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 PfWB Gote (Bd. 3, Sp. 384)   ElsWB Götte (Bd. 1, Sp. 246b) 
   Gote f., Götel f., n.:
1.
a. 'Taufpatin'; vgl. PfWB Base 3, PfWB Patin. Zs. PfWB Taufgote. Hauptformen: Got (gōd), Gettche (gedχə), Gedel (gēdəl, gēdl), Gäidel (gęidəl, gęidl, gęil), Gettel (gedəl); seltener belegt sind: Gout (goud), Goo (gō), Goor (gōr), Gettsche (gedə), Gerel (gērəl, gērl), Gerrel (gärəl, gärl), Gäirel (gęirəl, gęirl); zur Verbr. s. K. 164., vgl. auch DWA IV. Auslandspfälzer: Goot [Lambert Penns 68 verbr. Don Gal Buch], Gout [ Gal-Mokrotyn Wiesenbg], Godel [verbr. Don], Geedel [Lambert Penns 61 Gal-Obersdf Kaisersdf verbr. Rußl], Gettche [ Gal-Hohenb], Gettl [verbr. Rußl]. Am zwette Weihnachtsdag holt mer 's Krischkinnel bei de Gedel [LU-Alsh, verbr.]. Die Kinner winschen bei Pedder (s. PfWB Pfetter 1) un Gettel 's Neijohr aan un kriegen e großi Brezel [ PS-Erfw]. An Oschdere gibt's bei der G. e Oschderhas un Oschdereier [ LU-Altr, KU-Brück PS-Erfw KL-Matzb KB-Kerzh]. Auch zur Konfirmation bzw. Erstkommunion werden die Kinder von G. und Pfetter beschenkt. VR.: Gäidl, geb ma e Bräidl (Brötchen) [ LA-Kirrw]. Hinner meiner Got ehrm Haus guckt so e großer Nußbaam 'raus; wann der Nußbaam Äppel träht, heirat ich meiner Got ehr Gret [Hebel 74]. —
b. Zs. PfWB Firm-, PfWB Nebengote. —
c. Dim. 'weibliches Patenkind', Gootche [ KU-Bedb], Gettche [ KB-Kriegsf], Geetche [Pirmas]. a. 1782: Dieses wünschet Von Hertzen seinem Lieben Göthgen K. M. Schmittin [Patenbrief aus NW-Haßl]. a. 1828: Nun liebe Gödel, Gott gebe dir Gnad und Segen. ... Dieses wünscht ... deine getreue Gödel Susanne N. [Patenbrief aus Neustdt]. —
2.
a. '(ältere) Tante', Goot [(1930) mancherorts WPf NPf NW-Dürkh BZ-Billh Don-Tscherwk], Goor [ KU-Albess], Gettche [ KB-Dannfs FR-Beindh]; vgl. PfWB Base 1 a. —
b. 'ältere Frau aus der Verwandtschaft' [man-

[Bd. 3, Sp. 385]

cherorts WPf SP-Mechth BZ-Rinnth]; vgl. PfWB Base 1 c. —
c. 'bekannte ältere Frau', Goot [(1930) verbr. WPf GH-Nd'lustdt Gal-Obl]; vgl. PfWB Base 5. —
d. 'Hausherrin' in der Anrede durch das Gesinde, Goot [ KU-Kreimb], Goo [ KU-Rothsbg]; vgl. PfWB Base 6 u. K. 24. —
e. Ein Mädchen, das ledig bleibt, gebbt e aldi Goot [ KU-Herschw/Petth KB-Dannfs]. — Zur Herleitung aus »Mutter in Gott« vgl. Kluge-Mitzka20. — Südhess. II 1424; RhWB Rhein. II 1311/12; LothWB Lothr. 211; ElsWB Els. I 246/47; Bad. II 450/51.

 

 Götte, Götti [Kètə Pfetterhsn. bis Wittenh.; Kèti Olti. bis Hattst.] m. Taufpate. Gang geʰ Ostereier holeⁿ bim Götti! Zweⁿ Götteⁿ Illz. Roppenzw. Iʰ ha in der Gotte un Götte s Neüjoʰr aⁿgewunscheⁿ Friesen. †‘ein knäblein das was sein göttin’ Patchen Pauli 339. 2. ausgelassener oder grosser, ungeschickter Mensch, Sonderling, Lump, Nichtsnutz, Lausbub; ein grosses, starkes Tier, z. B. ein Ochse: Das is noch e suferer Götti! Illz. Du bis mⁱr noch eine schöneʳ G. du hast da eine rechte Dummheit gemacht

[Bd. 1, Sp. 247a]
Banzenh. Dr Seppi is e rëchteʳ G. Sonderling Ruf. Co.; e satteʳ G., e nëtteʳ G. ‘Götti oder pfetter’ Wickram, J. Kn. Sp. A VI. ‘Unser Götte (Paten) bey dem Tauff’ Murner Narrenbeschw. 3. ‘Isch Einer Gätte’ Lustig I 88. Zss. Götteⁿking Hi.Schwäb. 236 Götte Götti m. Schweiz. 2, 527. Bayer. 1, 962.