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 PfWB grauzen (Bd. 3, Sp. 424)   RhWB schimmeln (Bd. 7, Sp. 1130) 
   grauzen, gräuzenschw.:
1. 'schimmeln, modern', grooze (grōdsə) [vereinzelt WPf PfId. 57 verbr. Gal], grääze (grdsə) [ KU-Wolfst Pirmas]; vgl. PfWB grauen, PfWB grauzeln 1. Zs.: PfWB an-, PfWB vergrauzen. —
2. 'moderig riechen, schmecken', grooze [PfId. 57]. — Südhess. II 1453/54; RhWB Rhein. II 1371; LothWB Lothr. 214 gräwzen; ElsWB Els. I 287.

 

  PfWB  ElsWB schimmeln Allg. [SNfrk, Klevld mehr gris werden] schw.: 1.a. mit Schimmel 1 behaftet werden, fresch Brut schemmelt lech (leicht) Rip, Allg. RA.: Fresch Br. schömmelt nit, aul Lieb rostet nit Wermelsk. Wer geschömmelt Br. ett, fend Geld MGladb-Korschenbr. Dat loss ech net sch. ich verbrauche es Rip, Allg. De schümmelt et nit för de Ogen der kann nichts ansehen, ohne es zu stehlen Geld-Nieukerk. — b. übertr. geschemmelt betrunken Mörs. — c. et schimmelt es regnet u. schneit durcheinander Bergh-NEmbt. — 2. ein Mädchen schimmelt heit wierer de ganze Owend das beim Tanz keinen Tänzer bekommt; eine alte Jungfer, die nicht heiratet Rhfrk, LRip, Klev, Berg, Mülh-Ruhr; he moss sch. bei gewissen Kartenspielen oder andern Spielen passen ebd.; der N. hät geschömmelt beim Kindersp. »Glocke u. Hammer«, wenn er kein Auge geworfen hat (jeder Würfel hat nur auf einer Seite ein Bild); dann muss er eine Bohne oder Marke an den abgeben, der die Schömmelskarte hat; wenn einer der Würfel aber das Bild des Hammers oder der Glocke zeigt, die andern aber nichts, heisst es: der Hamer het geschömmelt Gummb-Berghsn. — Abl.: die Schimmel(er)ei, dat Geschimmel(s).