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 PfWB gar (Bd. 3, Sp. 38)   NRhWB Nichts-gewann (Bd. 9, Sp. 1366) 
   gar, gär:
1. Adj.
a. 'fertig gekocht', gar (gr, -ā-) [fast allg.], geer [ IB-Biesing], r [ IB-Aßw WD-Niedkch]. 's Esse is g. [allg.]. —
b. 'gut durchzogen', vom Handkäse [ KU-Kaulb A'glan RO-O'mosch KL-Stelzbg]; vgl. PfWB Gär, PfWB faul 1 a δ. —
c. 'ganz'; net halb un net g. [SOPf]. —
d. 'zu Ende'. Mit dem is g. [ NW-Hardbg]. Heit owend, wann die Butzstunn g. is [Kühn Schnitze I 150]. —
2. Adv.
a. 'sehr, ganz'. Er nemmt 's Maul gär ärig vull [WD-Niedkch, verbr.]. (Des) deet se sich g. schää verbidde [Keiler 117]. a. 1529: vnd ist damit die kauff summ gar bezalt [GgHospR]. —
b. zur Verstärkung von Negationen. Er will aach g. net esse [verbr.]. Er hot g. nix im Kopp [KU-Schmittw/O, verbr.]. Ich bin for g. nix meh (zu gebrauchen) [verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Besser e Laus im Kraut as g. kaan Speck [ KU-Kaulb]. — Mit vorausgehender Negation: Warum net g.? [NPf]. Dem Wein bin ich nit g. abgeneigt [Holler 8]. —
c. in den Zs. PfWB alle-, PfWB schiergar. —
d. die Verb. ganz und g. s. PfWB ganz 5 a β. —
e. als Ausdruck der Verwunderung in: Was de gar! [Rockhs]. —
f. in der Verb. gar zu: Es dur-em (tut ihm) g. ze weh [Schandein Ged. 51]. Du bescht so still un g. ze stumm [Keiler 106]. —
g. 'sogar'. Die Männer g., wo hart wie Mauere, (sind gerührt) [Schandein Ged. 177]. — Südhess. II 1088/89; RhWB Rhein. II 1024; LothWB Lothr. 183; ElsWB Els. I 228; Bad. II 292.

 

  RhWB Nichts-gewann f.: dieses Wort kommt auch in FlN vor (Simm, Goar), bedeutet aber hier das Land, das nicht gewannmässig erfasst ist, also zur Allmende des Dorfes gehört.