Geier-schnause f.: = PfWB Geiermaul, Geierschnaus [ KU-Godhs]; vgl. PfWB geier 2 a, PfWB schnausen. | | PfWB LothWB Schnause f.: 1. sachl. a. -ǫ·u.s, Pl. -zən Kartoffelstaudenfrucht, insofern man sie (auf einen Stock gespiesst) fortschleudert Saarl-Saarwelling. — b. -ūs, Pl. -sə Siegld. α. Kreisel, der durch rasches Aufziehen eines darumgewickelten Fadens auf dem Boden in wirbelnde Bewegung gesetzt wird [-ū:s Dür-Langerwehe]. — β. Spielzeug: Bleischeibe mit zwei etwa 1 cm weit auseinanderliegenden Löchern in der Mitte, durch die ein fester Bindfaden geführt wird, der dann in sich geschlossen wird. Um den an beiden Enden mit je einem Zeigefinger gehaltenen Faden wird die Scheibe geschleudert, so dass sich der Bindfaden aufdreht. Dann wird er mit scharfem Ruck mit beiden Händen auseinandergezogen, so dass sich die Scheibe schnurrend dreht und im Weiterdrehn sich, während man die Hände sich wieder nähern lässt, wieder aufwindet, so dass das Spiel dauernd am laufen bleibt. — γ. ein tüchtiges Mundwerk; wat hät dē ən Schnūs. — 2. persönl. verächtl. -ūs, Pl. -sə ein verlaufenes, vergnügungssüchtiges Mädchen, eine Frau, die herumsaust, Neuigkeiten zu hören und zu verbreiten, auch Name einer sagenhaften, berüchtigten Räuberin im Siegerlande. |
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