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 PfWB Ge-ratter(s) (Bd. 3, Sp. 214)   PfWB Gärre (Bd. 3, Sp. 45) 
   Ge-ratter(s) n.:
1. 'dauerndes Rattern', Geratter [mancherorts]; vgl. PfWB rattern, Gerassel 1. Das G. hat mer nimmi heere kenne [ KL-Reichb]. —
2. 'Haufen zusammengelesener Steine', Geradders [ KU-Frohnf]; vgl. PfWB Rasselhaufen.

 

   Gärre f.:
1.
a. 'kleines Holzgerät, das durch Drehen um seine Achse ein knarrendes Geräusch hervorruft', rr (gär) [ KU-Kaulb LU-Alsh GH-Minf Buch-Illisch], Garr [ BZ-Dernb], Dim. rrlein [ SP-W'see]; vgl. PfWB Kläpper, PfWB Rassel, PfWB Ratsche. Mit der G. geben die Gärrenbuben in katholischen Orten in der Karwoche den Beginn des Gottesdienstes bekannt, weil die Glocken schweigen. —
b. 'am Durchzugsbalken angebrachte Vorrichtung, mit der man die Öllampe in verschiedene Richtungen verschieben kann' [ KL-Krickb]; beim Drehen der Vorrichtung entstehen knarrende Geräusche. —
2. 'durch neue Schuhe hervorgerufener Knarrton'. RA.: Do hot de Schuhma(ch)er far drei Penning G. eningedan [ KU-Kaulb RO-Mannw]; vgl. PfWB Gärksleder. —
3. alti G. 'ältere weibliche Person, die sich wie ein junges Mädchen kleidet' [ SP-W'see]; vgl. PfWB Gurre. — Zu PfWB gärren. — Südhess. II 1095; RhWB Rhein. II 1033.