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| PfWB gaukelig (Bd. 3, Sp. 63) | PfWB wackelig (Bd. 6, Sp. 987) | |||||||||||||||
1. von Dingen. a. 'schwankend, weil zu hoch und dünn', gauk(e)lich (gaugəliχ) [verbr. südl. VPf PS-Erfw], gaak(e)lich (gāgəliχ, --) [verbr. WPf NPf nördl. VPf LA-Nußd verbr. Gal], gook(e)lich (-ō-) [ KU-Börsbn Ingb NW-Haardt Neustdt BZ-Dernb Don-Tscherwk Werb]; vgl. PfWB gackelig 1. Das is e gaakelicher Baam [ NW-Weish/S], e gooklich Ding [ KU-Börsbn], e gaagliches G'stell [ LA-Nußd], e gaagelich Fuhrwerk [ LA-Gommh BZ-Dernb Gal-Dornf]. — b. 'wackelig, weil ohne festen Stützpunkt'. Der Pohl (Pfahl) isch gaakelich [ ZW-Dellf]. Der Wache (Wagen) fahrt so gookelich [ NW-Wachh GH-Freckf]. Die Läder (Leiter) steht gauklich [ PS-Erfw]. — 2. vom Menschen. a. 'hoch aufgeschossen und daher leicht schwankend'; e gaakliches Weibsbild [Zweibr, verbr.]. Das is e gaakelich Ding [KL-Matzb, verbr.]. Er geht so gookelich [ KU-Breitb, LU-Opp]. — b. α. 'schwächlich'; e gaakeliches Kind [ KU-Nerzw PS-H'mühlb]. — β. 'schwindlig', gaakelich [ PS-Hermbg], gookelich [ IB-Nd'würzb]. — c. von charakterlichen Mängeln. α. 'flatterhaft, ausgelassen, leichtsinnig', gaakelich [ KB-Stett FR-Bockh Lambsh Hettleidh], gookelich [ KU-Rothsbg]; vgl. PfWB gackelig 2 a. — β. 'eitel, gefallsüchtig, eingebildet', vgl. PfWB gackelig 2 b, PfWB gaffelig 1. Das kummt mol gaakelich doher [ KU-Kollw KL-Siegb]. — γ. 'unzuverlässig'. Des is 'n gaakelicher Mensch [FR-Tiefth, verbr. nördl. VPf NW-Erph]. — Zu PfWB gaukeln. — Südhess. II 1116/17; RhWB Rhein. II 1056; Bad. II 304.
| 1. 'sich hin- und herbewegend, locker, schwankend', wack(e)lich (wagəliχ, wagliχ) [verbr., Otterstetter 245 Lambert Penns 172], wackelisch (wagəli) [Henn Mda.-Int. 62]; w. gehn '(vor Altersschwäche) schwankend, unsicher gehen' [ ZW-Battw]; w. uf de Bään, dass. [ KU-Schmittw/O]; wackelige Zähn [ LU-Opp]; e wacklicher Stuhl [Krämer Gal 237]. De Disch steht w. [ KU-Schmittw/O]. Jetz, wo er alt un w. werd [Kraus Arwed 27]. RA.: Er is w. 'betrunken' [ HB-Höch]. Volksgl.: Ehr hänn e wackelige Disch - do hot die Fraa die Owwerhand [ NW-Frankeck]. — 2. übertr. 'unsicher, auf der Kippe stehend' [mancherorts]; w. lese 'unsicher, stockend lesen' [ KU-Schmittw/O]. 's steht w. beim 'Er ist finanziell angeschlagen' [ KU-Schmittw/O]. De Prozeß steht w. 'Der Ausgang des Prozesses ist ungewiß' [ NW-Hardbg]. — RhWB Rhein. IX 174; LothWB Lothr. 527; ElsWB Els. II 807.
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