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 PfWB Ge-blüt (Bd. 3, Sp. 91)   RhWB Ge-blüt(s) (Bd. 1, Sp. 807) 
   Ge-blüt n.:
1. 'das gesamte Blut eines Menschen,

[Bd. 3, Sp. 92]
eines Tieres', Gebliet (gəblīd) [(1930) verbr.]. Trink net so veel vum »Neie«, er geht ze stark d'r ins G. [Keiler 114]. Er hot sich 's G. vefrore (durch Erkältung) [LA-Wollmh, verbr., bes. VPf], 's G. verdorwe, dass. [ LU-Limbghf]. Von einem Schwermütigen sagt man, er habe schweres, dickes Geblüt [Pauli Heilm. 69]. a. 1672: Bei Fieberanfällen ließ man sich schröpfen, um das böse Geblüt fortzuschaffen [Küchler 367]. a. 1700: Wicken sind hartdäuig 'schwerverdaulich' und machen ein Melancholisch Geblüt [Exzerpt Kleeberger aus »Der Meierhof«, S. 1051]. a. 1700: Körfel 'Kerbel' treibt den Harn, zermalmt den Stein, zertreibt das geronnene G. [ebd., S. 1010]. —
2.
a. 'starke Blutung aus der Gebärmutter (bei der Entbindung)'. 's G. isch angebroche [(1930) LA-Gommh, verbr., auch Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB Herzgeblüt. —
b. 'Menstruation'. Sie hat ehr G. [KL-Reichb, verbr., auch Gal]; vgl. PfWB Periode, PfWB Besuch 2 b, PfWB Blume 2j; Ding 1 c β, PfWB Zeit. Volksgl.: En Fraa, as die Blitz hot, därf ken Kuche backe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1870]. —
3. 'Blutsverwandtschaft', Gebliet [Lambert Penns 60]. — Südhess. II 1144/45; RhWB Rhein. I 807/ 08; LothWB Lothr. 186; ElsWB Els. II 172; Bad. II 313/14.

 

  NRhWB Ge-blüt(s) [Siegld gəblē:] n.: 1. wie nhd. Et G. is angang Krankheit Simm-Schlierschd. Ech hammer et

[Bd. 1, Sp. 808]
G. verkält; dat lig (stech) dem em G. Allg. — 2. Menstruation. Dem Mädche es et G. stoh blive (los woəre) Rip, Nfrk. Dat wisse G. weisser Fluss uWupp. — 3. Verwandtschaft. G. tröckt (tüht) Rip, Nfrk. Dat G. drüg (lüg) net Allg. G. tröckt, sat der Jüdd, duə pütschet heə e Kauf dörich en döəre Heck Aach, — sät de Schnider, do sprong he en nen Dik on trok den Hippenbock wir herut NBerg. — 4. Blättermagen Birkf-Herrst.