ge-spreckelt Adj.: 1.a. 'gesprenkelt, gefleckt', gespreckelt [KU-Kaulb ZW-Gr'bundb L'wied KL-Stelzbg NW-Geinsh Haßl Spey LA-Hainf SOPf (Nachlaß Heeger)], gesprickelt [ KU-Hundh RO-Odh]; gespreckelde Hinkel [ KU-Hefw HB-Kirrbg NW-Deidh]; gespreckelde Eier [LU-Alsh Schandein Sprachsch. 68]; vgl. PfWB spreckelig. Zs. PfWB gelbgespreckelt. — b. 'sommersprossig', g'spreckelt [ NW-Kallstdt]; en rot gespreckelder Fuchs [ LU-Alsh]. — 2. 'sich närrisch gebärdend'. Die es gespreckelt [ FR-Bockh], gesprickelt [ RO-Als Wintbn]. — Südhess. II 1309; RhWB Rhein. VIII 427; ElsWB Els. II 558; Bad. II 396. | | sprecklig, adj. mit spreckeln (s. o.) versehen. ahd. sprehhiloht, maculosus Graff 6, 391. mhd. spreckeleht, spreckeloht. nhd. sprecklicht, spreckelicht, scretiato, scritiato, variato, sparso, macchiato, distinto di varii colori. Kramer dict. 2 (1702), 888c; spreklicht (als in der alemann. mundart noch gangbar verzeichnet), varius, guttatus, versicolor. Frisch 2, 307b. in heutiger mundart spreckelicht Vilmar 394 (für Hessen als 'allgemein üblich' aufgeführt. ebenda); spreckelig Autenrieth 135. häufiger daneben die form sprickelicht Vilmar 394. Hertel 232. Kleemann 21c. Jecht 106b; sprickelig Autenrieth 135, zu dem schon mhd. ein sprickelicht zu belegen ist. spriggelig Seiler Basler mundart 275b führt hinüber zu einem schon früh verzeichneten sprigeloht: (von Labans schafen:) diu aber sprigeloht werden, daʒ ist grün und gel, unde maneger lai varwe diu sigen min. Grieshaber predigten 1, 10; unde swaʒ schâfe waren wîʒ unde swarz diu waren herren Labans; sweliu aber waren sprigelot unde grün unde gel, diu waren herren Jacobs. 2, 61. auszerhalb des westgermanischen vgl. noch altnord. spreklôttr. der eiban der in India wechset, der ist sprinkeloht oder spreckelloht mit weiʒen und mit swarzen spreckeln oder sprinkeln. Megenberg 321, 11; grawe, schwartze, weisse und spreckelechte münch. Zell bei Schmidt els. wb. 334b. vgl. noch: die hant die muoʒ er mir hie lân, dâ der spreckelehte vogel oben ûfe stât. Neidhart 210 Haupt, wo der sprinze (s. unten sprinz, m. u. s. w.) oder jagdfalke gemeint ist. scherzhaft wurde ein am landgräflichen hofe zu Rotenburg befindlicher herr von Hahn wegen seines mit grau untermischten haares zur unterscheidung der spricklichte hahn genannt. Vilmar 394. |
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