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 PfWB Geier-maul (Bd. 3, Sp. 133)   RhWB schnausen II (Bd. 7, Sp. 1570)   PfWB Geier-maul (Bd. 3, Sp. 133) 
   Geier-maul n.: 'wählerischer Esser', Geiermaul [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Geier2 3, PfWB Geierschnause. Südhess. II 1182; RhWB Rhein. II 1137.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB schnausen II das Wort, in die Gruppe schnauben, schnauken gehörig, auf ein snûsen zurückgehend, ist Rhfrk allg., Mosfrk anschliessend an die rhfrk. Saar in Saarl, Merz, im Hochw, dann an der uMos von einschl. Bernk an u. in May (hier in beiden Geb. mit schnäusen durchsetzt); vereinzelt noch Wittl-Cröv Binsf, Bitb-Kyllbgw, Daun-Strohn; rrhn. in Neuw (nicht kurköln.), Altk-Sörth, Sieg-Ägid, u. zwar Rhfrk -aus-, –ǫu- [im Monophthonggeb. von Saarbr, nach Saarl hineinreichend -ū-]; Mosfrk -ǫuz-, –ǫ·u.- [Saarl auch -ä·u.-; Neuw-Dattenbg, Sieg-Ägid -ū:-; Saarl-Wallerfang -usd-] schw.: 1.a. absol. kurz, kräftig u. hörbar durch die Nase pusten, schnauben, bes. nach grosser Anstrengung, in der Erregung (Wut) keuchend atmen; den Naseninhalt aufziehen; der schnaust wie e Jochperd, — Ewert (Eber), — e Schosseewalz; eich muss e biss-che schn. verschnaufen; de Kih schn. losse sich verschnaufen, rasten lassen Allg.; doch herrscht an der uMos 1 b vor. — b. absol. u. in etwas (einem Behälter) schn., herumstöbern, schnüffeln; et Schwein schnaust schnüffelt; er schnaust iwerall erum; dorem-, loremschn.; dat (Mädchen) schnaust schunn de ganze Dag in de Schublade; überall vorwitzig sich umschauen; bei änem schn. jmd. auszuhorchen suchen, herumschnüffeln Allg. (s. o. Bem. zu 1. a.). — 2. absol. wählerisch im Essen sein; verbotenerweise, heimlich

[Bd. 7, Sp. 1571]
an Speisen naschen u. stibitzen (auch etwas schn.), von Kindern, Tieren; eich mecht nore wisse, wer wiere an der Worscht schn. war; dar es ebbes, vor se schn. Allg. [essen, nur von kleinen Kindern; hos de weil alles geschnaust? Bernk (Mos)]. RA.: Der kann schn. wie en Katz Allg. En Hause (Bernk-Hausen) es neist ze schn. Neckspr. (ebenso von Kreuzn-Wallhsn). Schweppehause (Kr. Kreuzn), wo de Katze schn., wo de Hinkel (Hühner) krehe, wo de Hahne leə (legen). Dau kannst mer geschnaust were! abschl. Antw., du kannst mir gestohlen werden Simm-Laufersw; schnell vonstatten gehen. en Arwet schnust Siegld — Abl.: die Schnauserei, dat Geschnaus, der Schnauser, die Schnausersch(e).

 

   Geier-maul n.: 'wählerischer Esser', Geiermaul [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Geier2 3, PfWB Geierschnause. Südhess. II 1182; RhWB Rhein. II 1137.