf Nr. 932.
Aus den Nachträgen
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