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 PfWB Ge-blüt (Bd. 3, Sp. 91)   RhWB Wirrwesen (Bd. 9, Sp. 577)   PfWB Werrwesen (Bd. 6, Sp. 1268) 
   Ge-blüt n.:
1. 'das gesamte Blut eines Menschen,

[Bd. 3, Sp. 92]
eines Tieres', Gebliet (gəblīd) [(1930) verbr.]. Trink net so veel vum »Neie«, er geht ze stark d'r ins G. [Keiler 114]. Er hot sich 's G. vefrore (durch Erkältung) [LA-Wollmh, verbr., bes. VPf], 's G. verdorwe, dass. [ LU-Limbghf]. Von einem Schwermütigen sagt man, er habe schweres, dickes Geblüt [Pauli Heilm. 69]. a. 1672: Bei Fieberanfällen ließ man sich schröpfen, um das böse Geblüt fortzuschaffen [Küchler 367]. a. 1700: Wicken sind hartdäuig 'schwerverdaulich' und machen ein Melancholisch Geblüt [Exzerpt Kleeberger aus »Der Meierhof«, S. 1051]. a. 1700: Körfel 'Kerbel' treibt den Harn, zermalmt den Stein, zertreibt das geronnene G. [ebd., S. 1010]. —
2.
a. 'starke Blutung aus der Gebärmutter (bei der Entbindung)'. 's G. isch angebroche [(1930) LA-Gommh, verbr., auch Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB Herzgeblüt. —
b. 'Menstruation'. Sie hat ehr G. [KL-Reichb, verbr., auch Gal]; vgl. PfWB Periode, PfWB Besuch 2 b, PfWB Blume 2j; Ding 1 c β, PfWB Zeit. Volksgl.: En Fraa, as die Blitz hot, därf ken Kuche backe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1870]. —
3. 'Blutsverwandtschaft', Gebliet [Lambert Penns 60]. — Südhess. II 1144/45; RhWB Rhein. I 807/ 08; LothWB Lothr. 186; ElsWB Els. II 172; Bad. II 313/14.

 

  PfWB Wirr-wesen -węr- Simm-Argenth, Bernk-Merschd; wīər- Merz-Saarhölzb n.: Durcheinander, Trubel, Getriebe, verwickelte Geschichte; dat es en W., do kimmt kei Mensch draus.

 

 Werrwesen s. PfWB Wirrwesen.