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 PfWB Ge-rechtigkeit (Bd. 3, Sp. 219)   RhWB Ge-rechtigkeit (Bd. 7, Sp. 220) 
   Ge-rechtigkeit f.:
1. wie schd., Gerechdichkeit [verbr.]. 's is kee G. uf dere Welt [ Gal-Dornf]. Do war Ardnung in dem Land, do war Gerechtigkeet [Birmelin Penns Gezw. 146]. SprW.: Der Tod is die enzich G. uf der Welt [ Don-Gottlob]. —
2. 'Gerechtsame, Sonderrecht'. a. 1580: Ausserthalb churf. Pfaltz hott kein andere Herrschaft oder Adelsperson einige gerechtigkeit inn diesem dorff zu suchenn [Vogel 69]. Zs. Schildgerechtigkeit. —
3. 'Besitztum, Eigentum an liegendem Gut' [NWPf verbr. Don (Banat)]; vgl. PfWB Gerecht 2. De Baam steht noch ganz uf unserer Gerechdichkaat [ KU-Kaulb]. a. 1547: habenn sonst kein ander gerechtigkeit, dann ein Almendt [Zweibr-OABannb. 58]. — Südhess. II 1262; RhWB Rhein. VII 220/21; LothWB Lothr. 197; ElsWB Els. II 229; Bad. II 371.

 

 Ge-rechtigkeit Sg. t. f.: 1.a. alles Feld innerhalb der Dorfgrenzen, Gemarkung; de Bichebeirener G. Hunsr. — b. rechtmässiger Besitz eines Bauern an Land Mettm-Neviges Hardenbg; Grundbesitz, bes. von Haus, Hof u.

[Bd. 7, Sp. 221]
Garten; den hot en gross G.; dat Haus h. en gr. G. noch einen grossen Hofraum u. Garten; dein G. gäht noren bis heierhin; of meiner G. kann ich mache, wat ich well Mos, Wittl, SNeuw, Simm-Schlierschd; Gerechtsame; he hät G., sengem Nober (Nachbar) bowerm Huse heir te fahren Wermelsk, Mos, Wittl, SNeuw. — d. sin G. häbbe sein Genüge haben, mit Speise, Pflege (usf.) versorgt sein Geld. — e. de krestliche G. kreəgen ha mit den Sterbesakramenten versehen worden sein Aach-Stdt. — 2. wie nhd.; do soll mer jo a Goddes G. verzwivele Rip, Allg. RA.: de G. es bei den Bur et Dorsse (Dreschen), sej motten allemol ewevil duhn Klev-Donsbrüggen. Dat es mer net ze donn öm de Kneckere (Klicker), ävver öm de G. em Spell, sät der Jong Jül-Linnich.