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 PfWB greinen (Bd. 3, Sp. 427)   PfWB wingerzen (Bd. 6, Sp. 1386)   RhWB wingern (Bd. 9, Sp. 549) 
   greinen schw.:
1.
a. 'weinen', greine (grainə) [SOPf mancherorts übrige Pfalz verbr. Don Gal Buch], (grḁinə, grǫinə) [mittl. u. nördl. VPf östl NPf vereinzelt übrige VPf, vgl. Bertram § 91], grine (-ī-) [lothr. SWPf PfId. 58], zur Verbr. s.

[Bd. 3, Sp. 428]
K. 167. Zs.: PfWB aus-, PfWB vergreinen. Syn.: PfWB angeln1 6, PfWB bäksen, PfWB bläksen 2, PfWB brüllen 2, PfWB piensen, PfWB plärren 2 a, PfWB flennen, PfWB grinsen 2, PfWB heulen, PfWB kreischen, PfWB maunzen, PfWB schnipsen, PfWB surbeln, PfWB surren, PfWB weinen, PfWB wimmern. Das Kind geht g. [PfId. 50], dut bitterlich g. [ NW-Kallstdt], hot so arich gegreint [verbr. Gal], greint sich die Aage rot [ NW-Frankeck], greint sich die Aage vor de Kopp [ ZW-Battw]. Er greint Aaewasser 'Tränen' [ KB-Weihf]. Sie greint un kriegt kän Aagewasser [ LU-Alsh]. Sie greinen Rotz un Wasser [ Gal-Dornf]. Groin doch net de ganze Dag! [ LU-Opp]. Ich bin so glicklich, ich kennt grad g. [Münch Höll. u. Himmf. 62]. RA.: Die lachen, wie die Speyerer greinen [ LU-Neuhf

[Bd. 3, Sp. 429]
Oggh NW-Erph Kaislt]. Die hot 's Lache un 's Greine in eem Sack [ LU-Muttstdt], in eem Säkkelche [Kaislt verbr. Don Gal Buch]. Do kennt mer g. un weit fortlaafe [ KB-Bischh]. Kumm, grein net, ich binn der aach e Schlopp in de Zopp, scherzh. Trost für ein weinendes Kind [ Gal-Dornf]. SprW.: Wammer de Kinner de Wille dut, greinen se net [verbr. NPf LU-Muttstdt Don-Alexanderhs verbr. Gal Buch Rußl-Worms]. Als gegreint! Was de greinscht, brauchscht net se brunze [ SP-Schiffstdt]. Wann die Engel reisen, greint de Himmel [ FR-Bockh]. BR.: Die Sunn, die morjens so frih lacht, sieht mer am Middag g. [ GH-Vollmw]. Das Rätsel von der Zwiebel s. PfWB ausziehen 1 a. VR.: Die Sunn scheint, de Paff greint, de Miller leit em Lare (Laden); wann mein Mudder Budder steeßt, krie ich aa e Flare (Fladen) [ KB-Bennhs]; Var. s. PfWB Sonne. —
b. 'klagen' [PfId. 56 PfL 27.11.1922]. Syn.: PfWB anstellen 6, PfWB papern 2, PfWB brummeln 1 b, PfWB grammeln1 2, PfWB greinern, PfWB jammern, PfWB jängern, PfWB kräcksen, PfWB lamentieren, PfWB nängern, PfWB nörgeln, PfWB stöhnen.
c. 'heulen', vom Hund [ LU-Alsh NW-Geinsh]. Volksgl.: Wann der Hund greint, sterbt ball jemand [ NW-Geinsh]. —
2.
a. Die Rewe greine, von der Saftabsonderung beim Rebenschnitt [ KB-Zell]. —
b. Die Grumbeere greine, wenn sie wässerig sind [KL-Landstl]. — Südhess. II 1456 ff.; RhWB Rhein. II 1383/84; LothWB Lothr. 216 grinen; ElsWB Els. I 275; Bad. II 468.

 

[Bd. 6, Sp. 1386]
   wingerzen schw.: 'wiehern', vom Pferd, wengerze (węŋerdsə) [ LA-Altd]; vgl. PfWB wiehern, PfWB wingern u. K. 395. Rhein. V 17/18 K. 1, IX 246 wängern, IX 549 wingern; ALLG I 312; Schön 227 wengse; ElsWB Els. II 840, ALA II 52; DWA IXX K. 13.

 

  PfWB  PfWB  ElsWB  ElsWB wingern -eŋ-, –i- Verbr. nach Wk. V, 1 (lachen) Rhfrk in Wend-Gronig (-ę-) Hofeld Obert Oberk (-ę-) Winterb, Ottw-Sotzw Wustw, Merz-Krettnich, Trier-Mettnich schw.: wiehern, vom Pferde. — Abl.: die Wenger(er)ei, das Gewenger.