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 PfWB Gauls-bremer (Bd. 3, Sp. 68)   PfWB Bremme2 (Bd. 1, Sp. 1195)   PfWB Brimme (Bd. 1, Sp. 1222) 
 -bremer (f. ?): 'Pferdefliege', Gailsbreemer [Beam Penns 40]; vgl. PfWB Breme 1 a, PfWB Gaulsmücke.

 

 Bremme2 s. PfWB Brimme;

 

   Brimme f.:
1. 'Besenginster (Sarothamnus scoparius)', Bremm, gew. Pl. Bremme (bręmə) [mittl. u. südl. WPf östl. NPf VPf], Pfremm, Pl. Pfremme (bfręmə) [ GH-N'potz], Brimm, Pl. Brimme (brimə) [KU-Wolfst u. Umg. (von KU-Bechb

[Bd. 1, Sp. 1223]
im Norden bis KL-Erzhs im Süden) Rockhs KL-Siegb Stelzbg NW-Hardbg SOPf (südl. der Linie PS-Hintwdth — BZ-Sarnst bis zur elsässischen Grenze von PS-Hirschth bis BZ-Schweighf], Pfrimm, Pl. Pfrimme (bfrimə) [ GH-Scheibhdt], Breem(e)le [ KB-Biedh], Bremse [Wilde Nachlaß], Brimmle [ SP-W'see]. Die Brimmen sind über die ganze Pfalz verbreitet. Mit blühenden B. schmückt man vielerorts zu Pfingsten den Quack (s. PfWB Pfingstenquack 1); sie sind auch Hauptbestandteil des Blumenstraußes, den man am Pfingstsonntag bzw. -montag den Langschläfern ans Bett steckt (s. PfWB Pfingstenlümmel 4 a). In ZW-Gr'bundb ritt früher ein in blühende B. gehüllter Bursche unter Begleitung der Jugend durch das Dorf. In der kargen Zeit um 1860 verwendete man die B. als Streu für das Vieh, weil man das Getreidestroh verkaufte [Groh Wörschw. 83]; in BZ-Dernb gebrauchte man sie noch um 1900 als Unterlage in den Betten. — RA.: um die Bremm erumgehe 'sich an eine Sache nicht recht herantrauen' [E. Weber, Pälzer Humor, Kaislt 1904, S. 123]; vgl. PfWB Brenne 2 a. Er is dorch die Bremme gange 'entlaufen' [Wilde 73]; vgl. PfWB Birke 1. VR.: Do iwwe stehre (steht eine) Bremm, un die Bremm blieht gääl; die Dingwerder (St. Ingberter) Märe (Mädchen) sin allegar schääl [Ingb]. Aus einem Quacklied: Die gääle Brimme, die heert mer wohl klinge; die Hinkele mache gackgack, die Aier sinn wohl fer de Quack, Quack [ KL-Stelzbg]. — a. 1581: Es soll keiner laub, hecken oder holtz, premen ... in eines andern gutt abhauwen vnd heimtragen [PfWeist. I 45 (KU-A'glan)]. a. 1662: Der Hirte verteidigte sich dahin, dorten seien die Bremmen so dick gestanden, daß ihm das Untier (Wolf) hintereinander 3 Ferkel aus der Herde geholt habe [Küchler 278]. a. 1740: einen öden Flecken mit vielen steinen, holtz und brimmen [Zink 124]. Syn.: Besembrimme, -ginster, -hecke, -heide, -kraut, PfWB Pfingstenlümmel 4 b, -quack 3, PfWB Pfingstlümmelblume, PfWB Brimmbesenstrauch, PfWB Fronleichnamsblume, PfWB Gelbbusch, PfWB Ginster, PfWB Ohnblatt, PfWB Quack, PfWB Rehheide.
2. 'Binse (Juncus)', Premm [ RO-Feilbg KB-Gauh NW-Geinsh LU-Iggh BZ-Gleisw Schweighf]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka19 Pfriem. Unsere Formen mit Pf- im Anlaut beruhen auf Umdeutung nach Pfriemen 'Schusterahle' (vgl. DWB DWb. VII 1793); sie sind aus dem Alemannischen eingedrungen. — Südhess. I 1098; RhWB Rhein. I 980 Brimme; Saarbr. 36 Bremm; LothWB Lothr. 64 Brimme; ElsWB Els. II 149 Pfrimen; Bad. I 215 Pfriemen.