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| PfWB Geld (Bd. 3, Sp. 166) | PfWB Kuh-geld (Bd. 4, Sp. 672) | |||||||
1. 'das Zahlungsmittel G.', in den Zs. auch 'zweckgebundene Zahlungen und Einkünfte', Geld (gęld) [fast allg.], (geld) [vereinzelt], Gald [ RO-Rehborn PS-Schönau Hirschth Fischb Busbg Bundth BZ-Darst Rechtb GH-Neubg]. Zs.: Ablaß-, PfWB Ahm-, PfWB Auf-, PfWB Papier-, PfWB Bar-, PfWB Bete-, PfWB Beutel-, Pfingst-, PfWB Boten-, PfWB Brot-, PfWB Brücken-, Busem-, PfWB Butter-, PfWB Tanz-, PfWB Daran-, PfWB Darauf-, PfWB Taschen-, PfWB Tauf-, PfWB Daugen-, PfWB Dehem-, PfWB Ding-, PfWB Trank-, PfWB Trink-, PfWB Eber-, PfWB Eckern-, PfWB Eich-, PfWB Eier-, PfWB Einstands-, PfWB Eltern-, PfWB Fahr-, PfWB Fang-, PfWB Farren-, PfWB Fasel-, PfWB Fersen-, PfWB Fleisch-, PfWB Fron-, PfWB Frucht-, PfWB Futter-, PfWB Gebot-, PfWB Glücks-, PfWB Gold-, PfWB Gras-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hand-, Hänsel-, Haus(haltungs)-, PfWB Hebe-, PfWB Heiden-, PfWB Herbst-, PfWB Heu-, PfWB Holz-, PfWB Karten-, PfWB Kegel-, PfWB Kirbe-, PfWB Kirschen-, PfWB Klein-, Klingelbeutel-, Konsum-, PfWB Koppel-, PfWB Korn-, PfWB Kost-, PfWB Kranken-, PfWB Kraut-, PfWB Kuh-, PfWB Kupfer-, PfWB Kuppel-, PfWB Laden-, PfWB Laudemial-, Lege-, PfWB Lehn(s)-, PfWB Lehr-, PfWB Mahl-, PfWB Makel-, PfWB Makler-, PfWB Mann-, PfWB Markt-, Maus-, PfWB Miet-, PfWB Milch-, Mitter-, PfWB Monats-, PfWB Montur-, PfWB Most-, PfWB Mühl-, PfWB Nadel-, PfWB Nickel-, PfWB Opfer-, PfWB Oster-, PfWB Reise-, Reue-, PfWB Ritt-, PfWB Roll-, PfWB Rück-, PfWB Sack-, PfWB Salz-, PfWB Sammel-, [Bd. 3, Sp. 167] Säue-, PfWB Schätz-, Schenk-, PfWB Schlaf-, PfWB Schmerzens-, PfWB Schmier-, PfWB Schmus-, PfWB Schul-, PfWB Schuß-, PfWB Silber-, PfWB Sonntags-, PfWB Spiel-, PfWB Spott-, PfWB Sprung-, PfWB Stand-, PfWB Stempel-, PfWB Sterbe-, PfWB Stich-, PfWB Stroh-, PfWB Sünden-, PfWB Un-, Waage-, Wege-, PfWB Weide-, PfWB Wein-, Werbe-, Wiege-, PfWB Wochen-, PfWB Zehr-, PfWB Zeitungs-, PfWB Zeugen-, PfWB Zuckerrüben-, PfWB Zunftgeld. Syn.: PfWB Asche 2, PfWB Bims2, PfWB Pinke3, PfWB Blech 3, PfWB Pulver 2 a, PfWB Draht 4, PfWB Drall 2, PfWB Gefuggers, PfWB Gezasseres, PfWB Gips2, PfWB Gori1, Grundbirnen, PfWB Kies, PfWB Klamotten, Klikker, Klötze, Knöpfe, PfWB Kröten, PfWB Lachs, PfWB Lappen, PfWB Larschan, Linsen, PfWB Meckes, PfWB Mees, PfWB Mesummes, PfWB Moneten, PfWB Münze, PfWB Nähts, PfWB Nickel, Nüsse, Quetschen, PfWB Rost, PfWB Rotz, Späne, PfWB Spauz, PfWB Zasseres, PfWB Zaster. — a. mit Adj.: bares, falsches, kläänes, großes, gudes, viel, wennich G. [ NW-Kallstdt, allg.]. Ich häb nor grouß G. [ BZ-Dernb]. For mein gut G. will ich aach gut War [ RO-Dielkch]. RA.: Wann ich dich seh un mein bar G., fehlen mer noch 99 Penning bis zu ääner Mark [ KU-Lauteck]; dass. auch mit dem Nachsatz: fehlen mer noch hunnert Penning zu ääner Mark [ PS-W'fischb]; auch: geht mer 's Messer im Sack uf [ KU-Kreimb]. Der es iwwerall wie 's bees G. [KU-Kaulb, verbr.]. (Mer ment,) die henn 's G. all, so verschwenderisch sind sie [Zahn Pläsier 187]. SprW.: E echter Zeihe (Zeuge) is bar G. wert [Feierowend Nr. 30/1965, S. 5]. Gut G. kummt wieder [ Don-Schowe]. Ungerecht G. geht net weit [Penns]. — b. mit Verben. α. G. als Objekt. αα. G. haben. Er hot viel (wennich) G. [ NW-Kallstdt, allg.]. Er hot G. 'hat (bares) G.' [allg.]. Ich han kä G. mehr [RO-Winnw, verbr.], kä G. mehr im Haus [verbr.]. RA.: Er hat G. wie Haai [PS-Saalstdt, verbr., auch Don Gal Buch]; dass. mit dem Zusatz: bloß net so lang [LU-Muttstdt, verbr.]. Er hot G. wie Mischt [verbr. Don Gal Buch]; dass. mit dem Zusatz: un koons in de Kischt [vereinzelt Don]. Er hot G. wie Bach [LA-Venn, verbr.]; dass. mit dem Zusatz: nore 's laaft nit [KU-Diedk, verbr., Hebel 17]. Er hot G. se fresse [ NW-Kallstdt, ZW-Battw]. Er hot mehr G. wie Verstand [ NW-Kallstdt]. Er hat so viel G., daß es net uf e Kuhhaut geht [ KL-Reichb]. Eich han kei G. for Stroh, darr eich (daß ich) mein Lais verbrenne kennt [WD-Niedkch, verbr.]; dass. auch als Antwort auf unerfüllbare Wünsche [Pirmas]. Er hat G. wie e Krott Hoor [KL-Einsdhf, verbr.]. SprW.: So geht's uf dere Welt: der ään hot de Beidel, der anner hot 's G. [Hebel 45]. Wer G. hot, der esch g'scheit [ BZ-Dernb]. Wammer koo G. hot, is mer dumm [verbr. Don Gal Buch]. Eine WR. s. PfWB Bartholomäus 1. Volksgl.: Wemmer de Guckuck zum erschde Mol heert kreische un hot G. im Sack, dann hot mer 's ganz Johr G. [GH-Schwegh, verbr.]. VR.: Geld [Bd. 3, Sp. 168] un gude Wort — wammer's hot, geht mer fort [ LA-Nußd]. Wer eischt e bissel Geldel hot, Forts. s. PfWB eist [ BZ-Wernbg]; s. auch den VR. bei Portmonnee 1. - - ββ. mit anderen Verben: G. ausgewwe, einnemme, verdiene, lehne (leihen), sammeraffe, ufbringe, einkassiere, gewinne [ FR-Bockh, allg.]. Er kennt nor G., sunscht nix [ LU-Opp]. Das koscht ään G. 'kostet gleich viel' [allg.]. Er kriet sein G. monatlich [ KB-Kerzh]. Ich muß moin G. blutsauer verdiene [ LU-Opp]. Er versteht's, G. se mache [ KU-Schmittw/O]. Er hot all sein G. verjuckt [ BZ-Dernb]. 's G. verbambuschiert der Simpel [Keiler 71]. Er bringt 's G. unner die Leit 'gibt es leicht aus' [FR-Tiefth, verbr.]. Wer denne for dumm kaaft, der gebt sein G. umsunscht aus [ Gal-Dornf]. Der heirat 's G. 'heiratet um der Mitgift willen' [ IB-Gersh]. Geld, ich häb dich lieb!, sagt man von einem, der ein reiches, aber häßliches Mädchen heiratet [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Der Tüchtige macht aus Wasser un Dreck G. [Krieger 12]. Mir werd kä G. mehr gestohl, weil ich keins habe [ KL-Reichb]. Er hat sein G. in e lecheriche Beidel gesteckt, weil er das geliehene G. nicht mehr zurückbekommt [ KL-Einsdlhf]. Er werft sein G. in die Rabuus 'verschwendet es' [Kühn Palz 136]. SprW.: 's G. gebt sich aus, un der Narr bleibt im Haus [verbr. Don Gal Buch]. Mer gitt 's G. liewer 'm Bäcker un 'm Metzjer wie 'm Dokder [ KU-Bedb]. Die Narrheit koscht G., von den Ausgaben während der Fastnachtszeit [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Die Hand beißt mich, ich krieg G. [BZ-Dernb, Fogel Beliefs Penns Nr. 330]; Ähnliches s. PfWB Frack 2 a. VR. s. PfWB pumpen 3, PfWB verschnäuken 1 a. — β. G. als Subjekt. 's G. es mer ausgang [ RO-Sitt, allg.]. Mein G. isch all [LA-Birkw, verbr.], esch fort [LA-Frankw, verbr.], is gestrußt 'gestohlen' [ PS-Geisbg], is schleife gang [Zweibr], is die Bach nunner [ ZW-Ernstw], isch hopp [ IB-Bliesmg/Bolch], is mau [ KU-Ohmb RO-Falkst], esch blede [ NW-Erph KL-Wörsb], is fleete [KL-Fockbg/Limb, verbr.], is ebbe [ KL-Wörsb], isch beim Deiwel [ NW-Ellstdt]. 's G. is 's wennichscht bei meer [ KL-Reichb KB-Kriegsf]. 's G. geht wie Wasser [ Gal-Dornf]. 's G. geht en [ WD-Niedkch]. 's geht veel G. dorch sein Finger [ KU-Schmittw/O]. 's G. laaft 'der Geldverkehr ist rege' [ LU-Alsh]. Unser G. macht 'vermehrt sich' [ LA-Nd'hochstdt]. 's G. rollt [ LU-Altr]. RA.: Dem es sein G. en de Kopp gestee [ KB-Bischh]. Adschee Kattche, vor'm Fenschder leit 's G. 'Wir sind fertig miteinander' [Kus, verbr.]; dass. auch als Abschiedsgruß [Pirmas]. SprW.: Demnooch War, demnooch G. 'Wie die Ware, so die Bezahlung' [ LU-Oggh]; dass. umgestellt: Wie 's G., so die War [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Wu 's G. anfangt, heert die Freindschaft uf [ NW-Freinsh]. Wann 's G. all is, hot die arm Seel Ruh [ Gal-Dornf]. Wu G. isch, isch de Teufel; wu käns isch, isch er zwäämol [Bd. 3, Sp. 169] [Wasgau-Bote Nr. 13/1934]. Wu kee G. is im Haus, dort flieht die Lieb zum Finschder naus [verbr. Gal]. G. un Mischt wenn (wollen) niemols lange [ BZ-Dierb]. 's G. leit uf der Strooß, mer braucht's nor ufsehewe [ ZW-Battw]. G. regiert die Welt [verbr. Don Gal Buch]. G. bezwingt die Welt [Hebel 45]. 's G. schafft nachts 'wächst ohne unser Zutun' [ KU-Diedk]. G. will zu G. un Gut zu Gut [verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: On Neijohr kocht mer Weißkraut, daß 's Geld net all werd [ KU-Schmittw/O]. VR.: Haitche, wie stinkschde; Geldche, wie klingschde, Abdeckerlied [ NW-Kallstdt]. Hopplehopp, mein G. isch fort, in Stroßbarg liecht mein Ranze; geh mer weg, du stolzi Krott, ich duu nit mit der danze [ BZ-Hofstätt LA-Nußd]; Var. s. PfWB Basel. Einen weiteren VR. s. PfWB dudelud. — c. mit Präp. Am G. leit'm nix [NW-Kallstdt, verbr.]. Der is arich uf's G. [KB-Bischh, verbr.]. In einer guten Gaststätte kriet mer eppes for sein G. [ ZW-Battw]. Das geht ins G. [ BZ-Dernb]. Die reichen Amerikaner versticken ball im G. [Hartmann Unkel 70]. Er kummt net aus met seim G. [KL-Stelzbg, verbr.]. Dem esch nor mit G. se helfe [ LA-Nd'hochstdt]. E guder Hund is net mit G. se bezahle [ KU-Schmittw/O]. 's geht um's G. [ KU-Bedb]. Er hot mich um's G. gebroocht [ LA-Nd'hochstdt]. Er macht alles zu G. [ LU-Opp]. Do kann mer leicht zu G. kumme [ GH-Hatzbühl]. RA.: Der Geizige setzt sich uf sein G. [ LA-Nd'hochstdt]. Wann die sich uf ehr G. stellt, is se aa scheen [ NW-Kallstdt]. Er is uf 's G. wie de Deiwel uf die arem Seel [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Das Unverkäufliche kriegt mer nit far G. un Quetschekuche [ BZ-V'weidth]. Er isch nimmi bei bar G. 'ist verrückt' [ PS-Lembg]. Die Gail wachse ins G. 'werden wertvoller' [ KU-Schmittw/O]. Er schwimmt im G. [ NW-Kallstdt]. Er stinkt noh G. [KB-Kriegsf, verbr.]. Dass. ironisch: Er stinkt noh G. wie e Sau noh Hooröl [Hebel 17]. Auf die Frage nach dem Theaterprogramm wird geantwortet: Heit owend spielen se »Wie die arme Leit um ehr G. kumm sin« [Kaislt]. Des krieschde, wann die arme Leit zu ehrm G. kummen 'Das bekommst du niemals' [Kaislt]. SprW.: Mit G. kummt mer durch die Welt [ LU-Opp]. For G. un gure Worte kriecht mer e Feich (Feige) un e Patschhand [ LA-Wollmh]. Luschdich sein ohne G. is aa e Gab Gottes [Kaislt]. Es dreht sich alles um's liewe G. [Feierowend Nr. 35/1953]. Volksgl.: Mer soll mit'm G. im Sack rappele, wann de Guckuck zum erschde Mol kreischt [ NW-Wachh]. — d. RA.: Mer isch grad dem G. sein Narr [vereinzelt, Hebel 45]. — 2. em liewe Gott sein G. 'Marienkäfer' [Kus KL-Weltb Mackb PS-O'simt]. Syn. s. PfWB Herrgottskäfer. — Südhess. II 1215ff.; RhWB Rhein. II 1174 ff.; LothWB Lothr. 192; ElsWB Els. I 215; Bad. II 350/51.
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