Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Gras-frosch (Bd. 3, Sp. 413)   PfWB Frosch (Bd. 2, Sp. 1609)   PfWB Frosch(en)-nagel (Bd. 2, Sp. 1612) 
 -frosch .: wie schd., -frosch [verbr.]. Südhess. II 1445. —

 

   Frosch, Fröschm., f.:
I. 'das Tier Rana', der Frosch (frǫ), Pl. Fresch (frę) [verbr.], der Frosch, Pl. Fresche [ PS-Windsbg O'simt KL-Lind LU-Altr], die Frosch, Pl. Frosche [ KL-Hütschhs], der Fresch, Pl. Fresch [ KU-Albess Obw/T IB-Habkch Hass Nd'würzb Lautzkch], die Fresch, Pl. Fresche [ WD-Niedkch Hoof HB-Kirk

[Bd. 2, Sp. 
"> Dim. Freschche, -je, Pl. -er [verbr. WPf NPf], Freschi [mancherorts NPf], Freschelche [ KU-Bedb IB-Gersh PS-Gersb Pirmas RO-Rehbn KB-Kriegsf NW-Wachh Elmst], Freschel, Pl. Freschle [verbr. mittl. u. südl. VPf], Pl. Freschlich [um Landau]; vgl. PfWB Krotte. Zs. PfWB Dreck-, PfWB Gras-, PfWB Laub-, PfWB Wasser-, PfWB Wetterfrosch. Die Fresch kreischen 'quaken' [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Gal-Debolowka]. Er singt wie e Frosch quakst [ KU-Bedb]. Er hot e Maul wie e Frosch, von einem breiten Mund [LA-Mörzh, verbr.], Aache wie'n Frosch, von hervorstehenden Augen [ NW-Kallstdt]. RA.: Er isch kalt wie'n Frosch 'Ihn bringt nichts aus der Ruhe' [LA-Ranschb, verbr.]. Er bloost die Backe uf wie'n Frosch, von einem Zornigen [ LU-Maud NW-Kallstdt]. Der is aach net schuld dron, daß die Fresch käin Schwänz hun, von einem Dummen [ KU-Schmittw/O, FR-Kindh LA-Nd'hochstdt BZ-Dierb]. Ein SprW. s. PfWB forthuppsen. WR.: Wann die Fresch quaken, gibt's Reen [ KL-Wörsb, PS-Fehrb NW-Wachh]. Wann die Fresch im Sickeweel (Sickerwöglein) quakse, gebt's schää Werre [ KL-Stelzbg, LA-Wollmh]. Soviel Woche die Fresch vor Jergeda (23. April) quaken, so lang missen se nooh Jergeda stillschweige [ PS-Erfw]. Legt der Frosch sein Oier nidder, fehlt's an Rege un Gewidder [PennsDeitschEck 3. 4. 1937]. VR.: Die Freschquack, quackdie Freschquack, quackdes il (das ist) e luschdich Kor: Sie brauche sich net se kämme, weil se han ken Hoor [ KU-Bedb, KU-Rothsbg LU-Friesh Opp]; vgl. den VR bei Bach 1. —
II.
1. von Menschen.
a. Kosename für ein kleines Kind; mein Freschelche [ KU-Bedb KB-Kriegsf], mein Freschl [verbr. VPf]. Des isch e unseelich Freschel, von einem schwächlichen Kind [ LA-Gommh]. Zs. Nacktfrosch. —
b. Das is e kalder Frosch, von einem kaltblütigen Menschen, der sich nicht aus der Ruhe bringen läßt [ZW-Bechhf, verbr.]; das Gegenteil ist der Zappelfrosch.
c. Fresch, Uzname.
α. für manche Orte mit nassen Wiesen: FR-O'sülz Beindh Kl'karlb LA-Offb BZ-Steinf GH-Jockgr; vgl. Froschköpfe. —
β. für die Bewohner von LA-Queichh, weil sie beim Wort F. das Zungen-r nicht sprechen können. —
2. von Dingen.
a. 'hüpfende Knallkörper'. Sie hän Fresch g'schmisse [LA-Gommh, verbr.]. —
b. 'Eisenhaken, in dem die Deichselwaage hängt', Frosch [ LU-Alsh]. —
c. 'Eisenband, das die Vorderwagenbacken mit der darin steckenden Deichsel umschließt', Frosch [ LU-Ruchh]; vgl. Abb. 9 bei Backen.
d. 'Verstellvorrichtung am Vorderpflug' [ LU-Ruchh]; vgl. Froschmaul 4, -nagel. Zs. Wendefrosch. —
e. 'eine Turnübung am Reck (Durchbiegen des Rückens)', Frosch [ LU-Friesh]. — Südhess. II 969 ff.; RhWB Rhein. II 826 ff.; LothWB Lothr. 175; ElsWB Els. I 186 Frösch; Bad. II 238.

 

  -nagel m.: 'Verstellstift am Pflug', Froschnachel [südl. VPf Klein Wag. 119]; vgl. PfWB Frosch II 2 d, PfWB Reihnagel.