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 PfWB Grenz-scheide (Bd. 3, Sp. 432)   PfWB Grenze (Bd. 3, Sp. 431)   RhWB Grenzstein (Bd. 2, Sp. 1392) 
  -scheide f.: 'Grenze zwischen zwei Gemarkungen', vgl. PfWB Grenze 1 b. Dort esch die Bach die Grenzschääd [ BZ-Dernb]. Südhess. II 1460; Rhein. II 1392. —

 

   Grenze f.:
1.
a. 'Landesgrenze', Grenz (gręnds) [verbr.], Grens [Lambert Penns 70]. —
b. 'Gemarkungsgrenze'. Sie han die G. begang [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Gemarkung 2. a. 1563/64: auß disem grundt steiget die grenitze oder scheide Widerumb durch einen Walt hinauff [ZweibrKrikBeschr. 16]. a. 1585/88: Der Muhlwalt, der Rotbosch, ... die Heintzenheck ist alles ein gebosch, stost an die Greinitz gegen Sct. Wendell [ZweibrDom. 90, S. 424 (WD-Niedkch)]. —
c. 'Ackergrenze' [LU-Oggh Don-Werb vereinzelt Gal (hier dafür zumeist das an poln. granica angelehnte Granez/Gronez)]; vgl. PfWB Grenzfurche, -scheide. RA.: Er hot Fiß for die G. absetrede [ FR-Bockh]. —
2.
a. 'Malzeichen, nach dem mit dem Klicker geworfen wird' [ RO-Ruppeck KB-Marnh]; vgl. PfWB Grenzchers, PfWB Strich. —
b. 'Malzeichen, von dem aus mit dem Klicker geworfen wird' [verbr. WPf NPf Frankth LU-Ruchh NW-Lindbg GH-Kand]; vgl. PfWB Grenzstrich. Syn. s. PfWB Anmal1. —
3. 'Maß des Erlaubten'. In dem Faß do liegt en Wein, wu mer bei der Zuckerung e bissel arg unner die G. runnergerütscht isch; dem hab ich g'hörig Glyzerin gewwe [Zahn Pläsier 259]. — Südhess. II 1459; RhWB Rhein. II 1392; LothWB Lothr. 215; ElsWB Els. I 279; Bad. II 469.

 

  PfWB Grenzstein (wer Gr. versetzt, muss nach der Volkssage nach dem Tode umgehn als feuriger Mann, den Grenzstein schleppend, bis einer auf seine Frage ‘Wo setz ich meinen Pfahl?’ antwortet: ‘Setz ihn, wo du ihn nahmst’ Allg.; um die Gr. schreiten zu Mitternacht feurige Wächter, welche dieselben schützen MGladb-Korschenbr),