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| PfWB gießen (Bd. 3, Sp. 314) | PfWB trinken (Bd. 2, Sp. 518) | PfWB Wein-kauf (Bd. 6, Sp. 1197) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'durch Neigen des Gefäßes Flüssigkeit in etwas fließen lassen', gieße (gīsə) [verbr.]; vgl. PfWB schütten. Wein ins Glas g. [verbr.]. Zs.: PfWB abgießen 1 a, PfWB angießen 1 b, PfWB begießen 1 b, PfWB darangießen 1 a, PfWB daraufgießen 1 a, PfWB eingießen 1 a, PfWB vergießen 1 a, PfWB herunter-, PfWB hinunter-, PfWB übergießen. RA.: Wasser in de Wein g. 'beruhigen' [LA-Impfl]; en de Kopp g. 'lernen' [ FR-Bockh]; äne hinner d' Binn g. 'ein alkoholisches Getränk trinken' [BZ-Nd'horb, verbr.]; äne uf die Pann g., dass. [ FR-Albsh]. Sie gießt nor Olich in die Glut, jetz um so ärjer schlah'n die Flamme [Schandein Ged. 188]. — b. 'begießen'; de Gaarde (die Blume) g. [PS-Erfw, verbr.]; Duwak g. 'Tabaksetzlinge [Bd. 3, Sp. 315] angießen' [ LA-Gommh GH-Leimh]. 's Duch werd uf der Duchbleich gegoss [ KU-Schmittw/O]. Im VR. bei buckelig 1 a heißt es: Will mol in moin Gaarde geh, will moin Gaarde g. [ NW-Freinsh]. — 2. a. Blei g., um die entstandene Form als Orakel zu deuten [ LU-Opp]; vgl. PfWB Bleigießen. Volksgl.: Wammer die Krischtdag oder Neijohrnacht unner'me Baam en Kugel gießt, sehnt mer der Deiwel [Fogel Beliefs Penns Nr. 1333]. — b. Der Anzug is (sitzt) wie gegoss [ KL-Lind KB-Mauchh], wie an de Leib gosse [ IB-Bliesmg/Bolch]. — 3. unpers. Es gießt wie mit Kanne 'regnet stark' [ RO-Obd]; dass. kurz: 's gießt [verbr.]. BR.: Wann's 's ganz Johr net reent, an Fraleichnamsdag gießt's [ FR-Bockh]. — F.: Präs. Sing. 1: gieß, selten (vorn. NWPf) gieße; 2: giesch(t); 3: gießt; Pl.: gießen/gieße, zur Abgrenzung vgl. die Angaben bei beißen; Part. Perf.: gegoss/gegosse, zur Grenze vgl. die Linie gebroch/ gebroche auf K. 1. — Südhess. II 1355/56; RhWB Rhein. II 1224; ElsWB Els. I 238; Bad. II 415.
| [Bd. 2, Sp. 519] hälmche t. [ebd.]. Loß mich e Maulvoll t.! [ LA-Herxh]. Der trinkt e Bauchbitt voll [ PS-Geisbg]. Er dut allegebott t. 'Er trinkt oft' [ RO-Obd]. Er dut 'm Becherche selieb (zuliebe) t. [ KU-Schmittw/O]. Er hot in de leere Mache (Magen) getrunke [ LA-Gommh]. Kaffee getrunk?, scherzh. Grußformel beim Vorübergehen an Arbeitenden zur Nachmittagszeit [ RO-Steinb]. RA.: Er hot Gall getrunke, vom Griesgrämigen [ LU-Opp]. Er macht e G'sicht, wie wann er Essig getrunk hätt [ PS-Gersb]. Er hot net 's Wasser verdient, wu er getrunke hot [ LU-Muttstdt]. Gell, du hoscht noch kään Kannelwasser getrunke? Androhung von Schlägen [ NW-Weish/S]. Er hot Plauderwasser getrunk, von einem Geschwätzigen [ Gal-Brotschk]. Der muß heit barfießig schlofe gehe un kalt Wasser trinke, scherzh. Trost für ein Kind, wenn ihm jemand wehgetan hat [ KL-Trippstdt Kaislt KU-Kaulb, ähnl. Don Gal Buch]. Wammer dich net hätt un de Leffel, mißt mer die Supp trinke [NW-Wachh, verbr., auch Don Gal Buch]. SprW.: Abwarte un Tee trinke! [KU-Kaulb Krieger 41] Volksmed.: Bei Dorchmarsch (Durchfall) trenkt mer kalt Wasser, bei Vergiftunge warem Wasser un Butter dren [ WD-Niedkch]. Volksgl.: Fer's Heemweh soll mer Kaffee darich der Spiellumpe seihe un drinke, dann vergeht em 's Heemweh [PennsDeitschEck 27. 2. 1954]; Var. s. bei PfWB Schlückser. Einen VR. s. bei PfWB Birne 1 a (Bd. I 935 Z. 31). — Im bes. 1. a. 'alkoholische Getränke trinken'. Zs. PfWB ab-, PfWB an-, PfWB aus-, PfWB er-, PfWB herum-, PfWB mit-, PfWB nach-, PfWB ver-, PfWB voll-, vor-, weg-, PfWB zutrinken. Syn.: PfWB abbeißen 1, PfWB abheben I 2 f, PfWB abschießen 1 c, PfWB abtrinken 3 b, PfWB abziehen I 1 a δ, PfWB anfeuchten 2, PfWB anrauchen 2, PfWB ausblasen 2, PfWB ausbürsten 2, PfWB auspitschen, PfWB ausschwenken, PfWB ausstauben 3, PfWB ausstülpen, PfWB bamscheln, PfWB bamschen, PfWB bechern, PfWB perlen1 1, PfWB pfetzen 6, PfWB pitschen1, PfWB plämpern, PfWB blasen 3, PfWB prösteln, PfWB prosten, PfWB prostern, PfWB büffeln2, PfWB büffen2, PfWB pülvern 2, PfWB pumpen 1 b, PfWB bumpsen 3, PfWB bürsten 2, PfWB darangießen, -schütten 2, PfWB daraufmachen 2 a, -setzen 2 b, PfWB tanken 2, PfWB tätschern, PfWB dawiderschütten, PfWB tönen 2, PfWB torschen, PfWB tränken 1 c, PfWB trudeln, PfWB dudeln, PfWB tulpen, PfWB tuten, PfWB genehmigen, PfWB genießen, PfWB gießen (hinter die Binde, auf die Pfanne), gluckern, heben, hinunterbürsten, -drehen, -gießen, -jagen, -leeren, -schütten, -stürzen, kaufen, kippen, kneipen, knorksen, läppern, latzen, ledern, leeren, leisten, logeln, löschen (den Brand), lotteln, lumpen, lüpfen, mahlen, mitnehmen, nehmen, nippen, rupfen, saufen, schaskenen, schlachten, schlenkern, schlucken, schlurfen, schmettern, schmieren, schnäpseln, schnapsen, schnärren, schnellern, schöpfen, schöppeln, schütten (hinter die Krawatte), schwächen, [Bd. 2, Sp. 520] PfWB schwefeln, PfWB schwenken, PfWB stauben, PfWB stechen, PfWB stemmen, PfWB stoßen, PfWB stülpen, PfWB stürzen, PfWB suckeln, PfWB süffeln, suffen, süffern, PfWB umstoßen, PfWB verdrücken, PfWB verhaften, PfWB verlöten, PfWB wamschen, PfWB wegmachen, PfWB weichen, PfWB zechen, PfWB zerren, PfWB zulegen, PfWB zupfen, PfWB zwitschern. Vgl. auch die Syn. zu PfWB betrinken. — α. intrans. RA.: uf pälzisch t. 'alle Gläser leeren bis auf den letzten Tropfen' [Wilde 263]. Aufforderung zum Trinken: Trink, awwer aus käm leere (Glas)! [ GH-Kand, PS-Erfw]. Trink, daß de was werscht! [ NW-Freinsh]. Trink emol, bischt eh kän Stiefkind! [ PS-Erfw]. Vadder, trink, mer sein Brirer! [Hebel 32]. E Veglche hot immer nore geß un geß un nie getrunk, un so is es verreckt (Aufmunterung zum Trinken) [Don (Steinmetz)]. Mer redt immer bloß vum viele Trinke, an de Dorscht denkt känner [Pirmas]. Zuruf an den Trinkenden: Trink g'sund! [verbr. Gal]. Zum ersten: Trink un steh! Darnach: Trink un geh! Trinkst du ferner und setzt dich nieder, ei, so such auch Geld herwieder [PfW. 1909 S. 88 (alter Weinspruch von 1669 aus KL-Fischb)]. Scherzw. des Trinkenden: Ich trink for eich all (wie der katholische Pfarrer beim heiligen Abendmahl) [ KU-Schmittw/O]. Er trinkt se all unner de Disch 'Er verträgt mehr als alle anderen' [ KL-Fischb, allg.]. Er trinkt for e Kreizer un stellt sich besoff for e Sechser [verbr. Gal]. Er raacht net, trinkt net, schnuppt net, un lebt ganz wie e Sau [ RO-O'mosch]; vgl. die Var. bei rauchen u. Sau. SprW.: Esse un Trinke halt Leib un Seel zamme [NW-Kallstdt, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]; dass.: Gut Esse un Trenke ... [ HB-Kirrbg], Gut gesse un getrunke ... [ LU-Friesh, KB-Kriegsf]. — β. trans. de Korze (den Kurzen 'Schnaps') t. [KU-Kaulb, verbr.]; e Schoppe t. [allg.]; e Halbschoppe t. [ GH-Kand]; e Stehschoppe t. 'vor dem Weggehen noch im Stehen t.' [ KU-Bedb RO-Obd]; vgl. PfWB Trollschoppen; enner (enne, en, ens usw., s. PfWB ein) t. [allg.]. Trinke mer noch ääns? [ KL-Fischb]. Vinzenz, trink ens! [ LA-Hainf]. Den kann mer trinke, bis eem die Finger gleichgewachse sin 'bis in Ewigkeit' [ KB-Zell]. Er hot en soviel (einen zuviel) getrunke [ LA-Gommh]. Er hot iwwer de Dorscht getrunk [ KU-Schmittw/O]. De Hofjäb hot de Korze e bißche arig gere gedronk [PfId. 187]. Der kann nix trinke, er sauft alles [ KB-Kerzh]. Beschääd t. 'trinken, wenn einem das Glas angeboten wird' [LA-Venn, verbr.]; Bruderschaft t. [allg.]; Winkuf t. 'beim Abschluß eines Kaufhandels die Beteiligten und Freunde freihalten', vgl. PfWB Weinkauf [Kirchhbol]. SprW.: Wer lang Wein trinkt, werd alt [Wilde 262]. Wer's glaabt, werd selig; wer Wein trinkt, werd fröhlich [ LU-Friesh]. Volksgl.: 'me Kind därf mer nix Stärkeres zu drinke gewwe, ebs (ehe er) en Johr alt is, 's wachst nimmi [Fogel Beliefs Penns Nr. 77]. Trinklied: Trink mer [Bd. 2, Sp. 521] noch e Treppche usw., s. PfWB Tropfen 2 a. a. 1534: ein pfennig werdt Brots vnd ein Mosz wein zu essen vnd drincken [SSp., Weistum von LU-Neuhf]. — b. 'regelmäßig und zuviel Alkohol t., der Trunksucht verfallen sein', vgl. PfWB Trinker, PfWB betrinken. Er trinkt, hot aangfang se t., hot sich 's Trinke aangewähnt [ NW-Kallstdt, allg.]. Er kann 's Trinke net losse [ KU-Schmittw/O]. — c. in älterer Zeit: Tabak t., s. PfWB Tabak 1 b. — 2. an der Mutterbrust t. 's Kind trinkt, kriet se trinke [ BZ-Dierb, allg.]; 'm Kind se trinke genn 'die Brust geben' [ KU-Bedb]. Sie loßt 's Kind noch t. [ LA-Gommh]. 's Kind dut Ditz t. [verbr. Don Gal Buch]. Ein Rätsel s. bei PfWB Faß. — F.: fast allg. driŋgə; dreŋgə in KU-Frohnf WD-Niedkch RO-Lohnsf: dręŋgə in HB-Kirrbg IB-Rohrb LU-Böhl. Part. Perf. gədruŋg fast allg. WPf, gedruŋgə fast allg. VPf (vgl. Linie gebroch/gebroche auf K. 1); gədroŋg u. gədroŋgə zum Inf. dreŋgə, dręŋgə. Präsensformen wie bei bringen. — Südhess. I 1733 ff.; RhWB Rhein. VIII 1367 ff.; LothWB Lothr. 104; ElsWB Els. II 760/61; Bad. I 560/61.
| 1. 'Umtrunk (oft Bier) bei der Besiegelung eines erfolgreichen Handelsabschlusses', beim Wein-, Pferde- und Viehhandel, Acker-, Hauskauf, Richtfest, Verlobung; manchmal auch als Anzahlung oder Provision, Winkuff (winkuf) [mancherorts ges. Pf außer mittl. u. südl. VPf LA-Böching, Kühn Hamet 143 PfId. 152 Thielen 122 Vogelsgesang 25 Wilde 264 Krämer Gal 243], -kouf (-kǫuf) [ GH-Schwegh], Winguff (winguf) [verbr. ges. Pf außer mittl. u. südl. VPf SP-Heiligst GH-Lingf Nd'lustdt Schandein Sprachsch. 96], -goff (-gǫf) [ HB-Medh N'alth IB-Habkch RO-Rehborn], Wenkoff [ WD-Niedkch], Wenguff [ IB-Rohrb], Weinguff [ LA-Wollmh], Woinguff [ LU-Neuhf]; s. K. 386; vgl. PfWB Handschlag 1, PfWB Schmusgeld; Zs.: PfWB Glockenweinkauf; W. trinke 'einen Handel besiegeln' [mancherorts]. Wann de Gailshannel ferdich es, werd W. gedrunk [ KB-Albish]. Kumm emit, Philb, bei de Gerlach, s'gebt Winkuff [RO-Hochst (NPfGV 11/1936 87)]. W. trinke es kee More (Mode) meh (um 1925) [RO-Münstapp]. RA.: Der W. orrer dass Trenke, wo neicht koscht [ WD-Niedkch]. 's kann jo ken Hinkel meh verkaft wäre, glei murr (muß) e Fäßche Bier Wenkuff gedronk wäre [Westrich (PfId. 171)]. De W. hot e gespaltene Klooe (Klaue) 'Käufer und Verkäufer teilen sich die Kosten des Trunks nach dem Verkauf eines Rindes' [ KU-Kollw RO-Dielkch]. Volksgl.: Der Käufer eines Pferdes muß den W. (Faß Bier) zahlen, damit er Glück mit dem Pferd hat [ HB-Kirrbg]. Volksbr.: W. in Hülle und Fülle gab es bei der Bürgermeisterwahl, bei der Generalversammlung des Gesangvereins, bei Verkäufen, Versteigerungen [NPfGV 11/1936 87]. Der W. besteht aus Freibier, das (beim Pferdekauf) der Käufer zahlt [mancherorts]. Käufer und Verkäufer teilen sich den W., meist ein Faß Bier [mancherorts]. »Nach abgeschlossenem Kaufe wird das auf den Wagen geladene Quantum bezahlt; das, was vorher getrunken wird, ist frei, d. h. es geht auf Kosten des Verkäufers« [Wilde 264, Kleeberger 101]. Zum W. nach einem Viehhandel kommen auch die Nachbarn [ KU-Frohnf KL-Lind]. Wird das erhandelte Pferd oder Rind gleich mitgenommen, erhalten der Knecht oder die Magd, die das Tier bisher versorgt haben, ein Trinkgeld, den W. Er richtet sich nach dem Kaufwert: beim Kalb ½ Mark, beim Rind 1 Mark, beim Pferd bis 3 Mark. Wird das Tier erst einige Tage später abgeholt, wird mehr gezahlt [ BZ-Dernb]. Der W. wird in einer Wirtschaft getrunken [ ZW-O'aub]. Der Schmuser, der den Handel vermittelt hat, fordert meist zum W. auf [ KL-Reuschb]. Vk.: s. die Sage Der Winguffsfänger von Forst in: Viktor Carl: Pfälzer Sagen III 72. a. 1226: ... q(ui) om(ne)s biberu(n)t vinu(m) q(uo)d d(icitu)r [Bd. 6, Sp. 1198] winkouf [Dolch-Münch Urkb. Kaislt I S. 154, 156]. a. 1514: 5½ alb. haben wir zu winkauff geben [GgHospR S. 10]. a. 1550: ... hen wir geben zu wenkoff als wir den faren 'Stier' kauft hen [Wenz 292]. a. 1581: vnd von jedem mansmadt den gemeinden drey schilling zu weinkauf geben werden [PfWeist. 171 (LU-Böhl)]. a. 1593: Darumb gipt er ... den zwoen gemeinen 6 schilling pfening zu weinkauff [PfWeist. 174 (LU-Böhl)]. a. 1634: Item 3 fl. werden ... den Steinmetzen vndt Zimmerleuthen ... an statt deß Weinkauffs vndt Spitzweins (Spitzwein) ... verwilligt [WerschwSchR 106]. a. 1628: Dieses Jahr sind die Trauben nicht zeitig worden, und hat deswegen einen saueren wein gegeben, ist also in solchen Jahren, niemahlen Weinkauf gemacht [Niedhammer 84]. a. 1787: bei einem Güterverkauf: Den Weikauf zahlen beite Theile zur Halbscheid [SSp Falkensteiner A. 168 (KB-Ilbh)]. a. 1810: Einnahmen aus dem trockenen Weinkauf 'W. in Form von Geld?' [Dimel 77]. — 2. 'Handgeld an die Dienstboten als Besiegelung einer neuen Verdingung', Wei(n)kuff [ LU-Altr Rh'gönh SP-Harths GH-Erlb] -guff [mancherorts südl. VPf, Schandein Sprachsch.], Wei(n)koff [ NW-Duttw Geinsh] -goff [ NW-Haardt LA-Altd Böbing Bornh Essing Venn GH-Zeisk], Woi(n)koff [ NW-Lach/Speyd], Winkuff [NW-Weish/B, PfMus. 1889 77 (BZ-Dernb)], Winguft (wingufd) [ LA-Edk]; s. K. 386; vgl. Auf-, Daran-, Darein-, Darauf-, PfWB Dinggeld; PfWB einig 1, PfWB Bündelwein. RA.: hot de W. genumme 'hat sich verdingt' [ GH-Kand]. Volksbr.: Der W. wird am Bündelchenstag (26. 12.) von der neuen Herrschaft an die Magd (Knecht) gegeben [Grünenwald 35]. a. 1515: Item der kochmöutt 'Kochmagd' und den zweyen vihe meuden 'Mägde' zu winkauff [GgHospR]. a. 1531: ... knecht meygden vnnd dem dienst Volk zu Winkauff geben [GgHospR]. a. 1565: 8 albus zu Weinkauf geben ..., alß ich den frießen den Grundtt kandell ... zu legen verdingt [WerschwSchR]. a. 1589: dem hoffman ... für weinkauff wider bezalt als er das gesindt vff dem hoff gedingt vnd vor wein vndt brot außgeben [HornbSchR]. — Mhd. wînkouf 'Abgabe (in Wein) von einem Kauf' ( Lexer Lexer III 908). — RhWB Rhein. IX 550/51 Wingkuff; ElsWB Els. I 426 Winkauf; Hess.-Nass. IV 597/98; DWB DWb. XIV, I,1 944 ff.; Stoll 35, 169; Becker Vk. 227, 261; Alanne II 173; HRG V 1234/35; Carl Pfalz im Jahr 206, 208; R. Kaiser: Winkuff. In: NPfGV 11/1936 87/88.
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