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 PfWB graben (Bd. 3, Sp. 396)   PfWB schoren1 (Bd. 5, Sp. 1414)   PfWB ab-schoren (Bd. 1, Sp. 87) 
   graben1 st., schw.:
1.
a. 'mit dem Spaten den

[Bd. 3, Sp. 397]

Boden bearbeiten', grawe (grāwə, --, s. F.) [fast allg. WPf östl. NPf nördl. VPf Westteil der mittl. VPf vereinzelt übrige Pfalz, vgl. K. 165, verbr. Penns Don Gal Buch Rußl]; de Gaarde g. [KB-Albish, verbr.]; im Gaarde g. [PS-Schmalbg, verbr.]; mit'm Spate g. [ FR-Albsh]; vgl. PfWB herumstechen, PfWB schoren, PfWB spaten. Zs.: PfWB herum-, PfWB rauh-, PfWB umgraben. Mer han noch net gegrabt [WD-Niedkch, verbr.]. Mir fangen am Mondag an se g. [ KL-Fischb]. Die mit Graben beschäftigten Arbeiter werden angeredet: Dun ehr g.? [ NW-Haardt]. —
b. 'den Boden im Wingert mit Karst und Spaten tief auflockern'; de Wingert g. [LA-Edk, verbr.]. Heit werren mer mit'm Grawe ferdich [LA-Rhodt, verbr.]. a. 1775:

[Bd. 3, Sp. 398]
Von zwey Viertel wingarten zu g. [SSp., v.d.Leyen Fasz. 102 (Vormundschaft Wernersberg)]. —
2.
a. 'eine Vertiefung (Grube) im Erdreich ausheben'; e Grab g. [RO-Als, verbr.]; e Grawe (e Loch, e Brunne, e Keller) g. [verbr.]; vgl. PfWB Brunnengraben, PfWB auf-, PfWB hinuntergraben, PfWB ausheben I 1 d, PfWB auswerfen 1. SprW.: Wer en Grab grabt for annere, fallt selwer nein [Penns]. a. 1507: ein bronnen im dorf zu Alsenczbruck vf ihren costen graben vnd vfrichten [PfWeist. I 24 (RO-Alsbr)]. —
b. e Forcht g. 'beim Bohnenlegen mit der Hand eine Furche ziehen' [ LU-Hochd]; vgl. PfWB gräbeln 2, PfWB Graben I 2 c α. —
3. 'grabend aus der Erde herausholen', vgl. PfWB aus-, PfWB herausgraben.
a. de Schlag g. 'im Waldschlag die

[Bd. 3, Sp. 399]
Baumstümpfe roden' [ IB-Bliesmg/Bolch PS-Gersb GH-Büchbg Scheibhdt]; vgl. PfWB roden. —
b. Märredich g. 'Meerrettich ausgraben' [ KU-Bedb]. Scherzh. Antwort auf die Frage, wohin man gehe: Uf die Gipp 'Baumwipfel' Meerrettich g. [Hebel 110]. —
c. de Fuchs (de Dachs) g. 'den Fuchs (den Dachs) mit dem Dachshund und durch Graben aufstöbern' [ RO-Dielkch KU-Schmittw/O]. —
4. 'grabend in die Erde versenken', vgl. PfWB be-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB untergraben. Volksgl.: En weechi grini Walniß uf Warze geriwwe un noo unnich der Dachtrapp gegrawe nemmt Warze weg [Fogel Beliefs Penns Nr. 1684]. —
5. s. PfWB abgraben. — F.: In WPf NPf u. nördl. VPf gilt fast allg., im übrigen Gebiet vereinzelt grāwə, in der südl. u. teilw. in der mittl. VPf, in der übrigen Pfalz vereinzelt grwə (vgl. Heeger Südostpf. § 52, Bertram § 21); gRwə in KL-Lind; grwə in PS-Th'eischw, Kaislt u. mancherorts mittl. VPf (Bertram § 21). Part. Perf. vorn. gegrab bzw. gegrawe (vgl. K. 1, Linie gebroch/gebroche), gegrabt belegt für WD-Niedkch ZW-Battw RO-Dielkch KL-Fischb SOPf (Nachlaß Heeger). — Südhess. II 1433/34; RhWB Rhein. II 1333; LothWB Lothr. 214; ElsWB Els. I 266/ 67; Bad. II 456.

 

   schoren1 st., schw.?:
1.
a. '(Haare, Wolle) schneiden, scheren', schore [ LA-Nußd Venn GH-Schwegh]; Zs.: PfWB abschoren; de Hammel schore losse [ GH-Westh]. Einen VR. s. PfWB Mai. —
b. '(Heu) in lange Streifen zusammenrechen' [ KU-W'mohr]. —
2. '(mit dem Spaten) umgraben' [verbr. mittl. u. südl. VPf Umg. PS NPf, PfId. 128 Heeger Südostpf. 10 Kühn Hamet 135 Wilde

[Bd. 5, Sp. 1415]
284, Rußl-Speyer]; Zs.: ein-, herum-, PfWB umschoren; de Gaade (de Wingert) sch. [ LA-Edk]. De ganze Morje hawwich im Gaarde g'schore [ LU-Dannstdt]. — Südhess. V 720; RhWB Rhein. VII 1722; ElsWB Els. II 430/31.

 

  ab-schoren schw.: 'abscheren', z. B. die Wolle des Schafes, das Kopfhaar abschore [VPf]; vgl. PfWB abscheren 1. RhWB Rhein. VII 1722 schoren.