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 PfWB Groß-schule (Bd. 3, Sp. 460)   PfWB Schule (Bd. 5, Sp. 1486)   RhWB Schule (Bd. 7, Sp. 1877) 
 -schule f.: 'Schule der oberen Schülerjahrgänge', -schul [(1930) KB-Kerzh, verbr.]; vgl. PfWB groß 1. Der Lehrer der großen Schüler: Großschullehre [ LA-Ilbh]; vgl. PfWB Großlehrer.

 

   Schule f.:
1. 'Schulgebäude, -institution u. -unterricht', Schul (ūl), Pl. -e (-ə) [verbr., Christmann Kaulb 28 Mang 138 Schneckenburger 33, Lambert Penns 146 Krämer Gal 193], Schol (ōl) [ HB-N'alth]; Zs.: PfWB Abend-, PfWB Arbeits-, PfWB Baum-, PfWB Berufs-, PfWB Pfarr-, PfWB Präparanden-, PfWB Buben-, PfWB Bürger-, PfWB Tanz-, PfWB Taubstummen-, PfWB Töchter-, PfWB Dorf-, PfWB Dumm(en)-, PfWB Fach-, PfWB Volks-, PfWB Fortbildungs-, PfWB Gewerbe-, PfWB Groß-, PfWB Haushaltungs-, PfWB Hilfs-, PfWB Hoch-, PfWB Juden-, PfWB Kälber-, PfWB Kinder-, Kleinkinder-, PfWB Klein-, PfWB Koch-, PfWB Landwirtschafts-, PfWB Latein-, PfWB Lern-, PfWB Mädchen(s)-, PfWB Mittag(s)-, PfWB Mittel-, PfWB Morgen(s)-, PfWB Nachmittag(s)-, PfWB Näh-, PfWB Ober-, PfWB Ochsen-, PfWB Real-, PfWB Sing-, PfWB Sommer-, PfWB Sonntags-, PfWB Spiel-, PfWB Stadt-, PfWB Strick-, PfWB Unter-, PfWB Wander-, PfWB Web-, PfWB Weinbau-, PfWB Werktags-, PfWB Winter-, PfWB Zeichenschule; die klään bzw. die groß Sch. 'die unteren (1-4) bzw. die oberen (5-7) Klassen der Volksschule' [ LU-Böhl], die unnerscht bzw. die owwerscht Sch., dass. [ KL-Reichb]; die kläin (die groß) Sch. 'das Schulzimmer für die unteren (höheren) Klassen' [ WD-Niedkch]; far in die Sch. laide 'durch Läuten anzeigen, daß der Unterricht bald beginnt' [ KU-Schmittw/O]; in die Sch. kumme (zum täglichen Schulbeginn, auch zur

[Bd. 5, Sp. 1487]
Einschulung), aus de Sch. kumme (täglich nach Schulschluß, auch nach Beendigung der Volksschulklassen) [ LU-Altr]. Er geht (ball, schun, noch, nimmi) in die Sch. [verbr.]. Die Sch. geht an (aus) 'Der Unterricht beginnt (endet)' [ WD-Niedkch]. Die Sch. fangt an (esch aus), dass. [ LA-Maik]. Gescht wor kä Sch. 'Gestern fiel der Unterricht aus' [ KU-Schmittw/O]. 's (Das Kind) muß in die Sch. gefeehrt werre (zur Aufnahme und in der Zeit danach) [ PS-Schmalbg]. Er will vun de Sch. nix wisse [ KU-Schmittw/O]. Er geht newe die Sch. 'bleibt absichtlich dem Unterricht fern, schwänzt die Sch.' [ KL-Reichb]. Er is beim Lehrer N.N. in die Sch. gange [ HB-Kirrbg]. Du g'heerscht emol zu dem (zu diesem strengen Lehrer) in die Sch. [ NW-Kallstdt]. Zeitbestimmung: Wie ich noch net in die Sch. gange bin ...; Wie ich schun aus de Sch. war ... [ BZ-Dernb]. Er es met mer aus de Sch. (in die Sch.) kumm 'ist mein Altersgenosse' [ KB-Kriegsf]. RA.: aus de Sch. rerre (plaurere, bapple) 'etwas ausplaudern, ein Geheimnis verraten' [KL-Reichb, verbr.]; Sch. mache 'Nachahmung finden' [Land]; uf (seltener: in) de hohe Sch. sein '(seine Ware) teuer verkaufen, hohe Preise haben' [KU-Schmittw/O, verbr.]. Der geed in die houch Schuul 'Der ist sehr teuer' [Hussong Kirkel 74]. Der esch in der houche Sch. mit seim Kleesame [ BZ-Dernb]. Die is in e guri Sch. gange 'ist ein tüchtiges Mädchen' [ NW-Freinsh]. Er is dorch e hort Schul gang 'Er hat viel Unangenehmes erfahren und doch Nutzen davon gehabt; hart arbeiten müssen und dabei viel gelernt' [ KU-Schmittw/O]. Der hot e guri Sch. bassiert (genosse) 'ist gut ausgebildet, tüchtig, geschliffen' [ NW-Kallstdt, BZ-Dernb]; ironisch vom Gegenteil: Er hot die richdich Sch. genosse [ GH-Leimh]. 's Milidärlewe wor e gut Sch. (weil man dort zu Gehorsam und Ordnung erzogen wurde) [ KU-Schmittw/O]. Der Gaul esch in der houche Sch. zugererre 'von einem Kunstreiter zugeritten' [ BZ-Dernb]. Er is uf de Sch. 'ist an einer höheren Schule' [ RO-Als]. Er hat Schule (besucht) 'war an der Mittelschule' [ ZW-Battw]. Zu einem Kind, das von der Schule heimkommt: Wie war's in de Schul? Hot de Lehrer soi Sach gekinnt? [ LA-Edk]. SprW.: 's Lewe is e hort Sch. [ KU-Schmittw/O]. VR. s. PfWB buff, PfWB Dame 1, PfWB Tintenfaß, PfWB Laterne 1 a, PfWB lernen 1, PfWB Messerstich. AR.: Schule, Mule, puff, druf, ab [ZW-Stamb]. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, / in der Schule wird geschrieben, / in der Schule wird gelacht, / bis der Lehrer bitsch-batsch macht [ ZW-Gr'steinhs]. —
2. 's Schule (Pl.) 'die Familie des Lehrers' [ KU-Schmittw/O Bedb Krottb], de Schule Herbert 'Herbert von der Lehrersfamilie' [KU-Krottb Vogelsgesang 26]; ins Schule gihn [ KU-Schmittw/O]. —
3. s. die Zs. PfWB Fecht-, PfWB Gruber-, PfWB Krappen-, PfWB Obstbaum-, PfWB Reben-, PfWB Reiter-, PfWB Reitschule. — Südhess. V 804 ff.;

[Bd. 5, Sp. 1488]
RhWB Rhein. VII 1877 ff.; Lothr. 468/69; ElsWB Els. II 410.

 

  PfWB  LothWB Schule das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk uNahe ūl [w. einschl. Kreuzn-Nussbaum BurgSponh Bockenau Allenf, Soonw bis einschl. Seesb Weibersborn, Simm-Schwarzerden Kellenb Schlierschd Rohrb -ou-; dies auch Birkf-Herrst Idar (-o·u.-)]; SWend -ū-, NWend -ō-, –ōu-; WWend -ū- u. Urexw Winterb Guidesw Bliesen Heisterbg -ō-; Saargeb. -ū- u. -ō-; Hunsr -ō-, seltener -ū-; Mosfrk in Saarl -ō:- [Überherrn Bisten Derlen Knausholz -ō- (ohne Schärfung)]; an der weitern Saar w. einschl. Saarbg-Wies Büschd Kessl Hellend Reichsgrenze, Merz-Silwing Mondrf Bietzen Menning Riml Wahlen u. ö. Saarbg-Greimerath OZerf Hentern, Trier-OEmmel im Hochw -o·u.-; Kastel Wellen Winchering -ø·y.-; w. einschl. Saarbg-Kreuzw Sinz Faha Collesleuken Trassem Beurig Ayl -ū:-; sonst -ō:-; dann noch Länge des Vokals an der Mos bis Zell als -ū:-, –ō:- [Trier-Könen Leiwen Osbg, Wittl-NKail -o·u.-; Trier-Pelling -·ə.-; Merzlich Metzd Minden Mesenich Welschbillig Wintersd, Wittl-Bausend Bruch u·l.] u. hier u. da noch am WRande der Eif in Bitb, Prüm (Ihren -o·u.-), wo aber wie im übrigen Mosfrk u·l. die Regel ist; diese Lautung herrscht durchaus im Rip (seltener -o-) [-ū·ə.- vielfach in Schleid, Monsch, Eup, Aach, Geilk-Übch; -ø- vielfach in Ahrw, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo, Sieg-Dahlhsn, Bergh, Dür, Jül, Monsch, Aach, Geilk-Baesw Beggend Frelenbg Immend Puffend u. SNfrk in Heinsb-Dremmen Hülhv Porselen, Erk-Doveren Glimb Golkr Hetzerath Houverath Matzerath Üvekoven, MGladb-Broich Giesenk Hardt Rheydt, Grevbr-Beckr Kuckum Otzenr Wickr u. Mörs-Friemersh Repelen; -y- Sieg-Honnef Rhönd, Ahrw-OWinter, Monsch-Mulartzhütte Zweifall, Aach-Stolbg, Erk-Holzw, MGladb-Hardt (u. -ø-), Grevbr-Jüchen Otzenr Schaan]; um Sieg-Leuschd, in Altk (Sieg u. Wildenbg), Siegld, Waldbr -ōə-, –ūə-; OWaldbr, Gummb, nfrk. Wippf -ōə- [ORand von Gummb, Wippf, Lennep oulə]; WLennep ōl (Dhünn -o-), Barm ū·ă.l; Elbf -ō·ă.-; Mettm -ō:- [um Cronenbg u. Wermelsk -ū·ə.-]; Düss -o-; Sol -u-, –o-; MülhRuhr -ū·ă.-; sonst n. einschl. Ruhr -ō-; sonst lrhn. Klevld, SNfrk -o-, wie Rip [Heinsb mehr, Erk-Gerderhahn Merbeck, Kemp-Brüggen -ū·ə.-; Erk-Rickelr, Kref-Anr -ō:-, Geld vielfach -ūə-; Klev-Nütterden --, Pfalzd -ō-; n. einschl. Ruhr -ō-]; das Rip hat veralt. noch den Dat. Sg. u·l.ə(n); Pl. (für Sch.gebäude, Anstalt des Unterrichtens) -lə(n), –·l.ə(n); Demin. fehlt meist, nur verächtl. für kleines Sch.gebäude f.: 1. das Sch.gebäude, die Anstalt mit Betonung des Unterrichtes u. dieser selber; man unterscheidet einfach de Sch. (Volks-, Elementarsch. wird aber als nhd. Lehnwort empfunden; Dommesch. Hilfssch. für Schwachbegabte Trier) von der huh Sch. der höheren Sch. (Gymnasium, Universität) (das Gymnasium früher auch de latingsche Sch. genannt; in MüEif de Studentesch.; die Universität auch Sch. für Studente, Gestliche, Baumester usf.); der Volksschüler geht (küt) en de Sch.; der Gymnasiast

[Bd. 7, Sp. 1878]
g. (k.) op de Sch. (en de Stadt), der V. küt (es) us der Sch.; der G. küt (es) van der Sch. (af); unter den Volksschulen unterscheidet man: de emvangelische, de kathollesche Sch., de Jüddensch.; dann die Jongen- (Buən-), Mädchensch.; dann die klein (unteren Klassen) u. die grusse (oberen Klassen) Sch. unter dem kleinen (grussen) Lihrer; de Ovendsch. (auch nach dem Nhd. Fortbildungssch.) Rip, Allg.; de Winkel-, Heck-, Wintersch. nur im Winter für Lesen, Schreiben, Rechnen, in alter Zeit, die Kirchspielsch.ən waren schon grösser OBerg; de Kuhwhardesch. Sch. in Geld-Kevelaer, in die bis 1840 Knaben u. Mädchen, die bei Bauern als Kuhhirten beschäftigt waren, täglich nur eine Stunde gingen; de Sonndagssch. für evangel. Kinder, von irgendeiner frommen Frau eingerichtet, bis etwa 1880 Berg; Füərsch. zum Konfirmandenunterricht OBerg (am Gymnasium für die Elementarklasse bis 1934 allg. bekannt); Kleinkinder-, Verwahrsch. in den Städten (Schüllche Ahrw), dann gibt es noch de Näh-, Stricksch. für Mädchen (in der Volkssch. oder privat), de Danzsch. (privat) Allg. — Schulgebäude; de Finstere en der Sch. sen kapot; de Sch. lig meddsen em Dörp; mer han ene wegge (weiten) Weg no der Sch. (no Schullen) Rip, Allg.; Schulgebäude mit der darin betriebenen Unterweisung; et ander Johr moss et Kend en de Sch. (gohn) es ist dann schulpflichtig, — küt en de Sch.; das schon die Sch. besuchende Kind geht no der Sch. (der Schullen, no Schullen), de Jong küt Ostern us der Sch.; de J. es us der Sch. nicht mehr schulpflichtig; de Kender bliven su lang us der Sch. (erlaubt), bes der Dude (in der Familie) onder der Erd es; us der Sch. blive auch ungesetzmässig; ohne Wissen der Eltern langs (öm) de Sch. bummeln, fuschen, futeln, gohn, huschen, laufen, luppen, machen, rütschen, schammeln, stratzeln, sträufen, sträuzen, streichen (s. d. W.); sech langs de Sch. steken (stechen) Sol; sech l. de Sch. striken (streichen) SNfrk, NBerg; newe de Sch. str. Klevld; de Sch. plänken Jül, Aach, — schwänzen (s. d. W.); de Sch. verschammeln, verstechen, –streichen, –plänken; Hecksch. halden (s. d. W.); der Unterricht (Sg. t.); de Sch. geht (es) an, — us; wann fängk de Sch. an? et es half Sch. Pause Rip, Allg.; de Sch. giəht erut bei der Pause, — eren bei Wiederbeginn des Unterrichtes Mettm; der Lehrer hält Sch. Rip, Allg., — hält Sch. op Prüm, Schleid, Aden, Sieg, Waldbr, Aach, SNfrk; die Kinder, bes. die Mädchen spille Sch. Allg., — Scholches WMosfrk, — mache Schulches Goar, — Sch. op Aach-Stdt. — RA.: Schole gohn es wat (ist schwer), äwer Kouhhein (-hüten) es ock wat Ess-Steele. Sch. us! damit wirft der Sprechende sein Gerät hin u. sagt damit das Ende seiner Tätigkeit an Gummb-Wiehl. Wenn de Blagen (Kinder) bes Kerschmess (Christmesse) nit beter lehren, sät de Meister (Lehrer) op Pengsten, dann mak ek märgen de Sch. tu Mörs. En hot Sch.ən dorchgemach ist ein Studierter Trier-Mehring; de hät sibbe Sch.ə durchgemät Bergh-Hüchelhv, — de nüngde (neunte) Sch. studiert das

[Bd. 7, Sp. 1879]
Gymnasium absolviert Aach-Stdt. De hät all Sch.ə metgemach (durch-) er ist in allen schlimmen Dingen wohl erfahren, ihm ist nicht zu trauen MülhRh, NBerg, — dorchgangen Wermelsk, — de huh Sch. dörchgemat MüEif. Ech han en hart Sch. gehat (dorchgemach) eine harte, strenge Zeit, etwa in der Lehre, beim Militär udgl. Rip, Allg. Dat Deng mäckt en schleite Sch. dur verdirbt durch schlechte Behandlung Kemp-UWeiden. Der os op der huh Sch. gewes er ist liederlich, hat ein bewegtes Leben hinter sich Schleid, Rip, Sol; en es op de höchste Sch. liederlich Geld. Der es of der hoh Sch. zu teuer mit seinen Preisen Birkf, Hunsr, Zell. He es op der höchste Sch. hat bald ausgewirtschaftet MGladb-Rheind. Dat es op der h. Sch. der Gegenstand, etwa das Kleid, ist beinahe verschlissen ebd., — op de letzte Sch. Kemp, Ess; jet op de huh Sch. han Dür. Aus der Sch. schwätzen (klafen, klape, flatschen usf.) Geheimnisse ausschwatzen Allg. Bei wem bas de an (in) de Sch. gang? Loss der et Lehrgeld zeröckbezohlen! zu dem, der sich dumm anstellt. Ver send tesame en de Sch. gegange (gewest) wir kennen uns gut, von Kindheit an, sind gute Kameraden MGladb, Allg. He geht en kän Kirch on k. Sch. ist religionslos u. sittlich schlecht Altk-Horhsn. Gej wett (wisst) wäll, waj (was ihr) sägge söllt, as gej te lat (spät) in de Sch. kommt du bist um Ausreden nicht verlegen Klev. Wenn du en de Sch. küs on häs ken Fedder, dann kris du jet op et Ledder! MülhRh-Bensbg. Et sin Jüdde en de Sch.! Vorsicht beim Schwätzen Aden-Kaltenborn. Husch, h., h., vür hant os langs jen Sch. gefuscht! Ausr. der Kinder, die die Sch. schwänzten; der dies häufiger tat, wurde verspottet: dreimoəl l. jen Sch. gegange, kann et a, biə, ciə noch net! Aach. — Der Schulneuling wird bange gemacht: wann de en de Sch. kemmscht, muschte en e glihrige (glühende) Rengk (Ring) beisse! Wend-Remmesw; den Neuling einer höheren Schule weihen die Genossen durch Kanzel hauen; sie bilden einen dichten Kreis um die in der Mitte aufgebundenen Sch.ranzen, die Kanzel; der ahnungslose Neuling steht mit im Kreise; alle müssen den Blick gesenkt halten; ein älterer Schüler, der Pastor, geht, unverständlich murmelnd, um den Kr., macht hinter dem Neuling halt u. stösst ihn über die K., die zusammenstürzt; der zu Fall gekommene Neuling, der auf den Sch.ranzen liegt, wird nun mit Linealen über das Gesäss gehauen Gummb-Nümbrecht. — Kinderreime. Lihrer, lott de Sch. utgoəhn, et send all (schon) elf (twelf) Uəhren; die Jongen modden Water dragen, die Mädsches m. schuren; schurst du net, dann blenk et net, dann kömmt och dine Freier net! Kemp-Grefr, SNfrk, NLRip. Mäster (Lehrer), lot de Sch. ütgohn, et sin all twelf Ühre; Moder hät de Papp all gar, en eke mott se rühre! Klevld, — Muder hät de Pott all gar, et sall niet lang mehr dure! Emmerich, — utgonn, ech han jet hüre bromme; ech mein, dat hät der Bär gedonn, dat donn de donnersche (donnerwetterschen) Jonge! Düss-Unterb. De Sch. es us, de Müs kommen erus! beim Sch.spielen Aach-Stdt.

[Bd. 7, Sp. 1880]
De Sch. ös aus, de Könner kommen raus, de Lehrer kuckt zur Finster (zum Abtritt) raus! Trier-Stdt, — komme raus, Modder scheppt de Grombire (Kartoffeln) aus! Kobl-Weissenthurm, — ginn eraus, de Lehrer giht en et Wirtshaus! Kobl-Stdt. So scheiden wir mit Sang u. Klang, leb wohl, du Schulkasern, met deinem Rechnen, Schreiwen, met deinem Huckelbleiwen; leb wohl, du Schulkasern! bei Entlassung aus der Sch. Kobl-Stdt. Mer han ken Schüllche, mer han den ganzen Dag ken Sch.; mer han ken Arbet, mer han de ganzen Dag nouch nüsgedohn! bei schulfreiem Tage Sieg-Rhönd. Ech möut (möchte) so gar no der Sch.ə gonn; ech bön so bang für der Jüdd, J., J.! MGladb-Kleinenbr. 1—7, in der Sch. wird geschrieben, in der Sch. wird gelacht, bis der Lehrer bitsch-batsch macht; utsch, Herr L., dat duht weh, morgen komm ich gar net meh, iwermorgen k. ich wieder, dann tu ich nicht lachen wieder (bin ich da mit der Grossmamma)! Auszählr. Bernk. Die Schüler gingen früher (noch 1845) mit dem Lehrer zu Neujahr, um in der Gemeinde Speck, Eier, Hafer udgl. einzusammeln (zum Naturaleinkommen des Lehrers); dabei sangen die Kinder von Gummb-Kalkkuhl: nō dər kaləkūl es dər ōəljanŋ; nīərjēləpə (Niedergelpe) es dər ūəwərjaŋ (näkstə jaŋ); (Hülsenbusch) nom (= n) hölzənböes dər kirkənjaŋ; (Nochen) om nkən, d fręttən zə ət fle mit dən knkən; (Peisel) in dər pēzəl d ez ət föər hūs (da wohnte 1809 ein Peter Fischer); (Elbach) in dər elbiχ es dər müllənjaŋ (-dū); (Flaberg) om flāberχ es dər mittənklaŋ (da muss damals eine Schmiede gewesen sein); (Hagen) im hāγən, do zind də kackən (wonnən blāγən); (Würden) un wūrdə es də klēn jəmēn (Gemeinde, die kleinste u. letzte Ortschaft d. Evangelischen) (der Gottesdienst im Winter durfte nicht eher beginnen, als bis nachgefragt war, ob auch jemand aus der Würde da war, denn die Würdener hatten den weitesten Kirchweg); Berghusen es de grote Stadt, do fretten sek alle Bommeln (Buren) satt. — Scherzfr. Wo setzt mer, wemmer en de Sch. geht? Nirgends, mer geht en de Sch. Rhfrk. En wat für en Sch. wird net geheizt? in der Baumschule Aden-Winnerath. — 2. übertr. a. Kenntnis, in den Wend.: mer muss noch Sch. kreien; mer hat Sch. dorvan ist darüber unterrichtet Prüm. — b. vorgelesene Predigt Siegld. — c. Sch. halle (halten) ein Ballsp., wobei der Ball in verschiedener, stets schwieriger Art zugeworfen wird Simm-Laub; Sch. precke Jül. — d. of der hehcher Sch. im Gefängnis Klev-Luisend (pfälzisch). — e. s. Baumschule, Reitsch. (Karussell).