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 PfWB grammeln (Bd. 3, Sp. 406)   PfWB greinen (Bd. 3, Sp. 427)   ElsWB grineⁿ (Bd. 1, Sp. 275a) 
   grammeln schw.:
1. 'brummen', grammele; die Kuh grammelt [Schandein Sprachsch. 77]; vgl. PfWB brummeln 2 a, PfWB grummeln 2 a. —
2.
a. 'nörgeln' [verbr. VPf RO-Sippf PfId. 56 Danner Penns 72 Don-St.Andreas verbr. Gal Journal 1787 S. 212]; vgl. PfWB krangeln, PfWB brummeln 1 b, PfWB grummeln 1 b. Nix is'm recht, de ganze Dag grammelt er [ NW-Wachh]. Un all'gebott so grammelt er: Och wann's nor blooe Mondah wär! [Schandein Ged. 69]. —
b. 'weinerlich klagen' [ ZW-Lambsbn KB-Harxh LU-Rh'gönh Opp Ruchh LA-Maik Venn Nußd BZ-Dernb]; vgl. PfWB piensen, PfWB bläksen, PfWB flänschen 1 b, PfWB nängern. 's Kind grammelt [ KB-Harxh]. — Südhess. II 1439; RhWB Rhein. II 1345.

 

   greinen schw.:
1.
a. 'weinen', greine (grainə) [SOPf mancherorts übrige Pfalz verbr. Don Gal Buch], (grḁinə, grǫinə) [mittl. u. nördl. VPf östl NPf vereinzelt übrige VPf, vgl. Bertram § 91], grine (-ī-) [lothr. SWPf PfId. 58], zur Verbr. s.

[Bd. 3, Sp. 428]
K. 167. Zs.: PfWB aus-, PfWB vergreinen. Syn.: PfWB angeln1 6, PfWB bäksen, PfWB bläksen 2, PfWB brüllen 2, PfWB piensen, PfWB plärren 2 a, PfWB flennen, PfWB grinsen 2, PfWB heulen, PfWB kreischen, PfWB maunzen, PfWB schnipsen, PfWB surbeln, PfWB surren, PfWB weinen, PfWB wimmern. Das Kind geht g. [PfId. 50], dut bitterlich g. [ NW-Kallstdt], hot so arich gegreint [verbr. Gal], greint sich die Aage rot [ NW-Frankeck], greint sich die Aage vor de Kopp [ ZW-Battw]. Er greint Aaewasser 'Tränen' [ KB-Weihf]. Sie greint un kriegt kän Aagewasser [ LU-Alsh]. Sie greinen Rotz un Wasser [ Gal-Dornf]. Groin doch net de ganze Dag! [ LU-Opp]. Ich bin so glicklich, ich kennt grad g. [Münch Höll. u. Himmf. 62]. RA.: Die lachen, wie die Speyerer greinen [ LU-Neuhf

[Bd. 3, Sp. 429]
Oggh NW-Erph Kaislt]. Die hot 's Lache un 's Greine in eem Sack [ LU-Muttstdt], in eem Säkkelche [Kaislt verbr. Don Gal Buch]. Do kennt mer g. un weit fortlaafe [ KB-Bischh]. Kumm, grein net, ich binn der aach e Schlopp in de Zopp, scherzh. Trost für ein weinendes Kind [ Gal-Dornf]. SprW.: Wammer de Kinner de Wille dut, greinen se net [verbr. NPf LU-Muttstdt Don-Alexanderhs verbr. Gal Buch Rußl-Worms]. Als gegreint! Was de greinscht, brauchscht net se brunze [ SP-Schiffstdt]. Wann die Engel reisen, greint de Himmel [ FR-Bockh]. BR.: Die Sunn, die morjens so frih lacht, sieht mer am Middag g. [ GH-Vollmw]. Das Rätsel von der Zwiebel s. PfWB ausziehen 1 a. VR.: Die Sunn scheint, de Paff greint, de Miller leit em Lare (Laden); wann mein Mudder Budder steeßt, krie ich aa e Flare (Fladen) [ KB-Bennhs]; Var. s. PfWB Sonne. —
b. 'klagen' [PfId. 56 PfL 27.11.1922]. Syn.: PfWB anstellen 6, PfWB papern 2, PfWB brummeln 1 b, PfWB grammeln1 2, PfWB greinern, PfWB jammern, PfWB jängern, PfWB kräcksen, PfWB lamentieren, PfWB nängern, PfWB nörgeln, PfWB stöhnen.
c. 'heulen', vom Hund [ LU-Alsh NW-Geinsh]. Volksgl.: Wann der Hund greint, sterbt ball jemand [ NW-Geinsh]. —
2.
a. Die Rewe greine, von der Saftabsonderung beim Rebenschnitt [ KB-Zell]. —
b. Die Grumbeere greine, wenn sie wässerig sind [KL-Landstl]. — Südhess. II 1456 ff.; RhWB Rhein. II 1383/84; LothWB Lothr. 216 grinen; ElsWB Els. I 275; Bad. II 468.

 

  grineⁿ [krínə fast allg.; krinə in Bed. 2 K. Z.; kræìnə Bühl Ndrröd. N.] Part. gegrint, grint u. grinneⁿ [krìnə Hi. Obburnhaupt Str.; krenə Fisl. Hf.; kəkrìnə Str. Hf. Betschd.] 1. weinen, bes. von

[Bd. 1, Sp. 275b]
Kindern. Er grint wie ne Kind Obburnhaupt. Selten Dü. nur die Rda. D Sunn schint, s Vögele grint; s. Basel 147. ‘und liess inn schrigen (= schreien), grinen, weinen’ Brant Narr. 108, 53. ‘grinen’ Geiler P. III 17. ‘wann jre Freundt vmb sie greinen’ ders. Narr. 43. ‘Was hesch de denn ze gryne?’ Pfm. I 1. ‘s guet Lenel grint unn grint’ E. Stöber II 155. ‘Bol han i grine’ Lustig I 120. I hätt fast grine müen’ Kettner Mais. 7. ‘Dä griinsh? gal dä blibsh mär?’ Landsman Lied. 69. ‘Der lacht wie d’ Wälsche gryne’ JB. IX 100. 2. wiehern K. Z. ‘laß die storcken klöpren, die essel greinen, die hund bellen, die enten schnattern, die gäuch gucken’ Geiler Narr. 89. 3. Saft ausfliessen lassen von geschnittenen Reben: s Häl (die offne Stelle) grint Hi. Schweiz. 2, 745. Schwäb. 304. Bayer. 1, 996. Hess. 136.